
Mercedes vor Ungarn-GP: Wolff warnt vor Ferrari und lehnt Fahrerbevorzugung ab
Vor dem Großen Preis von Ungarn, dem letzten Rennen vor der Sommerpause, warnt Mercedes-Teamchef Toto Wolff vor der Konkurrenz aus Maranello und stellt klar, dass das Team keinen Fahrer bevorzugen werde.
Der Große Preis von Ungarn auf dem Hungaroring am 26. Juli ist das 14. Saisonrennen der Formel 1 und zugleich die letzte Veranstaltung vor der Sommerpause. Mercedes-Pilot Kimi Antonelli reist als Tabellenführer nach Budapest. Der Italiener hat nach seinem sechsten Saisonsieg in Belgien 45 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Lewis Hamilton, wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten. Antonellis Teamkollege George Russell liegt mit 50 Punkten Rückstand auf Rang drei.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff betonte gegenüber Medien, dass das Team die Fahrer nicht gegeneinander ausspielen werde. „Wir werden niemals einem Fahrer einen Sieg wegnehmen, egal ob Kimi oder George vorne liegt“, wird Wolff zitiert. Er räumte ein, dass das Team Punkte durch eigene Fehler verloren habe und sich verbessern müsse. Zugleich wies Wolff Spekulationen über ein Interesse Ferraris an Antonelli zurück: „Kimi ist seit seinem elften Lebensjahr Mercedes-Fahrer. Ferrari hätte vor sechs oder sieben Jahren aktiv werden müssen.“
Als stärksten Gegner auf der engen und technischen Strecke sehen Beobachter Ferrari. Lewis Hamilton, der in dieser Saison für die Scuderia fährt, strebt seinen neunten Sieg auf dem Hungaroring an, womit er seinen eigenen Rekord von Silverstone einstellen würde. Auch McLaren und Red Bull werden nach ihren jüngsten Leistungen als Sieganwärter gehandelt. McLaren bringt zudem ein größeres Update-Paket mit, darunter einen neuen Unterboden und experimentelle Heckflügel, die jedoch noch nicht im Rennen eingesetzt werden. Red Bull zeigte sich nach einem starken dritten Platz von Max Verstappen in Belgien zuversichtlich.
Abseits der Spitze kämpft Aston Martin mit nur einem Punkt in der Saison um die Wende. Das Team plant ein großes Upgrade-Paket von Chefdesigner Adrian Newey, ein überarbeitetes Honda-Aggregat wird jedoch erst zum Niederlande-Grand-Prix erwartet. Der Markt der Fahrer bleibt in Bewegung: Franco Colapinto von Alpine traf sich in Belgien mit Williams-Teamchef James Vowles zu Gesprächen, was Spekulationen über einen möglichen Wechsel des Argentiniers zu seinem früheren Team nährt. Die Entscheidungen über die Aufstellungen für 2027 könnten laut Branchenkreisen zwischen Budapest und Zandvoort fallen.
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