
Hinrichtung von Mehdi Khanaki: Iran exekutiert weiteren Demonstranten der Dey-Proteste
Die Justiz der Islamischen Republik hat am Mittwoch das Todesurteil gegen Mehdi Khanaki vollstreckt, der wegen angeblicher Terrorgruppenmitgliedschaft und Spionage für Israel und die USA verurteilt worden war.
Am Mittwoch, dem 31. Tir (22. Juli 2026), hat die Islamische Republik Iran das Todesurteil gegen Mehdi Khanaki vollstreckt. Das bestätigte die der Justiz nahestehende Nachrichtenagentur Mizan. Khanaki war am 21. Bahman (10. Februar 2026) in Karaj westlich von Teheran festgenommen worden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung beschlagnahmten die Behörden nach eigenen Angaben fünf Pistolen, 90 Schuss Munition, neun Magazine, fernzündbare Sprengsätze, elf Handgranaten, zwölf Leuchtfackeln, 30 selbstgebaute explosive Rohre sowie Bomben und große Mengen an Grundstoffen für Sprengstoff.
Laut Mizan gestand Khanaki in den Verhören, sich bereits im Jahr 1402 (2023) einer „terroristischen Gruppe“ angeschlossen zu haben. Über das Internet habe er eine Person namens „Hooman“ als Kontaktmann kennengelernt, die ihn in der Herstellung verschiedener Sprengstoffe unterwies. Die Finanzierung der Materialien sei über Kryptowährungen erfolgt. Wenige Tage vor Beginn der als „amerikanisch-zionistischer Putsch“ bezeichneten Proteste im Dezember 2025/Januar 2026 habe er an einem von seinem Führungsoffizier genannten Ort Schusswaffen und Munition sowie an einem anderen Ort in Mahdasht Kommunikationsausrüstung in Empfang genommen. Waffentechnische Untersuchungen hätten ergeben, dass mit den sichergestellten Waffen während der Unruhen geschossen worden sei. Das Revolutionsgericht in Karaj verurteilte ihn wegen „operativer Handlungen zugunsten des zionistischen Regimes, der USA und feindlicher Gruppen“ sowie der Herstellung und des Besitzes von Kriegswaffen zum Tode und zur Einziehung seines Vermögens. Grundlage war das Gesetz zur Verschärfung der Strafen für Spionage und Zusammenarbeit mit Israel und feindlichen Staaten. Der Oberste Gerichtshof bestätigte das Urteil.
Menschenrechtsorganisationen haben wiederholt auf die mangelnde Rechtsstaatlichkeit in solchen Verfahren hingewiesen. Amnesty International und andere Gruppen warnen vor erzwungenen Geständnissen, Folter und dem systematischen Entzug des Zugangs zu unabhängigen Anwälten. Die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Iran, Mai Sato, äußerte bereits am 18. Tir (9. Juli) ihre Besorgnis über die eskalierende Gewalt und die Lage der Zivilbevölkerung, die zwischen ausländischen Angriffen und staatlicher Repression gefangen sei. Die iranische Führung bezeichnet die regimekritischen Proteste, die Ende Dezember 2025 mit wirtschaftlichen Forderungen begannen und sich rasch zu landesweiten regierungsfeindlichen Kundgebungen ausweiteten, konsequent als „vom Ausland gesteuerten Aufruhr“. Die staatlichen Stellen räumten mehr als 3000 Todesopfer ein; nichtstaatliche Organisationen sprechen von Tausenden weiteren Toten. Das Redaktionskollegium von Iran International beziffert die Zahl der im Zuge der gezielten Niederschlagung der „nationalen Revolution“ Getöteten auf über 36.500.
Die Exekution Khanakis ist Teil einer breit angelegten Repressionswelle. Erst in der Woche zuvor war nach Justizangaben ein weiterer Mann wegen Beteiligung an denselben Protesten gehängt worden. Das Revolutionsgericht in Schiras verurteilte zudem zwei politische Gefangene zum Tode, weil sie verletzten Demonstranten geholfen haben sollen. Die Justiz erklärte, die Identifizierung und Bestrafung der Hauptverantwortlichen für die „Verbrechen“ während des „Putsches“ bleibe eine zentrale Aufgabe. Internationale Appelle, die Hinrichtungen auszusetzen und rechtsstaatliche Garantien zu gewähren, blieben bislang ohne erkennbare Wirkung.
| Iranische & verwandte Presse | +0.30 | aligned |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.90 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.30 | critical |
The execution of Mehdi Khanaki is a lawful measure against a rioter who threatened public order. The judiciary acts independently to uphold security and deter further unrest. No sympathy is wasted on those who break the law.
The brutal execution of yet another protester exposes the Iranian regime's desperation and ruthlessness. Under the guise of justice, it eliminates dissent. The international community must act to stop this carnage.
Mehdi Khanaki's execution is reported as another in a series of harsh crackdowns. While some outlets note the legal process, others question the fairness. The event is seen as part of the ongoing tensions within Iran.
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