
Mirra Andreeva dominiert in Rom – Schweizer Hoffnungen und argentinische Wechselbäder
Die russische Top-Ten-Spielerin Mirra Andreeva setzt beim WTA-1000-Turnier in Rom ein Zeichen. Auch Schweizer und Argentinier kämpfen ums Weiterkommen.
Die siebtplatzierte Russin Mirra Andreeva hat beim mit 7,2 Millionen Euro dotierten WTA-1000-Turnier in Rom ihre starke Form eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In der zweiten Runde besiegte die 17-Jährige die Kroatin Antonia Ruzic in nur etwas mehr als einer Stunde mit 6:1, 6:0. Aus Moskauer Sicht untermauert Andreeva damit ihren Anspruch, in diesem Jahr auf der Sandplatzsaison zu den engsten Favoritinnen zu zählen. Ihre nächste Gegnerin wird entweder die Australierin Maya Joint oder die Schweizerin Viktorija Golubic sein, die zuvor ebenfalls einen souveränen Auftritt hingelegt hatte.
Golubic, die aktuell auf Position 90 der Weltrangliste steht, benötigte lediglich 65 Minuten, um die italienische Qualifikantin Federica Urgesi mit 6:1, 6:1 zu bezwingen. Aus Schweizer Perspektive ist dies ein ermutigendes Signal: Nach drei Auftaktniederlagen bei Masters-Turnieren in diesem Jahr gelingt Golubic erstmals der Einzug in die zweite Runde. Die 33-Jährige zeigte sich von Beginn an konzentriert und ließ ihrer Gegnerin kaum Raum zur Entfaltung. Auch die Schweizerin Rebeka Masarova setzte sich durch, während das Duell von Simona Waltert kurz vor dem Sieg unterbrochen wurde – das Schweizer Quartett blickt somit auf einen durchwachsenen, aber hoffnungsvollen Auftakt in Rom.
Unterdessen gestaltete sich der Donnerstag für die argentinische Delegation gemischt. Juan Manuel Cerúndolo scheiterte in der ersten Runde am Chilenen Cristian Garín mit 6:7, 5:7, und auch Román Burruchaga musste sich dem italienischen Local Hero Mattia Bellucci mit 4:6, 4:6 geschlagen geben. Die einzige argentinische Siegesmeldung des Tages lieferte Thiago Tirante, der den Italiener Gianluca Cadenasso nach einem verlorenen ersten Satz noch in drei Sätzen niederringen konnte. Mariano Navone wird später am Tag sein Debüt im Foro Italico geben. Angesichts des anspruchsvollen Teilnehmerfelds, das in Rom traditionell dicht besetzt ist, müssen die Südamerikaner ihre Bestleistung abrufen, um den Anschluss an die Weltspitze zu halten.
Blickt man auf die Gesamtkonstellation des Turniers, so ist das Duell zwischen Andreeva und der späteren Siegerin aus dem schweizerisch-australischen Match der zweiten Runde von besonderem Interesse. Für den deutschsprachigen Raum wird genau beobachtet, ob Golubic ihrem ersten Turniererfolg bei einem Masters den nächsten Schritt folgen lassen kann. Angesichts der Titelverteidigung der Italienerin Jasmine Paolini und der historischen Dominanz von Spielerinnen wie Chris Evert (fünf Siege) oder Maria Scharapowa (drei Siege) steht Rom einmal mehr im Zeichen der internationalen Spitzenklasse. Der weitere Verlauf der Sandplatzsaison wird zeigen, ob sich die hier gezeigte Form bis zu den French Open in Paris konsolidieren lässt.
Erweitere deinen Horizont
US-Senat verabschiedet Sanktionspaket mit Zolldrohung gegen Russland-Energiekäufer
4 Sprachen · 40 Quellen
Aus Economy & MarketsSteigende Kreditvorsorgen belasten Bankbilanzen in Schwellenländern
2 Sprachen · 6 Quellen
Aus TechnologyAmazon finanziert privates Gaskraftwerk in Texas – droht größte Einzelemissionsquelle der USA
2 Sprachen · 8 Quellen