
Barcelona demontiert Getafe und steht kurz vor dem Meistertitel – Fünf Punkte fehlen noch
Der FC Barcelona hat am Samstag im Coliseum Alfonso Pérez einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Mit einem 2:0-Sieg beim traditionsgemäss unbequemen Gegner Getafe baute die Mannschaft von Hansi Flick den Vorsprung an der Tabellenspitze auf elf Punkte aus. Es war ein Erfolg, der auf den ersten Blick unspektakulär erscheinen mag, bei näherer Betrachtung jedoch Barcelonas neu gewonnene Reife offenbarte. Während der deutsche Trainer in den vergangenen Wochen oft die mentale Stärke seines Teams lobte, zeigte sich diese nun auch an einem Spielort, der den Katalanen seit Jahren regelmässig Punkte gekostet hatte. Tatsächlich gelang es Barcelona zum ersten Mal seit September 2019, in Getafe mehr als ein Tor zu erzielen – ein Beleg für die taktische Disziplin und Effizienz, die Flick seiner Elf eingepflanzt hat.
Der Treffer vor der Pause durch Fermín López, der nach einem filigranen Zuspiel von Pedri und einer Balleroberung des jungen Pau Cubarsí im Mittelfeld eiskalt abschloss, brach den Widerstand der Gastgeber. Aus Madrider Sicht musste man mit ansehen, wie der Gegner im Titelrennen die Nerven behielt, während Real Madrid am Freitagabend gegen Betis zwei Punkte liegenliess. Doch Barcelonas Sieg war nicht allein ein Resultat gegnerischer Schwäche. Das defensive Gerüst, das Flick aufgebaut hat, hielt auch in brenzligen Situationen stand, etwa als Cubarsí auf der Linie rettete. Und nach dem Seitenwechsel schlug die Mannschaft eiskalt zu: Robert Lewandowski, der sich tief in der eigenen Hälfte an der Balleroberung beteiligte, schickte Marcus Rashford mit einem langen Pass auf die Reise, der den zweiten Treffer besorgte – eine Parade der Transition, die an die beste Zeit des Klubs erinnerte.
Aus internationaler Perspektive, insbesondere im deutschsprachigen Raum, wo Flicks Arbeit am intensivsten verfolgt wird, bestätigt dieser Sieg eine Entwicklung: Der frühere Bundestrainer hat aus einem talentierten, aber oft unbeständigen Kader eine funktionierende Einheit geformt. Dass der FC Barcelona bereits in der kommenden Woche den Titel perfekt machen kann – falls man in Osasuna gewinnt und Real Madrid gegen Espanyol patzt –, unterstreicht die Konstanz, die diese Mannschaft nach dem frühen Ausscheiden aus der Champions League gefunden hat. Es wäre der erste Meistertitel seit 2023, und für Flick der erste in Spanien. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Mannschaft die gelegentlich aufkeimende Katalanen-Pessimismus endgültig abstreifen kann. Die Weichen jedenfalls sind gestellt.
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