
Netanjahu verkündet kurz bevorstehende Tötung aller Drahtzieher des 7. Oktober
Benjamin Netanjahu hat die Tötung des Hamas-Kommandeurs Ezzedine al-Haddad bekanntgegeben und erklärt, Israel stehe kurz vor der vollständigen Eliminierung aller Verantwortlichen des Überfalls.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Sonntag erklärt, die Armee stehe kurz davor, alle Drahtzieher des Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023 zu töten. Der Schritt folgt der Tötung von Ezzedine al-Haddad, dem Kommandeur des bewaffneten Arms der Hamas, bei einem israelischen Luftangriff in Gaza am vergangenen Freitag. Netanjahu erinnerte an sein Versprechen, „jeden einzelnen Architekten des Massakers und der Geiselnahme“ zu eliminieren, und nannte al-Haddad einen „abscheulichen Terroristen“. Der Angriff vom Oktober hatte nach offiziellen israelischen Angaben 1.221 Menschen das Leben gekostet.
Parallel zu den Erfolgen im Gazastreifen wächst in Israel die Sorge vor einer neuen Gefahr aus dem Norden. Netanjahu räumte ein, dass die Armee bereits seit sechs Jahren gegen die Bedrohung durch Drohnen kämpfe. Auf seine Anweisung hin seien unter anderem „Kanonendächer“ auf Panzern installiert worden. Zudem habe das Verteidigungsministerium ein Team mit unbegrenztem Budget gebildet, um der wachsenden Bedrohung durch die mit der Hisbollah verbundenen FPV-Drohnen zu begegnen. Die Aussagen des Regierungschefs widersprechen einem Medienbericht, wonach die israelische Armee derzeit nicht in der Lage sei, die Drohnen der Hisbollah zu neutralisieren.
Aus Washingtoner Sicht bleibt die Entwicklung in Gaza ein Gradmesser für die Stabilität des Nahen Ostens. Beobachter in Neu-Delhi und Peking verfolgen die Fortschritte ebenfalls genau, wenngleich die Berichterstattung in Indien und China die israelischen Angaben weitgehend unkommentiert übernimmt. Der Fokus liegt dort eher auf den diplomatischen Folgen: Indien pflegt enge Beziehungen zu Israel, während China sich in der Region um eine Vermittlerrolle bemüht. Die Tötung al-Haddads wird in beiden Hauptstädten als militärischer Erfolg Israels gewertet, ohne dass die humanitäre Lage in Gaza in den Vordergrund rückt.
Für Deutschland, Österreich und die Schweiz stellt sich die Frage nach den Konsequenzen eines möglichen Sieges gegen die Hamas-Führung. Netanjahus Ankündigung, die „Mission“ stehe kurz vor dem Abschluss, lässt offen, wie es nach der Tötung aller Drahtzieher weitergeht. Noch immer befinden sich Geiseln in der Gewalt der Hamas, und die Hisbollah im Libanon hat ihre Angriffe auf den Norden Israels verstärkt. Ein rascher Abzug der israelischen Truppen aus Gaza scheint unwahrscheinlich, solange die Sicherheitslage instabil bleibt.
Die europäischen Regierungen werden sich daher auf eine verlängerte Phase militärischer Spannungen einstellen müssen. Die Gefahr einer regionalen Eskalation, die auch die Energiepreise und Migrationsströme beeinflussen könnte, bleibt hoch. Netanjahus Erfolgsmeldungen mögen innenpolitisch nützlich sein, strategisch aber ist das Ende des Konflikts nicht in Sicht. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Tötung der Anführer tatsächlich die Schlagkraft der Hamas bricht oder ob die Organisation neue Strukturen hervorbringt.
| Israelische Presse | +1.00 | aligned |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Die israelische Operation eliminierte den militärischen Führer der Hamas, der als Architekt des Angriffs vom 7. Oktober gilt. Die Verteidigungskräfte bestätigen den Erfolg des Angriffs und betonen seine Rolle bei der Geiselhaft. Dies ist ein bedeutender operativer Erfolg für die nationale Sicherheit.
Der israelische Angriff tötete den militärischen Führer der Hamas, verursachte aber auch zivile Opfer, darunter Frauen und Kinder, nach palästinensischen Quellen. Die bereits fragwürdige Waffenruhe scheint nun noch stärker gefährdet. Mehrere europäische Medien berichten mit Vorsicht und betonen die humanitären Folgen.
Israel zielte auf den militärischen Führer der Hamas, tötete dabei auch sieben Palästinenser, darunter ein Kind. Die israelischen Behörden betonen seine Rolle beim Angriff vom 7. Oktober und bei der Geiselhaft. Die atlantische Presse berichtet sachlich und nennt sowohl die israelische Rechtfertigung als auch die zivilen Opfer.
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