
Jordanische Luftabwehr fängt iranische Raketen und Drohnen ab
Am Mittwoch wurden vier von sechs aus Iran abgefeuerten Raketen sowie vier Drohnen zerstört; zwei Raketen schlugen in unbewohntem Gebiet ein, Opfer gab es nicht.
Die jordanischen Streitkräfte haben am Mittwoch nach eigenen Angaben vier aus Iran abgefeuerte Raketen abgefangen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf eine Erklärung des Generalstabs der Arabischen Armee meldete, drangen insgesamt sechs Raketen in den jordanischen Luftraum ein. Die Luftabwehr habe vier davon zerstört, die beiden übrigen seien in abgelegenen, unbewohnten Gebieten niedergegangen. Später am selben Tag gab das Militär bekannt, dass Kampfflugzeuge der königlichen Luftwaffe zudem vier iranische Drohnen abgeschossen hätten. Bei beiden Vorfällen seien weder Personenschäden noch Sachschäden entstanden.
Die nicht abgefangenen Raketen schlugen in zwei entlegenen Zonen ein. Einheiten des königlichen Pionierkorps rückten zu den Einschlagstellen und den Trümmerfeldern der Abfangaktionen aus, um die Gebiete zu sichern und die Überreste gemäß den geltenden Verfahren zu beseitigen, wie das Militär weiter mitteilte. Der jordanische Luftraum unterliege einer ständigen operativen Überwachung; jede Luftbedrohung werde nach den Einsatzregeln bekämpft, um die Souveränität des Königreichs und die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten.
Die Vorfälle reihen sich in eine Serie iranischer Angriffe ein. In den vergangenen Tagen hatte die jordanische Armee bereits mehrfach die Abwehr ballistischer Raketen und Drohnen aus Iran vermeldet – nach Armeeangaben in nahezu täglichem Rhythmus. Die iranischen Revolutionsgarden reklamierten dabei wiederholt Angriffe auf jordanische Militärstützpunkte für sich, namentlich auf die Luftwaffenbasis „Al-Shahid Muwaffaq al-Salti“ in Azraq und die Basis „Prinz Hassan“ in Safawi, rund 140 Kilometer nordöstlich von Amman, sowie auf den Flughafen von Aqaba. Am vergangenen Freitag waren bei iranischen Angriffen auf Jordanien nach Angaben des US-Militärs zwei amerikanische Soldaten getötet worden, ein weiterer galt als vermisst. Das jordanische Außenministerium bestellte daraufhin am Sonntag den iranischen Geschäftsträger ein und protestierte gegen die „anhaltenden iranischen Übergriffe“.
Aus russischen Medienberichten geht hervor, dass Jordanien bereits mehrfach Ziel solcher Attacken war, die sich nach iranischer Darstellung gegen amerikanische Militäreinrichtungen im Land oder als Vergeltungsschläge gegen Israel richten. Im April 2024 fingen jordanische Kampfflugzeuge gemeinsam mit US-amerikanischen und britischen Kräften mehr als 80 iranische Drohnen während eines Großangriffs auf Israel ab. Jordanien hat laut dem Bericht von Kommersant erklärt, es werde eine Nutzung seines Luftraums für Angriffe auf Iran nicht zulassen, und sich an Bemühungen zur Deeskalation zwischen Iran und Israel beteiligt. Die jordanische Führung hält nach eigenen Angaben an der ständigen Einsatzbereitschaft fest; weitere Schritte wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
| Arabische Golfpresse | +0.70 | aligned |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.20 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | −0.30 | critical |
Iran’s missile and drone attacks against Jordan are reckless and threaten regional stability. Jordan’s military acted decisively to protect its sovereignty and the safety of its people. The international community must condemn Iran’s aggression and support Jordan’s right to self-defense.
The US escalation against Iran continues, with Jordan being dragged into the conflict as a proxy. Iran’s actions are a legitimate response to US threats and Israeli provocations. The interception by Jordan is unfortunate but predictable given the regional tensions fueled by Washington.
The Jordanian interception of Iranian missiles is another episode in the US-led campaign against Iran. Russia calls for restraint and de-escalation from all sides. The underlying cause is Washington’s refusal to engage in meaningful diplomacy.
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