
Erdrutsch in Chongqing begräbt Häuser – mehrere Menschen gerettet
Nach anhaltenden Regenfällen in Südwestchina verschüttet ein Hang in Pengshui Wohngebäude; mindestens acht Überlebende werden geborgen, die Zahl der Vermissten bleibt unklar.
In der südwestchinesischen Metropole Chongqing hat ein massiver Erdrutsch am Freitagmorgen mehrere Wohngebäude unter sich begraben. Wie chinesische Staatsmedien übereinstimmend berichten, ereignete sich das Unglück gegen 9:08 Uhr Ortszeit im Kreis Pengshui am Ufer des Wujiang-Flusses. Augenzeugen schilderten einen ohrenbetäubenden Knall, gefolgt von einer Staubwolke, die die Sicht verschluckte.
Nach Angaben der örtlichen Behörden waren Rettungskräfte bereits vor dem großen Abgang alarmiert: Gegen 8 Uhr hatten Einsatzkräfte kleinere Steinschläge bemerkt und mit der Evakuierung von mehr als 60 Anwohnern begonnen. Während dieser Maßnahme löste sich der Haupthang und riss die Gebäude mit sich. Bis zum Nachmittag konnten mindestens acht Verschüttete lebend aus den Trümmern geborgen werden; über die Zahl der noch Vermissten herrscht unter den Rettungsmannschaften Unklarheit. Todesopfer wurden bislang nicht bestätigt.
Die Region im Südwesten Chinas leidet seit Tagen unter extremen Niederschlägen. Erst Anfang Juli hatte der Taifun Maysak in der benachbarten Autonomen Region Guangxi schwere Überschwemmungen ausgelöst, bei denen nach offiziellen Angaben 39 Menschen starben. Ein Video eines Feuerwehrmanns, der während der Fluthilfe im strömenden Regen seine Mahlzeit einnahm, hatte in den sozialen Medien Millionen Menschen bewegt und die angespannte Lage in den Überflutungsgebieten verdeutlicht.
Das chinesische Ministerium für Notfallmanagement aktivierte am Mittag die zweithöchste nationale Notfallstufe und entsandte eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Minister Zhang Chengzhong an den Unglücksort. Mehr als 800 Einsatzkräfte, darunter Geologie-Experten, suchen in dem unwegsamen Gelände nach Überlebenden. Die Versorgung mit Wasser, Strom und Gas wurde im Umkreis von einem Kilometer vorsorglich unterbrochen. Die Rettungsarbeiten werden durch herannahende Gewitter erschwert; die Behörden warnen vor weiteren Hangrutschen.
| Chinesische Presse | +0.60 | aligned |
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| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
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