
Brasiliens Seleção debütiert gegen Marokko – ein WM-Tag mit vier Spielen
Neben dem mit Spannung erwarteten ersten Auftritt des Rekordweltmeisters rücken auch die Schweiz und weitere Teams der Gruppen B und D in den Fokus.
Der dritte Tag der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht ganz im Zeichen eines prominenten Debüts: Brasilien, fünfmaliger Champion und unter Carlo Ancelotti neu ausgerichtet, betritt im New Yorker MetLife Stadium die globale Bühne. Die Partie gegen Marokko, den Halbfinalisten der letzten WM, elektrisiert nicht nur die Fans in Südamerika. Aus brasilianischer Perspektive soll der Auftakt mehr als drei Punkte liefern – er muss die Zweifel zerstreuen, die nach einer durchwachsenen Qualifikation geblieben sind. Marokko hingegen, das in Katar 2022 Europas Elite düpierte, reist mit der Gewissheit an, jedem Favoriten das Spiel diktieren zu können. Der Vergleich im Group C verheißt daher weit mehr als einen Pflichtsieg.
Der Spielplan des 13. Juni ist jedoch breiter gespannt. Bereits am Nachmittag (Ortszeit) eröffnet Katar gegen die Schweiz im Levi’s Stadium von Santa Clara die erste Runde der Gruppe B. Für die Eidgenossen, die in der heimischen Presse als klarer Gruppenkopf gehandelt werden, zählt einzig ein Sieg, um den angestrebten Achtelfinaleinzug früh zu untermauern. Parallel dazu vervollständigen zwei Begegnungen der Gruppe D das Programm, das sich über mehrere Zeitzonen der Gastgeberländer USA und Kanada erstreckt. Die lateinamerikanischen Übertragungsrechteinhaber – darunter Caracol, RCN, DSports und Disney+ – bieten eine flächendeckende Live-Berichterstattung, während sich das deutschsprachige Publikum auf bewährte öffentlich-rechtliche Kanäle verlassen kann.
Die Kulisse der ersten Turniertage lieferte bereits bemerkenswerte Ergebnisse. Während Mexiko mit einem Auftaktsieg gegen Südafrika die eigene Anhängerschaft begeisterte, rettete Kanada gegen Bosnien-Herzegowina erst in der Nachspielzeit einen Punkt. Diese Ergebnisse erinnern daran, dass die auf 48 Teams aufgeblähte Vorrunde Überraschungen begünstigt und vermeintliche Außenseiter kaum noch zu berechnen sind. Für die Schweiz und Brasilien bedeutet das eine doppelte Warnung: Unterschätzung kann schon in der Gruppenphase das Ende aller hochgesteckten Ziele bedeuten.
Aus globaler Perspektive verschiebt sich der Blick an diesem Samstag vor allem auf die taktische Verfassung der Titelanwärter. Brasiliens offensive Wucht unter Ancelotti trifft auf eine marokkanische Defensive, die ihre Stabilität aus einem disziplinierten Kollektiv zieht. Gleichzeitig wird Katar versuchen, die Schweizer Elf mit schnellem Umschaltspiel zu überraschen. Der Tag wird so zu einem frühen Test für die These, dass in diesem Turnier nicht allein die großen Namen, sondern die beste Abstimmung über den Turnierverlauf entscheidet. Mit jedem Anpfiff verdichten sich die Geschichten, die diesen WM-Juni prägen werden.
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