
Barcelona greift nach der Meisterschaft: Lewandowski und Torres entscheiden in Pamplona
Der FC Barcelona hat einen entscheidenden Schritt in Richtung des spanischen Meistertitels unternommen. Mit einem 2:1-Auswärtssieg bei CA Osasuna am Samstag vergrößerten die Katalanen den Vorsprung auf Real Madrid auf vierzehn Punkte, bei noch vier ausstehenden Spieltagen. Die Tore von Robert Lewandowski in der 81. Minute und Ferran Torres nur vier Minuten später brachen den Widerstand eines hartnäckigen Gegners im Estadio El Sadar, ehe Raúl García per Kopf in der Nachspielzeit nur noch verkürzen konnte. Aus spanischer Sicht ist die Vorentscheidung gefallen: Sollte Real Madrid am Sonntag im Derby gegen Espanyol nicht gewinnen, wäre Barcelona bereits mathematisch Meister. Selbst bei einem Sieg der Königlichen bliebe den Azulgrana im darauffolgenden Clásico im Camp Nou ein Unentschieden zum Titelgewinn.
Die Bedeutung dieses Triumphes wird in Katalonien besonders intensiv diskutiert, denn der Rivale Espanyol, der das eigene Stadion mit Barcelona teilt, steckt in einer tiefen Krise. Wie arabische Medien ausführen, hat Espanyol im gesamten Jahr 2026 noch kein Spiel gewonnen und kämpft gegen den Abstieg. Die Fans der Periquitos zögern verständlicherweise, dem großen Nachbarn durch einen Punktgewinn gegen Madrid die Meisterschaft zu bescheren, doch die sportliche Realität spricht eine andere Sprache. Aus Madrider Perspektive bleibt die Hoffnung auf ein Wunder: Trainer Carlo Ancelotti müsste nicht nur auf einen Sieg in Cornellà hoffen, sondern auch auf eine Niederlage Barcelonas im direkten Duell. Der Druck liegt nun beim Titelverteidiger, der nach einer durchwachsenen Saison denkbar knapp an der ersten Titelverteidigung seit 2008 vorbeizuschlittern droht.
Hansi Flick, der deutsche Trainer des Spitzenreiters, kann unterdessen auf eine eindrucksvolle Bilanz verweisen. Sein Team zeigte in Pamplona erneut die Reife, auch schwierige Partien in der Schlussphase zu drehen. Lewandowski, der Pole im Dienste der Katalanen, bewies einmal mehr seine Kaltschnäuzigkeit, während Ferran Torres seine Rolle als Joker bestätigte. Beobachter in Deutschland und der Schweiz dürften mit Interesse verfolgen, wie der ehemalige Bayern-Coach die Saison zu Ende bringt – zumal Barcelona noch andere Ziele verfolgt, darunter den Gewinn der Copa del Rey. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Entscheidung in der Liga bereits am Sonntag fällt oder ob das Clásico am nächsten Wochenende endgültig Klarheit bringt. In jedem Fall hat Barcelona die günstigste Ausgangslage aller verbliebenen Kandidaten.
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