
Crystal Palace gewinnt Conference League: Glasners Abschied, Matetas Tor und ein historischer Triumph
Der Londoner Klub besiegt Rayo Vallecano 1:0 in Leipzig. Für den scheidenden Trainer Oliver Glasner ist es der zweite Europapokalsieg, der Franzose Mateta trifft vor der WM.
Das erste Europapokalfinale auf deutschem Boden in dieser Saison endete mit einem historischen Triumph für Crystal Palace und einem würdigen Abgang für den österreichischen Trainer Oliver Glasner. Der Londoner Klub bezwang Rayo Vallecano am Mittwochabend in der Leipziger Red Bull Arena mit 1:0 und sicherte sich zum ersten Mal in seiner 121-jährigen Vereinsgeschichte einen kontinentalen Titel. Der goldene Treffer gelang dem französischen Nationalstürmer Jean-Philippe Mateta in der 51. Minute, nachdem eine abgewehrte Kopfballabwehr von Adam Wharton vor seine Füße fiel.
Aus deutschsprachiger Perspektive war das Finale auch eine Bühne für Glasner, der nach zwei Jahren den Verein verlässt und mit dem Triumph den Kreis zu seinem Erfolg mit Eintracht Frankfurt schloss. 2022 hatte der Oberösterreicher die Europa League gewonnen – nun verabschiedet er sich mit einem weiteren Europapokal in der Vitrine. Mateta, einst beim FSV Mainz 05 ausgebildet, traf dabei ausgerechnet in dem Stadion, in dem RB Leipzig seine Bundesliga-Heimspiele austrägt. Die Partie selbst verlief zunächst verhalten: Rayo, von seinem Spielmacher Izi Palazón angetrieben, kontrollierte zwar den Ball (58 Prozent Ballbesitz) und setzte früh Akzente, doch der spanische Angreifer Alemão scheiterte ebenso wie später López am Pfosten. Erst der abgefälschte Schuss Whartons, der nicht im englischen WM-Kader steht, und Matetas Abstauber durchbrachen die Pattsituation.
Für die Anhänger aus Madrid, von denen einige abenteuerliche Reisen nach Leipzig auf sich genommen hatten, endete der erste Auftritt in einem europäischen Endspiel mit einer Enttäuschung. Ein Schreckmoment überschattete zudem das Spiel, als ein Rayo-Fan im Block eine Treppe hinunterstürzte und das Finale kurzzeitig unterbrochen werden musste. Der Keeper Augusto Batalla machte den Schiedsrichter auf die Situation aufmerksam, ehe der Anhänger mit einer Trage abtransportiert und die Partie fortgesetzt wurde. Während im Stadion Erleichterung einkehrte, jubelten in London mehrere Tausend Fans bei einer Übertragung im heimischen Selhurst Park.
Mit dem Sieg setzt sich eine bemerkenswerte englische Serie fort: Bereits eine Woche zuvor hatte Aston Villa die Europa League gewonnen, und am Samstag steht das Champions-League-Finale zwischen dem FC Arsenal und Paris Saint-Germain in Budapest an. Für Mateta, der unmittelbar vor einer Berufung für die französische Weltmeisterschaftsmannschaft steht, war es der letzte große Auftritt vor dem Turnier. Der Conference League, die erst 2021 eingeführt wurde und bislang stets wechselnde Sieger hervorbrachte, gibt der Crystal-Palace-Erfolg ein weiteres unverbrauchtes Gesicht.
Glasner hinterlässt in London ein gefestigtes Erbe: Neben dem Europapokal gewann der Klub unter seiner Ägide 2025 den FA Cup und den Community Shield. Der scheidende Coach selbst sprach von einem „perfekten Abschluss“. Für den Klub beginnt nun die Suche nach einem Nachfolger, der das Niveau in der Europa League halten kann. Die spanische Presse verneigte sich trotz der Niederlage vor der leidenschaftlichen Saison des Außenseiters aus dem Madrider Arbeiterviertel. Leipziger Boden wurde so zum Schauplatz eines Abends, an dem ein österreichischer Trainer, ein französischer Torjäger und ein englischer Traditionsverein europäische Fußballgeschichte schrieben.
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.60 | aligned |
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| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.80 | aligned |
Oliver Glasner krönt seinen Abschied von Crystal Palace mit einem Europapokal-Märchen und beschert dem Klub den ersten kontinentalen Titel der 121-jährigen Vereinsgeschichte. Überschattet wird die Feier von einem Schreckmoment auf den Rängen der Leipziger Arena, als ein Rayo-Fan eine Treppe hinunterstürzt und die Partie kurz unterbrochen werden muss.
Crystal Palace besiegte Rayo Vallecano im Conference-League-Finale mit 1:0 durch ein Tor von Jean-Philippe Mateta und gewann damit erstmals einen europäischen Titel. Der Londoner Klub fügt diesen Erfolg dem bereits in dieser Saison errungenen FA Cup und Community Shield hinzu.
Crystal Palace schreibt Geschichte und holt bei der ersten Europapokal-Teilnahme den Titel, mit Jean-Philippe Mateta als Matchwinner. Der Triumph unterstreicht eine goldene Saison für englische Klubs – bereits Europa-League-Sieger und mit Chancen auf den Champions-League-Pokal – und manifestiert die Vorherrschaft der Premier League in Europa.
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