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Energie & KlimaDienstag, 4. August 2026

Aramco-Chef: Blockade von Hormuz ist größter Öl-Angebotsschock der Geschichte

Seit Beginn der Krise fehlen dem Weltmarkt 2,6 Milliarden Barrel Rohöl; die Transportmenge durch die Meerenge beträgt nur noch ein Zehntel des Vorkriegsniveaus.

Der Vorstandsvorsitzende von Saudi Aramco, Amin Nasser, hat die Blockade der Straße von Hormuz als den größten Angebotsschock in der Geschichte des Ölmarkts bezeichnet. Seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran seien dem Weltmarkt mehr als 2,6 Milliarden Barrel Rohöl entzogen worden, sagte Nasser am Dienstag in einem Interview mit dem saudischen Sender Al Arabiya. Das Handelsvolumen durch die Meerenge sei auf ein Zehntel des Vorkriegsniveaus gesunken, und jede Woche, in der die Passage geschlossen bleibe, entfielen über 100 Millionen Barrel auf die globale Versorgung.

Um die Ausfälle teilweise zu kompensieren, nutzt Aramco nach Nassers Angaben alternative Routen: die Ost-West-Pipeline zum Roten Meer, den Hafen Yanbu, die Passage Bab al-Mandab, den Suezkanal und die Sumed-Pipeline. Zusammen mit der Freigabe strategischer Reserven und Maßnahmen der Nachfragesteuerung habe sich der Nettoverlust der weltweiten Versorgung auf 1,8 Milliarden Barrel verringert. Dennoch warnte Nasser, dass selbst bei einer sofortigen Wiedereröffnung der Straße von Hormuz die Wiederauffüllung der geleerten Lagerbestände bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen könnte. Die globale Raffineriekapazität arbeite bereits an ihrer Obergrenze, sodass ungeplante Ausfälle die Energieversorgung zusätzlich belasten würden.

Die Verwerfungen spiegeln sich in den Geschäftszahlen der Ölkonzerne wider. Aramco meldete für das zweite Quartal einen Gewinnanstieg um 44 Prozent, BP eine Verdoppelung des Nettogewinns auf 3,91 Milliarden Dollar. Die fünf größten westlichen Energiekonzerne – BP, Chevron, ExxonMobil, Shell und TotalEnergies – erzielten im selben Zeitraum zusammen fast 47 Milliarden Dollar Nettogewinn. Besonders betroffen sind asiatische Abnehmer: Deren Rohölimporte brachen in der Spitze um rund sechs Millionen Barrel pro Tag ein. Gleichzeitig halten die Kampfhandlungen an; erst am Dienstag wurde ein Frachter nahe der Straße von Hormuz von einem unbekannten Objekt getroffen, und die US-Marine setzt nach eigenen Angaben ihre Seeblockade fort.

Analysten von Morgan Stanley und Goldman Sachs rechnen frühestens im kommenden Jahr mit einer vollständigen Normalisierung der Förderung im Nahen Osten. Sollte sich der Krieg hinziehen, könnten sich diese Fristen weiter verschieben. Die nächste entscheidende Wegmarke bleibt eine politische Einigung über die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz, über die Washington und Teheran nach widersprüchlichen Signalen bislang ohne erkennbaren Durchbruch verhandeln.

Divergenz — wer erzählt sie wie
Achse: Blame vs. Management
32%Mittel
4 Blöcke · Positionen von −0.80 bis +0.10
Blaming IranTechnical mitigation
IRNGLFATLRUS
Abweichung zwischen Presseblöcken
Iranische & verwandte Presse−0.20neutral
Arabische Golfpresse−0.80critical
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.30critical
Russische & GUS-Presse+0.10neutral
Iranische & verwandte Presse−0.20
Stimme

Tehran warns that the blockade of the Strait of Hormuz caused an unprecedented oil shock, attributing it to regional security tensions.

Mechanismusdepersonalizzazione della causa

Uses the vague term 'security tensions' to avoid naming Iran as responsible, depersonalizing the cause.

Auslassung

Omits Iran's initiation of the blockade and Aramco's profit increase during the crisis.

AlarmDringlichkeit
Arabische Golfpresse−0.80
Stimme

Riyadh accuses Tehran of causing the biggest oil shock in history due to the war.

Mechanismusattribuzione causale diretta

Uses direct causality ('because of Iran's war') to pin responsibility on a single actor, without mentioning the role of the US and Israel.

Auslassung

Omits that the conflict was initiated by the US and Israel and that Aramco profited from the price increase.

EmpörungAlarmRevanchismus
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.30
Stimme

The global oil market sounds an alarm on the Hormuz Strait crisis, highlighting weekly losses and Aramco's adaptive capacity.

Mechanismuscronaca a conto alla rovescia

Uses countdown reporting with weekly numbers to create a sense of urgency and inevitability, while mentioning alternative routes to show resilience.

Auslassung

Omits the geopolitical causes of the conflict and who started hostilities, focusing only on economic effects.

AlarmDringlichkeitPragmatismus
Russische & GUS-Presse+0.10
Stimme

Moscow analyzes the compensation measures after the oil shock, highlighting the ability to restore part of the supply.

Mechanismusnormalizzazione tecnica

Uses financial data and logistical details to normalize the shock, turning it into a solvable technical problem rather than a geopolitical crisis.

Auslassung

Omits the attribution of blame and the human dimensions of the conflict, reducing everything to a matter of flows and reserves.

DistanzPragmatismusSkepsis
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Prozess um Tupac Shakurs Ermordung beginnt in Las Vegas·Britische Marine-Drohnen sendeten Signale an IP-Adresse in China·Vier US-Staaten ziehen gegen Meta wegen angeblicher Jugendsucht vor Gericht·UEFA prüft Untersuchung zu Infantinos Amtszeit nach Enthüllungen über Zahlungen·Serbiens Präsident Vučić warnt: Welt steht am Rande eines größeren Krieges·Taiwan probt im Manöver Han Kuang den Abwehrfall und plant Rekordverteidigungsetat·Goldpreis und Dollar unter Druck: Märkte warten auf US-Inflationsdaten·Nach hartem Foul und Platzverweis: WNBA-Profi Carrington beklagt „White Privilege“·Prozess um Tupac Shakurs Ermordung beginnt in Las Vegas·Britische Marine-Drohnen sendeten Signale an IP-Adresse in China·Vier US-Staaten ziehen gegen Meta wegen angeblicher Jugendsucht vor Gericht·UEFA prüft Untersuchung zu Infantinos Amtszeit nach Enthüllungen über Zahlungen·Serbiens Präsident Vučić warnt: Welt steht am Rande eines größeren Krieges·Taiwan probt im Manöver Han Kuang den Abwehrfall und plant Rekordverteidigungsetat·Goldpreis und Dollar unter Druck: Märkte warten auf US-Inflationsdaten·Nach hartem Foul und Platzverweis: WNBA-Profi Carrington beklagt „White Privilege“·
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Dienstag, 4. August 2026

Aramco-Chef: Blockade von Hormuz ist größter Öl-Angebotsschock der Geschichte

Seit Beginn der Krise fehlen dem Weltmarkt 2,6 Milliarden Barrel Rohöl; die Transportmenge durch die Meerenge beträgt nur noch ein Zehntel des Vorkriegsniveaus.

Der Vorstandsvorsitzende von Saudi Aramco, Amin Nasser, hat die Blockade der Straße von Hormuz als den größten Angebotsschock in der Geschichte des Ölmarkts bezeichnet. Seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran seien dem Weltmarkt mehr als 2,6 Milliarden Barrel Rohöl entzogen worden, sagte Nasser am Dienstag in einem Interview mit dem saudischen Sender Al Arabiya. Das Handelsvolumen durch die Meerenge sei auf ein Zehntel des Vorkriegsniveaus gesunken, und jede Woche, in der die Passage geschlossen bleibe, entfielen über 100 Millionen Barrel auf die globale Versorgung.

Um die Ausfälle teilweise zu kompensieren, nutzt Aramco nach Nassers Angaben alternative Routen: die Ost-West-Pipeline zum Roten Meer, den Hafen Yanbu, die Passage Bab al-Mandab, den Suezkanal und die Sumed-Pipeline. Zusammen mit der Freigabe strategischer Reserven und Maßnahmen der Nachfragesteuerung habe sich der Nettoverlust der weltweiten Versorgung auf 1,8 Milliarden Barrel verringert. Dennoch warnte Nasser, dass selbst bei einer sofortigen Wiedereröffnung der Straße von Hormuz die Wiederauffüllung der geleerten Lagerbestände bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen könnte. Die globale Raffineriekapazität arbeite bereits an ihrer Obergrenze, sodass ungeplante Ausfälle die Energieversorgung zusätzlich belasten würden.

Die Verwerfungen spiegeln sich in den Geschäftszahlen der Ölkonzerne wider. Aramco meldete für das zweite Quartal einen Gewinnanstieg um 44 Prozent, BP eine Verdoppelung des Nettogewinns auf 3,91 Milliarden Dollar. Die fünf größten westlichen Energiekonzerne – BP, Chevron, ExxonMobil, Shell und TotalEnergies – erzielten im selben Zeitraum zusammen fast 47 Milliarden Dollar Nettogewinn. Besonders betroffen sind asiatische Abnehmer: Deren Rohölimporte brachen in der Spitze um rund sechs Millionen Barrel pro Tag ein. Gleichzeitig halten die Kampfhandlungen an; erst am Dienstag wurde ein Frachter nahe der Straße von Hormuz von einem unbekannten Objekt getroffen, und die US-Marine setzt nach eigenen Angaben ihre Seeblockade fort.

Analysten von Morgan Stanley und Goldman Sachs rechnen frühestens im kommenden Jahr mit einer vollständigen Normalisierung der Förderung im Nahen Osten. Sollte sich der Krieg hinziehen, könnten sich diese Fristen weiter verschieben. Die nächste entscheidende Wegmarke bleibt eine politische Einigung über die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz, über die Washington und Teheran nach widersprüchlichen Signalen bislang ohne erkennbaren Durchbruch verhandeln.

Divergenz — wer erzählt sie wie
Achse: Blame vs. Management
32%Mittel
4 Blöcke · Positionen von −0.80 bis +0.10
Blaming IranTechnical mitigation
IRNGLFATLRUS
Abweichung zwischen Presseblöcken
Iranische & verwandte Presse−0.20neutral
Arabische Golfpresse−0.80critical
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.30critical
Russische & GUS-Presse+0.10neutral
Iranische & verwandte Presse−0.20
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Tehran warns that the blockade of the Strait of Hormuz caused an unprecedented oil shock, attributing it to regional security tensions.

Mechanismusdepersonalizzazione della causa

Uses the vague term 'security tensions' to avoid naming Iran as responsible, depersonalizing the cause.

Auslassung

Omits Iran's initiation of the blockade and Aramco's profit increase during the crisis.

AlarmDringlichkeit
Arabische Golfpresse−0.80
Stimme

Riyadh accuses Tehran of causing the biggest oil shock in history due to the war.

Mechanismusattribuzione causale diretta

Uses direct causality ('because of Iran's war') to pin responsibility on a single actor, without mentioning the role of the US and Israel.

Auslassung

Omits that the conflict was initiated by the US and Israel and that Aramco profited from the price increase.

EmpörungAlarmRevanchismus
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.30
Stimme

The global oil market sounds an alarm on the Hormuz Strait crisis, highlighting weekly losses and Aramco's adaptive capacity.

Mechanismuscronaca a conto alla rovescia

Uses countdown reporting with weekly numbers to create a sense of urgency and inevitability, while mentioning alternative routes to show resilience.

Auslassung

Omits the geopolitical causes of the conflict and who started hostilities, focusing only on economic effects.

AlarmDringlichkeitPragmatismus
Russische & GUS-Presse+0.10
Stimme

Moscow analyzes the compensation measures after the oil shock, highlighting the ability to restore part of the supply.

Mechanismusnormalizzazione tecnica

Uses financial data and logistical details to normalize the shock, turning it into a solvable technical problem rather than a geopolitical crisis.

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