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100 Jahre Marilyn Monroe: Die Welt feiert eine unsterbliche Ikone

Zum 100. Geburtstag der Schauspielerin fanden weltweit Ausstellungen, Rekordversammlungen und Auktionen statt – ein Spiegel der anhaltenden Faszination für ihr Leben und Erbe.

Mit einem Weltrekordversuch in Kalifornien hat die Fangemeinde Marilyn Monroes deren 100. Geburtstag begangen. In Palm Springs versammelten sich am 1. Juni 1.037 als Monroe verkleidete Menschen um die Statue „Forever Marilyn“ – mehr als viermal so viele wie der bisherige Rekord. Das Bild der weißgekleideten, platinblonden Doppelgängerinnen wurde zum viralen Symbol einer globalen Verehrung, die weit über Hollywood hinausreicht.

In Los Angeles selbst eröffnete das Academy Museum die Ausstellung „Marilyn Monroe: Hollywood Icon“, die bis Februar 2027 läuft und seltene Filmrequisiten zeigt. Am Chinese Theatre, wo Monroes Handabdrücke verewigt sind, wurden hundert Rosen und eine Torte niedergelegt, während Fans ihr berühmtes „Happy Birthday“ anstimmten. Parallel dazu versteigert ein Auktionshaus in Kalifornien 185 persönliche Gegenstände – von Lippenstift bis zu einer Keramikfliese aus ihrem Haus in Brentwood – und zieht damit Sammler aus aller Welt an.

Auch in Europa und Lateinamerika ist das Interesse ungebrochen. Die National Portrait Gallery in London präsentiert unter dem Titel „Marilyn Monroe: The Last Sitting“ Bilder ihrer letzten Fotosession am Strand von Santa Monica – Aufnahmen, die eine gelöste, fast private Seite der Diva zeigen. In São Paulo widmet das Museum für Bild und Ton der Schauspielerin eine zwölfteilige Filmretrospektive, die ihre Entwicklung von der Nebenrolle bis zum melancholischen Spätwerk in „The Misfits“ nachzeichnet. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete zudem über einen erbitterten Streit um Monroes ehemaliges Wohnhaus in Brentwood, das erst vor kurzem unter Denkmalschutz gestellt wurde – ein Symbol für die Ambivalenz zwischen Kommerz und kulturellem Erbe.

Die publizistische Auseinandersetzung mit Monroe ist längst mehr als Nostalgie. Biografin Michelle Morgan betont im Interview mit France 24, Monroe sei „keineswegs nur die glamouröse dumme Blondine“ gewesen, sondern eine entschlossene, intellektuell neugierige Frau, die sich gegen die Beschränkungen des Studiosystems auflehnte. Internationale Medien greifen die Spannung zwischen ihrer erotischen Ausstrahlung und ihrer seelischen Verletzlichkeit auf und sehen in ihr eine Stellvertreterin der Moderne. Träume, Traumata und das Scheitern an der eigenen Ikone werden zum universellen Narrativ.

Der 100. Geburtstag markiert einen Wendepunkt in der Wahrnehmung Monroes. War sie zu Lebzeiten Opfer einer männlich dominierten Industrie, wird sie heute zunehmend als frühe Feministin und künstlerisch autonome Persönlichkeit gedeutet. Gleichzeitig zeigt die Kommerzialisierung ihres Nachlasses – von Auktionen bis zu Guinness-Rekorden –, wie sehr ihr Bild noch immer Projektionsfläche für kollektive Sehnsüchte ist. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Versachlichung durch Forschung und Ausstellungen dem Mythos standhält oder ihn sogar vertieft.

Divergenz — wer erzählt sie wie
54%Mittel
3 Blöcke · Positionen von −0.60 bis +0.70
KritischWohlwollend
ATLEURLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.70aligned
Kontinentaleuropäische Presse−0.20neutral
Lateinamerikanische Presse−0.60critical
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.70

Zu ihrem 100. Geburtstag versammelten sich US-Fans als Marilyn Monroe verkleidet in Palm Springs, während Medien seltene Fotos und TV-Specials präsentierten, die ihre glamouröse Karriere und ihren zeitlosen Charme feiern.

TriumphPragmatismus
Kontinentaleuropäische Presse−0.20

Zur Hundertjahrfeier Monroes bringt die europäische Presse Fotostrecken und Würdigungen ihrer Ausstrahlung, beleuchtet aber auch einen erbitterten Streit um den verspäteten Denkmalschutz ihrer letzten Villa, bei dem Fan-Verehrung gegen die Interessen wohlhabender Nachbarn steht.

SkepsisDistanz
Lateinamerikanische Presse−0.60

In Lateinamerika wird das Jubiläum zum Anlass für eine kritische Neubewertung von Monroes Leben, die die Kette von Missbrauch und männlicher Kontrolle anprangert und den menschlichen Preis des 'amerikanischen Traums' aufdeckt.

EmpörungOpferrolle
Aktuell
Ecuador klagt sieben Personen wegen Mordes an Präsidentschaftskandidaten an·KI-Agenten griffen in britischem Sicherheitstest zu Täuschung und Social Engineering·Huthi reklamieren Drohnenangriff auf Raffinerie in Dschisan – Riad meldet gelöschten Brand·Mounts frühes Aus trübt Uniteds Remis gegen Paris Saint-Germain·Dwayne Johnson und die nächtlichen Gespräche über das Scheitern von Moana·Selenskyj: Produktion von Patriot-Raketen in der Ukraine würde mindestens ein Jahr dauern·Jorge Messi ist tot: Lionel Messi reist zur privaten Trauerfeier nach Rosario·Mexiko dominiert die Zentralamerika- und Karibikspiele mit Rekordausbeute von 407 Medaillen·Ecuador klagt sieben Personen wegen Mordes an Präsidentschaftskandidaten an·KI-Agenten griffen in britischem Sicherheitstest zu Täuschung und Social Engineering·Huthi reklamieren Drohnenangriff auf Raffinerie in Dschisan – Riad meldet gelöschten Brand·Mounts frühes Aus trübt Uniteds Remis gegen Paris Saint-Germain·Dwayne Johnson und die nächtlichen Gespräche über das Scheitern von Moana·Selenskyj: Produktion von Patriot-Raketen in der Ukraine würde mindestens ein Jahr dauern·Jorge Messi ist tot: Lionel Messi reist zur privaten Trauerfeier nach Rosario·Mexiko dominiert die Zentralamerika- und Karibikspiele mit Rekordausbeute von 407 Medaillen·
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Montag, 1. Juni 2026

100 Jahre Marilyn Monroe: Die Welt feiert eine unsterbliche Ikone

Zum 100. Geburtstag der Schauspielerin fanden weltweit Ausstellungen, Rekordversammlungen und Auktionen statt – ein Spiegel der anhaltenden Faszination für ihr Leben und Erbe.

Mit einem Weltrekordversuch in Kalifornien hat die Fangemeinde Marilyn Monroes deren 100. Geburtstag begangen. In Palm Springs versammelten sich am 1. Juni 1.037 als Monroe verkleidete Menschen um die Statue „Forever Marilyn“ – mehr als viermal so viele wie der bisherige Rekord. Das Bild der weißgekleideten, platinblonden Doppelgängerinnen wurde zum viralen Symbol einer globalen Verehrung, die weit über Hollywood hinausreicht.

In Los Angeles selbst eröffnete das Academy Museum die Ausstellung „Marilyn Monroe: Hollywood Icon“, die bis Februar 2027 läuft und seltene Filmrequisiten zeigt. Am Chinese Theatre, wo Monroes Handabdrücke verewigt sind, wurden hundert Rosen und eine Torte niedergelegt, während Fans ihr berühmtes „Happy Birthday“ anstimmten. Parallel dazu versteigert ein Auktionshaus in Kalifornien 185 persönliche Gegenstände – von Lippenstift bis zu einer Keramikfliese aus ihrem Haus in Brentwood – und zieht damit Sammler aus aller Welt an.

Auch in Europa und Lateinamerika ist das Interesse ungebrochen. Die National Portrait Gallery in London präsentiert unter dem Titel „Marilyn Monroe: The Last Sitting“ Bilder ihrer letzten Fotosession am Strand von Santa Monica – Aufnahmen, die eine gelöste, fast private Seite der Diva zeigen. In São Paulo widmet das Museum für Bild und Ton der Schauspielerin eine zwölfteilige Filmretrospektive, die ihre Entwicklung von der Nebenrolle bis zum melancholischen Spätwerk in „The Misfits“ nachzeichnet. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete zudem über einen erbitterten Streit um Monroes ehemaliges Wohnhaus in Brentwood, das erst vor kurzem unter Denkmalschutz gestellt wurde – ein Symbol für die Ambivalenz zwischen Kommerz und kulturellem Erbe.

Die publizistische Auseinandersetzung mit Monroe ist längst mehr als Nostalgie. Biografin Michelle Morgan betont im Interview mit France 24, Monroe sei „keineswegs nur die glamouröse dumme Blondine“ gewesen, sondern eine entschlossene, intellektuell neugierige Frau, die sich gegen die Beschränkungen des Studiosystems auflehnte. Internationale Medien greifen die Spannung zwischen ihrer erotischen Ausstrahlung und ihrer seelischen Verletzlichkeit auf und sehen in ihr eine Stellvertreterin der Moderne. Träume, Traumata und das Scheitern an der eigenen Ikone werden zum universellen Narrativ.

Der 100. Geburtstag markiert einen Wendepunkt in der Wahrnehmung Monroes. War sie zu Lebzeiten Opfer einer männlich dominierten Industrie, wird sie heute zunehmend als frühe Feministin und künstlerisch autonome Persönlichkeit gedeutet. Gleichzeitig zeigt die Kommerzialisierung ihres Nachlasses – von Auktionen bis zu Guinness-Rekorden –, wie sehr ihr Bild noch immer Projektionsfläche für kollektive Sehnsüchte ist. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Versachlichung durch Forschung und Ausstellungen dem Mythos standhält oder ihn sogar vertieft.

Divergenz — wer erzählt sie wie
54%Mittel
3 Blöcke · Positionen von −0.60 bis +0.70
KritischWohlwollend
ATLEURLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.70aligned
Kontinentaleuropäische Presse−0.20neutral
Lateinamerikanische Presse−0.60critical
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.70

Zu ihrem 100. Geburtstag versammelten sich US-Fans als Marilyn Monroe verkleidet in Palm Springs, während Medien seltene Fotos und TV-Specials präsentierten, die ihre glamouröse Karriere und ihren zeitlosen Charme feiern.

TriumphPragmatismus
Kontinentaleuropäische Presse−0.20

Zur Hundertjahrfeier Monroes bringt die europäische Presse Fotostrecken und Würdigungen ihrer Ausstrahlung, beleuchtet aber auch einen erbitterten Streit um den verspäteten Denkmalschutz ihrer letzten Villa, bei dem Fan-Verehrung gegen die Interessen wohlhabender Nachbarn steht.

SkepsisDistanz
Lateinamerikanische Presse−0.60

In Lateinamerika wird das Jubiläum zum Anlass für eine kritische Neubewertung von Monroes Leben, die die Kette von Missbrauch und männlicher Kontrolle anprangert und den menschlichen Preis des 'amerikanischen Traums' aufdeckt.

EmpörungOpferrolle

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