
Israelische Marine stoppt Gaza-Flottille vor Zypern – Dutzende Aktivisten festgesetzt
Rund 50 Schiffe mit 500 Aktivisten aus 40 Ländern wurden im Mittelmeer abgefangen. Italien fordert Aufklärung über festgenommene Staatsbürger.
Die israelische Marine hat am Montag eine aus 53 Booten bestehende Flottille gestoppt, die den Seeblockade um den Gazastreifen durchbrechen wollte. Etwa 80 Seemeilen westlich von Zypern, in internationalen Gewässern, bordeten Kommandoeinheiten der Shayetet 13 mehrere Schiffe der „Global Sumud Flotilla“ an und nahmen Dutzende Aktivisten fest. Nach Angaben der Organisation sind darunter mindestens sieben italienische Staatsbürger; die Zahl könnte auf 35 steigen, wie italienische Medien aus Teilnehmerkreisen erfuhren. Die Flottille war am 14. Mai vom türkischen Hafen Marmaris aus in See gestochen, nachdem ein erster Versuch Ende April bereits vor Kreta gescheitert war.
Aus Jerusalemer Sicht handelt es sich bei der Aktion um eine legitime Durchsetzung des „rechtmäßigen Seeblockade“, den das israelische Außenministerium als notwendig zur Abwehr von Waffenschmuggel verteidigt. In einer Stellungnahme warf das Ministerium den Organisatoren vor, eine „reine Provokation“ zu inszenieren, und verwies auf die Beteiligung der türkischen Organisation IHH, die Israel als „violent group“ einstuft. Die Aktivisten hingegen betonen, dass die Schiffe – wie die „Sadabad“ – keinerlei Waffen, sondern ausschließlich humanitäre Hilfsgüter geladen hätten. Die Live-Übertragung der Flottille zeigte, wie die Festgenommenen Schwimmwesten anlegen mussten, bevor die Übertragung abbrach. Nach israelischen Medienberichten werden die Gefangenen nach Aschdod gebracht, wo ihnen eine Einreiseverweigerung und Abschiebung droht.
In Rom hat Außenminister Antonio Tajani umgehend diplomatische Schritte eingeleitet. Die Farnesina forderte von Israel „Zusicherungen über die Behandlung der italienischen Aktivisten“. Die Aktion fällt in eine Zeit ohnehin angespannter Beziehungen zwischen der EU und Israel; sowohl aus Brüssel als auch aus Wien und Berlin wurden am Montag zurückhaltende, aber besorgte Töne laut. Die türkische Regierung, die die Flottille stillschweigend geduldet hatte, reagierte mit scharfer Kritik an der „völkerrechtswidrigen Intervention auf hoher See“. Beobachter in Ankara sehen in dem Einsatz einen weiteren Beleg für die zunehmende Eskalation im östlichen Mittelmeer.
Die Ereignisse vom Montag sind die schwerste Konfrontation seit der Mavi-Marmara-Affäre 2010, bei der neun türkische Aktivisten ums Leben kamen. Damals wie heute geht es um die völkerrechtliche Zulässigkeit des israelischen Seeblockade – eine Frage, die auch vor internationalen Gerichten verhandelt wird. Dass die Flottille am Abend den Kontakt zu mindestens einem Schiff verloren hat und die Aktivisten keinen Zugang zu Anwälten melden, dürfte die diplomatischen Verwerfungen weiter vertiefen. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob die EU ihre Mahnung zu einer Deeskalation mit konkreten Schritten untermauern kann oder ob der Vorfall, wie viele Kommentatoren befürchten, zu einer neuen Dauerbelastung der Nahost-Diplomatie gerinnt.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.10 | neutral |
| Israelische Presse | +0.10 | neutral |
Die israelische Marine hat die Gaza-Flottille in internationalen Gewässern vor Zypern abgefangen und Dutzende Aktivisten festgenommen, darunter mehrere Italiener. Der Einsatz wird als Verstoß gegen internationales Recht und als unverhältnismäßige Reaktion auf eine humanitäre Mission dargestellt. Die italienische Diplomatie forderte umgehend die Freilassung ihrer Staatsbürger und betonte die Notwendigkeit, ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Israel hat eine neue humanitäre Flottille mit Ziel Gaza vor der Küste Zyperns abgefangen und erklärt, es werde keine Verstöße gegen die Seeblockade zulassen, und beschuldigte einige Organisatoren, im Auftrag der Hamas zu handeln. Die Flottille wollte Hilfsgüter liefern und die Belagerung durchbrechen, doch israelische Kräfte gingen an Bord der Schiffe.
Sechs kanadische Staatsbürger wurden festgenommen, als israelische Kräfte eine Flottille abfingen, die versuchte, die Gaza-Blockade zu durchbrechen. Die Gruppe war aus der Türkei aufgebrochen und führte humanitäre Hilfsgüter mit. Die Festnahmen warfen Fragen zur Sicherheit ausländischer Staatsangehöriger auf, die an der Mission beteiligt waren.
Israelische Marinekräfte begannen, Schiffe einer von der Türkei organisierten Gaza-Flottille zu entern und fingen fast die Hälfte der Boote ab. Trotz des Einsatzes gelang es einigen kleinen Booten, durchzuschlüpfen, und die Organisatoren beanspruchten einen symbolischen Sieg gegen eine ihrer Ansicht nach illegale Belagerung. Israel bekräftigte, die Seeblockade durchzusetzen.
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