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Gesellschaft & KulturMontag, 1. Juni 2026

Klopfzeichen und neue Schächte: Rettungskräfte in Laos vernehmen mögliche Lebenszeichen aus überfluteter Höhle

Zwei Wochen nach dem Einsturz suchen internationale Teams weiter nach zwei Vermissten. Ein neu entdeckter Schacht könnte die Rettung beschleunigen – doch Monsunregen und Trübwasser erschweren die Mission.

In der Höhlenrettung in Laos hat sich eine neue, wenn auch vorsichtig zu bewertende Hoffnung aufgetan: Rettungstaucher vernahmen am Wochenende wiederholt Klopfgeräusche aus dem Innern des überfluteten Höhlensystems, in dem seit dem 19. Mai noch zwei Goldgräber vermisst werden. Ein thailändischer Spezialist, Kengkard Bongkawong, bestätigte gegenüber CNN, dass seine Mannschaft auf Signale reagierende Klopfzeichen registriert habe – ein möglicher Hinweis auf Lebenszeichen, der aber weiterer Untersuchung bedürfe. Gleichzeitig wurde ein bislang unbekannter vertikaler Schacht entdeckt, über den die Helfer einen sichereren Zugang zu einer tieferen Kammer erhoffen, in der die beiden Männer vermutet werden. Die Entdeckung lenkt den Blick erneut auf die prekäre Lage in der Provinz Xaisomboun, wo unablässiger Regen den Einsatz erschwert.

Die Gruppe von sieben Einheimischen war Mitte Mai in das verzweigte Höhlensystem eingedrungen, um Gold zu suchen – eine in der informellen Wirtschaft von Laos verbreitete Tätigkeit. Plötzliche Starkregenfälle lösten eine Sturzflut aus, die den einzigen Eingang blockierte. Fünf der Männer konnten in der vergangenen Woche gerettet werden: Einer wurde von Tauchern in einer dramatischen Aktion befreit, vier weitere krochen eigenständig ins Freie, nachdem die Helfer genügend Wasser abgepumpt hatten. Ein CNN-Reporter, der die Szene beobachtete, sprach von einem „Wunder“ angesichts der Entbehrungen und der Dunkelheit, in der die Überlebenden elf Tage ausharrten. Die beiden noch Vermissten befinden sich vermutlich in einem weiter entfernten, nur kriechend erreichbaren Teil des Systems.

Die multinationale Rettungsmannschaft, angeführt von dem Finnen Mikko Paasi und unterstützt von mehr als 100 Freiwilligen, kämpft gegen widrigste Bedingungen. Paasi beschrieb das Risiko als extrem: „Das Problem ist, zu ihnen zu gelangen. Wir müssen die Kammer leerpumpen und auf dem Bauch hineinrobben, denn Tauchen in dieser trüben, engen Umgebung ist viel zu gefährlich.“ Der Australier Josh Richards, ein ehemaliger Soldat und Höhlentaucher mit Erfahrungen aus südaustralischen Karstsystemen, stieß kürzlich zum Team und bringt seine Kenntnis instabiler Formationen ein. Aus regionaler Perspektive ist der Einsatz eine Bewährungsprobe für die südostasiatische Kooperation, die an die weltweit beachtete Rettung von zwölf Jugendlichen aus der Tham-Luang-Höhle in Thailand 2018 erinnert – auch damals spielten internationale Spezialisten und ein vertikaler Zugang eine Schlüsselrolle.

Die menschliche Seite der Tragödie offenbarten die Worte eines der Geretteten, der seine schlichte Motivation schilderte: „Wir sind Dorfbewohner, wir gehen in die Berge, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir hörten von Gold, also gingen wir hinein.“ Die Suche nach den beiden Verbliebenen wird nun zu einem Wettlauf gegen den Monsun, dessen Niederschläge ständig neue Wassermassen und Schlammlawinen in die Höhle spülen können. Während die Klopfzeichen und der neue Schacht einen Funken Zuversicht bieten, mahnen Experten zur Vorsicht – die Signale könnten auch von herabstürzendem Gestein stammen. Dennoch konzentrieren die Helfer alle Kräfte auf die schmale Chance, dass die zwei Männer in einer Lufteinschlussblase überlebt haben.

Divergenz — wer erzählt sie wie
15%Niedrig
2 Blöcke · Positionen von 0.00 bis +0.30
KritischWohlwollend
ATLLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.30aligned
Lateinamerikanische Presse0.00neutral
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.30

Internationale Retter liefern sich einen Wettlauf mit der Zeit, um zwei Goldschürfer aus einem überfluteten Höhlensystem in Laos zu befreien, nachdem fünf andere gerettet werden konnten. Ein australischer Taucher mit einer Vergangenheit als Soldat und Comedian ist das Gesicht des Einsatzes, bei dem Klopfgeräusche gehört wurden, die auf Überlebende hindeuten könnten. Enge Spalten und trübes Wasser machen jeden Zentimeter zum Risiko.

DringlichkeitPragmatismus
Lateinamerikanische Presse0.00

Retter aus mehreren Ländern suchen weiter nach zwei handwerklichen Bergleuten, die seit zwei Wochen in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossen sind, während die Hoffnung auf leisen Klopfgeräuschen ruht, deren Ursprung nicht bestätigt werden kann. Die bereits befreiten Überlebenden schildern eine aus der Armut geborene Tätigkeit: 'Wir gehen in die Höhle, um Gold zu suchen, weil wir sonst nichts verdienen können.' Die Einsatzkräfte bewegen sich in instabilen Gängen, die jeden Moment einstürzen könnten.

SkepsisPragmatismus
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Messerangriffe in Rotterdam: Polizei nimmt 26-Jährigen fest·US-Senat verabschiedet Übergangshaushalt zur Abwendung eines Government Shutdowns·Sam Altman: KI macht Arbeit intensiver statt kürzer, Unternehmen sparen Milliarden·Washington wirft Peking Destabilisierung durch Naturschutzgebiet am Scarborough-Riff vor·Mord an Dr. Victoria Mutiso: Polizisten soll Auftragsmord in Millionenhöhe versprochen worden sein·Algeriens Fußballerinnen qualifizieren sich erstmals für WM und Afrika-Cup-Halbfinale mit 2:1 gegen die Elfenbeinküste·Der Vater, der nachts auf den Server wartet: Die UNAM und ihre Prüfungskrise·Irans Justiz lädt Kleriker Kharazi nach umstrittenen Äußerungen vor Sondergericht·Messerangriffe in Rotterdam: Polizei nimmt 26-Jährigen fest·US-Senat verabschiedet Übergangshaushalt zur Abwendung eines Government Shutdowns·Sam Altman: KI macht Arbeit intensiver statt kürzer, Unternehmen sparen Milliarden·Washington wirft Peking Destabilisierung durch Naturschutzgebiet am Scarborough-Riff vor·Mord an Dr. Victoria Mutiso: Polizisten soll Auftragsmord in Millionenhöhe versprochen worden sein·Algeriens Fußballerinnen qualifizieren sich erstmals für WM und Afrika-Cup-Halbfinale mit 2:1 gegen die Elfenbeinküste·Der Vater, der nachts auf den Server wartet: Die UNAM und ihre Prüfungskrise·Irans Justiz lädt Kleriker Kharazi nach umstrittenen Äußerungen vor Sondergericht·
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Montag, 1. Juni 2026

Klopfzeichen und neue Schächte: Rettungskräfte in Laos vernehmen mögliche Lebenszeichen aus überfluteter Höhle

Zwei Wochen nach dem Einsturz suchen internationale Teams weiter nach zwei Vermissten. Ein neu entdeckter Schacht könnte die Rettung beschleunigen – doch Monsunregen und Trübwasser erschweren die Mission.

In der Höhlenrettung in Laos hat sich eine neue, wenn auch vorsichtig zu bewertende Hoffnung aufgetan: Rettungstaucher vernahmen am Wochenende wiederholt Klopfgeräusche aus dem Innern des überfluteten Höhlensystems, in dem seit dem 19. Mai noch zwei Goldgräber vermisst werden. Ein thailändischer Spezialist, Kengkard Bongkawong, bestätigte gegenüber CNN, dass seine Mannschaft auf Signale reagierende Klopfzeichen registriert habe – ein möglicher Hinweis auf Lebenszeichen, der aber weiterer Untersuchung bedürfe. Gleichzeitig wurde ein bislang unbekannter vertikaler Schacht entdeckt, über den die Helfer einen sichereren Zugang zu einer tieferen Kammer erhoffen, in der die beiden Männer vermutet werden. Die Entdeckung lenkt den Blick erneut auf die prekäre Lage in der Provinz Xaisomboun, wo unablässiger Regen den Einsatz erschwert.

Die Gruppe von sieben Einheimischen war Mitte Mai in das verzweigte Höhlensystem eingedrungen, um Gold zu suchen – eine in der informellen Wirtschaft von Laos verbreitete Tätigkeit. Plötzliche Starkregenfälle lösten eine Sturzflut aus, die den einzigen Eingang blockierte. Fünf der Männer konnten in der vergangenen Woche gerettet werden: Einer wurde von Tauchern in einer dramatischen Aktion befreit, vier weitere krochen eigenständig ins Freie, nachdem die Helfer genügend Wasser abgepumpt hatten. Ein CNN-Reporter, der die Szene beobachtete, sprach von einem „Wunder“ angesichts der Entbehrungen und der Dunkelheit, in der die Überlebenden elf Tage ausharrten. Die beiden noch Vermissten befinden sich vermutlich in einem weiter entfernten, nur kriechend erreichbaren Teil des Systems.

Die multinationale Rettungsmannschaft, angeführt von dem Finnen Mikko Paasi und unterstützt von mehr als 100 Freiwilligen, kämpft gegen widrigste Bedingungen. Paasi beschrieb das Risiko als extrem: „Das Problem ist, zu ihnen zu gelangen. Wir müssen die Kammer leerpumpen und auf dem Bauch hineinrobben, denn Tauchen in dieser trüben, engen Umgebung ist viel zu gefährlich.“ Der Australier Josh Richards, ein ehemaliger Soldat und Höhlentaucher mit Erfahrungen aus südaustralischen Karstsystemen, stieß kürzlich zum Team und bringt seine Kenntnis instabiler Formationen ein. Aus regionaler Perspektive ist der Einsatz eine Bewährungsprobe für die südostasiatische Kooperation, die an die weltweit beachtete Rettung von zwölf Jugendlichen aus der Tham-Luang-Höhle in Thailand 2018 erinnert – auch damals spielten internationale Spezialisten und ein vertikaler Zugang eine Schlüsselrolle.

Die menschliche Seite der Tragödie offenbarten die Worte eines der Geretteten, der seine schlichte Motivation schilderte: „Wir sind Dorfbewohner, wir gehen in die Berge, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir hörten von Gold, also gingen wir hinein.“ Die Suche nach den beiden Verbliebenen wird nun zu einem Wettlauf gegen den Monsun, dessen Niederschläge ständig neue Wassermassen und Schlammlawinen in die Höhle spülen können. Während die Klopfzeichen und der neue Schacht einen Funken Zuversicht bieten, mahnen Experten zur Vorsicht – die Signale könnten auch von herabstürzendem Gestein stammen. Dennoch konzentrieren die Helfer alle Kräfte auf die schmale Chance, dass die zwei Männer in einer Lufteinschlussblase überlebt haben.

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Internationale Retter liefern sich einen Wettlauf mit der Zeit, um zwei Goldschürfer aus einem überfluteten Höhlensystem in Laos zu befreien, nachdem fünf andere gerettet werden konnten. Ein australischer Taucher mit einer Vergangenheit als Soldat und Comedian ist das Gesicht des Einsatzes, bei dem Klopfgeräusche gehört wurden, die auf Überlebende hindeuten könnten. Enge Spalten und trübes Wasser machen jeden Zentimeter zum Risiko.

DringlichkeitPragmatismus
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Retter aus mehreren Ländern suchen weiter nach zwei handwerklichen Bergleuten, die seit zwei Wochen in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossen sind, während die Hoffnung auf leisen Klopfgeräuschen ruht, deren Ursprung nicht bestätigt werden kann. Die bereits befreiten Überlebenden schildern eine aus der Armut geborene Tätigkeit: 'Wir gehen in die Höhle, um Gold zu suchen, weil wir sonst nichts verdienen können.' Die Einsatzkräfte bewegen sich in instabilen Gängen, die jeden Moment einstürzen könnten.

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