
Humanoide Helfer auf dem Rollfeld: Japans Luftfahrt setzt auf Automatisierung gegen den Arbeitskräftemangel
Die Skepsis gegenüber der neuen Technologie ist vor allem in Japan selbst spürbar, wo Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter vor einem schleichenden Abbau von Arbeitsplätzen warnen. Yoshiteru Suzuki, Präsident von JAL Ground Service, bemühte sich in der Ankündigung um einen versöhnlichen Ton: Die Roboter seien dazu gedacht, die Belastung der Mitarbeiter zu verringern, nicht sie zu ersetzen. Tatsächlich leiden Flughafenbeschäftigte unter hohen körperlichen Anforderungen und einer überdurchschnittlichen Unfallrate – Argumente, die auch in europäischen Debatten um Automatisierung im Logistiksektor regelmässig angeführt werden.
Entscheidend wird sein, ob die Humanoiden in den kommenden Monaten beweisen können, dass sie nicht nur unter Laborbedingungen, sondern bei Wind, Regen und in der Hektik eines internationalen Drehkreuzes bestehen. Gelingt dies, könnte Haneda zum Modell für Flughäfen in alternden Industrienationen weltweit werden – und die chinesische Robotikindustrie würde einen schwer einholbaren Vorsprung in einem Markt gewinnen, dessen Potenzial erst in Ansätzen erkennbar ist.
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