
Trump enthüllt neue Air Force One: Katars umstrittenes Präsidentengeschenk
US-Präsident Donald Trump hat am Freitag eine von Katar geschenkte Boeing 747-8 als neues Präsidentenflugzeug vorgestellt, das als Übergangslösung dient und ethische wie sicherheitspolitische Fragen aufwirft.
Auf der Joint Base Andrews im Bundesstaat Maryland hat US-Präsident Donald Trump am Freitag offiziell das neue Flugzeug der Präsidentenflotte vorgestellt, eine Boeing 747-8, die zuvor der katarischen Herrscherfamilie gehörte und im vergangenen Jahr als Geschenk an das US-Verteidigungsministerium übergeben wurde. Die Maschine mit der militärischen Bezeichnung VC-25B Bridge ersetzt übergangsweise einen der beiden seit 1990 genutzten Boeing 747-200-Jets, der nach der Rückkehr Trumps vom G7-Gipfel in Frankreich außer Dienst gestellt wurde. Die Außenlackierung weicht erstmals von dem seit der Kennedy-Ära verwendeten Hellblau ab und zeigt nun ein von Trump persönlich ausgewähltes Farbschema in Rot, Weiß, Dunkelblau und Gold. Trump bezeichnete das Flugzeug als „fliegendes Weißes Haus“ und als „luxuriösestes Flugzeug der Welt“.
Aus Washingtoner Sicht wird die Annahme des auf rund 400 Millionen Dollar taxierten Jets mit erheblichen Einsparungen für den Steuerzahler begründet, da die beiden von Boeing bestellten Nachfolgemaschinen frühestens 2028 ausgeliefert werden und deren Kosten sich von ursprünglich 3,9 auf über fünf Milliarden Dollar erhöht haben. Die US-Luftwaffe erklärte, die Maschine sei unter einem „disziplinierten technischen Ansatz“ modifiziert worden, wobei Sicherheit, geschützte Kommunikation und Missionsfähigkeit Vorrang vor kosmetischen Anpassungen gehabt hätten. Die Innenausstattung blieb nach Angaben der Air Force weitgehend unverändert und entspricht dem luxuriösen Standard der vorherigen Nutzung als Staatsflugzeug Katars. Trump kündigte an, den Jet erstmals für den NATO-Gipfel in Ankara Anfang Juli zu nutzen und ihn am 4. Juli bei einem Überflug anlässlich des 250. Unabhängigkeitstages einzusetzen.
Die Übergabe des Flugzeugs hat in den Vereinigten Staaten eine anhaltende Kontroverse ausgelöst. Kritiker im Kongress, darunter Senator Bernie Sanders, bewerten die Annahme als verfassungswidrig und als Einfallstor für ausländische Einflussnahme. Eine im vergangenen Jahr erhobene Harvard/Harris-Umfrage ergab, dass 62 Prozent der Wähler ethische Bedenken hinsichtlich des Geschenks teilen. Die US-Verfassung verbietet Amtsträgern die Annahme von Geschenken ausländischer Staaten ohne Zustimmung des Kongresses; das Pentagon betont hingegen, die Übergabe sei regelkonform erfolgt. Zusätzliche Brisanz erhält der Vorgang durch Trumps Ankündigung, das Flugzeug nach seiner Amtszeit seiner künftigen Präsidentenbibliothek zu überlassen.
Die beschleunigte Umrüstung durch den Verteidigungskonzern L3Harris Technologies hat nach Einschätzung von Sicherheitsexperten dazu geführt, dass einige für die nächste Generation vorgesehene Modifikationen zurückgestellt wurden. Die Luftwaffe versicherte jedoch, alle präsidialen Sicherheitsstandards seien erfüllt, und verwies auf bevorstehende „Erprobungsflüge“, die als letzte Prüfung vor der vollen Einsatzfreigabe dienen. Die Maschine soll den Betrieb der verbliebenen VC-25A entlasten, deren Wartungsintervalle sich altersbedingt verlängert haben. Beobachter in Katar werten das Geschenk als Ausdruck der engen bilateralen Beziehungen, während in europäischen Hauptstädten die symbolische Abkehr von der klassischen Air-Force-One-Ästhetik aufmerksam registriert wird.
Das Dossier bleibt in Bewegung: Die Erprobungsflüge beginnen in Kürze, und die erste offizielle Auslandsmission ist für den NATO-Gipfel in der Türkei vorgesehen. Die endgültige Ablösung der Übergangslösung durch die neuen Boeing VC-25B wird nach derzeitiger Planung nicht vor Mitte 2028 erwartet – ein Zeitrahmen, der sicherstellt, dass Trump während seiner gesamten Amtszeit auf das katarische Flugzeug angewiesen sein wird.
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
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| Arabische Golfpresse | +0.40 | aligned |
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| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
Trump mustert die historische Air Force One aus und ersetzt sie durch einen von Katar gespendeten Jet, ein Schritt, der Kontroversen und den Verdacht ausländischer Einflussnahme auslöst. Der Abschied von dem Flugzeug, das 35 Jahre lang Präsidenten diente, wird von rhetorischen Botschaften begleitet, während das neue, von der katarischen Königsfamilie geschenkte Flugzeug die Debatte über Transparenz anheizt.
Katar bereitet sich darauf vor, seinen gespendeten Jet als neue Air Force One in Dienst zu stellen, nachdem die historische Boeing ausgemustert wurde. Eine großzügige Geste, die die Beziehungen zwischen Doha und Washington stärkt und als technologischer Beitrag zur Präsidentenluftfahrt gefeiert wird.
Der Abschied von der Air Force One nährt Spekulationen über die Indienststellung einer Boeing, die Katar Trump auf umstrittene Weise geschenkt hat. Die Abschiedsbotschaften von US-Beamten werfen Fragen zur Transparenz und zum ausländischen Einfluss bei der Wahl des neuen Präsidentenflugzeugs auf.
Die historische Air Force One wird nach ihrem letzten Flug vom G7-Gipfel in Frankreich ausgemustert und durch eine von Katar gespendete Boeing ersetzt. Ein technischer Übergang, der ohne Betonung als einfache Aktualisierung der Präsidentenflotte beschrieben wird.
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