
Umfrage: Mehrheit der US-Amerikaner erwartet zunehmende Instabilität im Nahen Osten
Laut einer Reuters/Ipsos-Erhebung rechnen 50 Prozent der US-Amerikaner mit einer Destabilisierung des Nahen Ostens durch den Krieg, nur 17 Prozent sehen Stabilität.
Fünf Monate nach Beginn des US-Krieges gegen den Iran erwarten nach einer neuen Reuters/Ipsos-Umfrage dreimal so viele Amerikaner eine Destabilisierung des Nahen Ostens wie eine Stabilisierung. 50 Prozent der Befragten gaben an, dass die US-Militäraktion die Region im kommenden Jahr erschüttern werde; nur 17 Prozent rechnen mit mehr Stabilität, 16 Prozent sehen keine Veränderung. Die sechstägige Erhebung wurde am Montag abgeschlossen, als Präsident Donald Trump erneut von angedrohten "massiven Angriffen" auf den Iran zurückwich.
Die Ergebnisse verdeutlichen die politischen Risiken für Trump und die Republikaner vor den Kongresswahlen im November. Trump war im Januar 2025 mit dem Versprechen ins Amt zurückgekehrt, "dumme Kriege" zu vermeiden. Während 80 Prozent der Republikaner Trumps Amtsführung billigen und 66 Prozent seinen Umgang mit dem Iran unterstützen, glauben nur 41 Prozent an eine Verbesserung der Stabilität in der Region. Insgesamt billigen nur 35 Prozent der Amerikaner den Krieg. Auf die Frage, welche Partei besser mit Kriegen und Terror umgehen könne, nannten registrierte Wähler erstmals seit Dezember 2024 die Demokraten (37 zu 36 Prozent).
Die Amerikaner zeigten sich zudem pessimistisch bei den Benzinpreisen, die gestiegen sind, seit der Iran den Verkehr durch die Straße von Hormus einschränkt; 58 Prozent erwarten eine weitere Verschlechterung. Der Ende Februar von Trump gemeinsam mit Israel begonnene Krieg hat nach Angaben des Reuters-Berichts mindestens 37,5 Milliarden Dollar gekostet und 18 US-Soldaten das Leben gekostet. Die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen bedrohen zudem saudische Schiffe am Bab al-Mandeb. Der frühere Nahost-Diplomat David Schenker argumentierte, die wirtschaftlichen Folgen könnten selbst bei einem schnellen Ende der Kämpfe anhalten, zugleich sei die militärische Schwächung Irans erheblich.
Eine separate Umfrage der Marquette Law School ergab, dass 88 Prozent der Befragten die US-Ziele im Iran-Krieg für nicht erreicht halten. Trump erklärte am Dienstag, dass der Iran und Oman fast eine Lösung für die Straße von Hormus erreicht hätten, drohte jedoch, die Wasserstraße werde andernfalls "sehr hart getroffen". Der Konflikt bleibt damit in seiner Entwicklung offen, während die Regierung in Washington vor den Novemberwahlen unter Druck steht.
| Südostasiatische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
Der Krieg mit dem Iran ist ein Scheitern, ein unhaltbarer Abnutzungskrieg.
Die Umfrage wird als objektiver Beweis des Scheiterns präsentiert, während der Begriff 'Abnutzungskrieg' einen Konflikt ohne Ende und ohne Sieg suggeriert.
Ausgelassen werden die Reuters/Ipsos-Umfragedaten, die zeigen, dass 17% der Amerikaner Stabilität sehen, und der Kontext von Trumps Rückzug von Drohungen massiver Angriffe.
Der Krieg mit dem Iran bringt Chaos und teures Benzin, ein doppelter Schlag für die Amerikaner.
Die Konzentration auf die Benzinpreise materialisiert die Kriegsfolgen und macht Chaos für die Verbraucher zur täglichen Realität.
Ausgelassen werden der Kontext von Trumps Rückzug von Drohungen massiver Angriffe und die 17% der Amerikaner, die Stabilität sehen.
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