
Israel wirft getöteten Fußballern in Gaza Terrorverstrickung vor
Die israelischen Streitkräfte veröffentlichten eine Liste von zwölf getöteten Palästinensern aus dem Fußballmilieu, die sie als Mitglieder von Hamas und Islamischem Dschihad bezeichnen.
Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben am Mittwoch eine Liste mit den Namen von zwölf palästinensischen Fußballspielern, Trainern und einem FIFA-Schiedsrichter veröffentlicht, die nach eigenen Angaben im Gazastreifen getötet wurden. Laut einer Mitteilung der IDF handele es sich bei den Genannten um Mitglieder der militärischen Flügel der Hamas und der Islamischen Dschihad-Bewegung. Die Veröffentlichung diene dazu, „falsche Behauptungen“ zu widerlegen, wonach Israel absichtlich zivile Mitglieder der Fußballgemeinschaft Gazas angegriffen habe. Unter den Aufgeführten befindet sich Mohammed Sami Mohammed Khattab, ein vom Weltfußballverband FIFA akkreditierter Schiedsrichterassistent, den die IDF als „Terroristen in der Brigade der Zentralen Lager“ der Islamischen Dschihad einstuft.
Ein namentlich nicht genannter Funktionär des Palästinensischen Fußballverbands in Gaza wies die Vorwürfe zurück. „Israel versucht, seine Verbrechen des Tötens von Spielern, Trainern, Schiedsrichtern und Vereinsfunktionären mit falschen Anschuldigungen zu vertuschen“, sagte er. Die meisten der in der Erklärung genannten Personen seien bei israelischen Bombardierungen und Angriffen in ihren Häusern oder Zelten getötet worden, einige gemeinsam mit ihren Familien. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Vorwürfe des israelischen Militärs nicht unabhängig überprüfen; die Hamas und die Islamische Dschihad äußerten sich zunächst nicht.
Nach Angaben der IDF hätten mehrere der Genannten Führungspositionen in den bewaffneten Gruppen innegehabt, andere seien als Kämpfer eingesetzt worden. Mindestens zwei der zwölf Männer hätten an den Angriffen vom 7. Oktober 2023 auf Israel teilgenommen. Die Informationen beruhten teils auf offen zugänglichem Material, teils auf militärischen Geheimdiensterkenntnissen. Die IDF erklärten, die Betreffenden seien international oft nur als Sportler dargestellt worden, ohne dass ihre Verbindung zu terroristischen Organisationen erwähnt worden sei.
Während des gesamten Krieges haben die palästinensischen Fußballbehörden Israel beschuldigt, Fußballspieler getötet und die Sportinfrastruktur im Gazastreifen beschädigt zu haben. Israel hat stets betont, es greife militante Kämpfer und militärische Infrastruktur an, und wirft der Hamas und anderen bewaffneten Gruppen vor, in zivilen Gebieten zu operieren. Die Veröffentlichung der Liste stellt den jüngsten Versuch Israels dar, die eigene Zielauswahl gegen Vorwürfe der willkürlichen Tötung von Zivilisten zu verteidigen. Eine unabhängige Überprüfung der israelischen Angaben steht weiterhin aus.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Israelische Presse | +0.20 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
The Israeli military's accusation is framed as another attack on Palestinian civil society, aimed at criminalizing sports figures to stifle any form of resistance. The lack of evidence is emphasized, and Israel is portrayed as an occupier using pretexts to repress.
The identification of football figures as members of armed groups is presented as a necessary security measure against Hamas infiltration. The emphasis is on the terrorist threat and the legitimacy of preventive action.
The incident is reported with detachment, emphasizing the lack of independent verification. The credibility of both sides' accusations is questioned, treating the conflict as a distant polarization.
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