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Wirtschaft & MärkteMittwoch, 22. April 2026

Marokkos legale Cannabisindustrie verzeichnet starkes Wachstum und setzt auf Nachhaltigkeit

Marokkos legale Cannabisindustrie hat im Jahr 2025 einen deutlichen Aufschwung genommen. Die Produktion von getrocknetem Cannabis stieg auf 19.576 Quintals, und die Regulierungsbehörde ANRAC erteilte über 5.700 Betriebsgenehmigungen. Diese Zahlen, die der Generaldirektor der Behörde, Mohamed El Guerrouj, bekanntgab, markieren einen qualitativen Sprung für den Sektor, der über 5.300 Landwirte und mehr als 3.100 Hektar Anbaufläche umfasst. Aus marokkanischer Sicht festigt diese Entwicklung den strategischen Kurs der Legalisierung und Regulierung eines traditionell im Schatten operierenden Wirtschaftszweigs.

Die Expansion ist jedoch nicht nur quantitativ. Parallel dazu veröffentlichten marokkanische Universitäten eine bahnbrechende Studie, die erstmals den ökologischen und sozialen Fußabdruck der Cannabisöl-Produktion kartiert. Die Forschung, die im Journal 'Pollutants' erschien, vergleicht drei Produktionsmodelle und kommt zu dem Ergebnis, dass kooperative Extraktionsverfahren sowohl handwerklichen als auch industriellen Methoden in fast allen Umweltkategorien überlegen sind. Diese wissenschaftliche Fundierung unterstreicht Marokkos Bestreben, den Sektor von Anfang an nachhaltig und sozial verantwortlich aufzustellen – ein Aspekt, der für die internationale Vermarktung zunehmend entscheidend wird.

Aus europäischer, insbesondere deutschsprachiger Perspektive, sind diese Entwicklungen hochrelevant. Marokko positioniert sich als potenter und nun zertifizierter Lieferant für den wachsenden europäischen Markt für medizinisches Cannabis und verwandte Produkte. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo die Nachfrage nach legalen, qualitativ hochwertigen und nachhaltig produzierten Cannabinoiden steigt, bietet der marokkanische Markt eine alternative Bezugsquelle. Die strengen Kontrollen der ANRAC – über 7.500 im vergangenen Jahr – und der Fokus auf Umweltstandards könnten Vertrauen bei Importeuren und Regulierungsbehörden in der DACH-Region schaffen.

Vorwärtsgewandt analysiert, steht der marokkanische Sektor an einem Wendepunkt. Die erfolgreiche Integration Tausender traditioneller Bauern in den legalen Markt und der Aufbau einer vollständigen Wertschöpfungskette mit 273 Genehmigungen für Verarbeitung und Export sind beachtlich. Die Herausforderung wird nun darin bestehen, die Produktionssteigerung mit der wissenschaftlich empfohlenen nachhaltigen Praxis in Einklang zu bringen und sich auf einem globalen Markt zu behaupten, der zunehmend auf Transparenz und Ökobilanz achtet. Sollte dies gelingen, könnte Marokko nicht nur ein wichtiger Produzent, sondern auch ein Vorreiter für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Nutzpflanze werden.

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Mittwoch, 22. April 2026

Marokkos legale Cannabisindustrie verzeichnet starkes Wachstum und setzt auf Nachhaltigkeit

Marokkos legale Cannabisindustrie hat im Jahr 2025 einen deutlichen Aufschwung genommen. Die Produktion von getrocknetem Cannabis stieg auf 19.576 Quintals, und die Regulierungsbehörde ANRAC erteilte über 5.700 Betriebsgenehmigungen. Diese Zahlen, die der Generaldirektor der Behörde, Mohamed El Guerrouj, bekanntgab, markieren einen qualitativen Sprung für den Sektor, der über 5.300 Landwirte und mehr als 3.100 Hektar Anbaufläche umfasst. Aus marokkanischer Sicht festigt diese Entwicklung den strategischen Kurs der Legalisierung und Regulierung eines traditionell im Schatten operierenden Wirtschaftszweigs.

Die Expansion ist jedoch nicht nur quantitativ. Parallel dazu veröffentlichten marokkanische Universitäten eine bahnbrechende Studie, die erstmals den ökologischen und sozialen Fußabdruck der Cannabisöl-Produktion kartiert. Die Forschung, die im Journal 'Pollutants' erschien, vergleicht drei Produktionsmodelle und kommt zu dem Ergebnis, dass kooperative Extraktionsverfahren sowohl handwerklichen als auch industriellen Methoden in fast allen Umweltkategorien überlegen sind. Diese wissenschaftliche Fundierung unterstreicht Marokkos Bestreben, den Sektor von Anfang an nachhaltig und sozial verantwortlich aufzustellen – ein Aspekt, der für die internationale Vermarktung zunehmend entscheidend wird.

Aus europäischer, insbesondere deutschsprachiger Perspektive, sind diese Entwicklungen hochrelevant. Marokko positioniert sich als potenter und nun zertifizierter Lieferant für den wachsenden europäischen Markt für medizinisches Cannabis und verwandte Produkte. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo die Nachfrage nach legalen, qualitativ hochwertigen und nachhaltig produzierten Cannabinoiden steigt, bietet der marokkanische Markt eine alternative Bezugsquelle. Die strengen Kontrollen der ANRAC – über 7.500 im vergangenen Jahr – und der Fokus auf Umweltstandards könnten Vertrauen bei Importeuren und Regulierungsbehörden in der DACH-Region schaffen.

Vorwärtsgewandt analysiert, steht der marokkanische Sektor an einem Wendepunkt. Die erfolgreiche Integration Tausender traditioneller Bauern in den legalen Markt und der Aufbau einer vollständigen Wertschöpfungskette mit 273 Genehmigungen für Verarbeitung und Export sind beachtlich. Die Herausforderung wird nun darin bestehen, die Produktionssteigerung mit der wissenschaftlich empfohlenen nachhaltigen Praxis in Einklang zu bringen und sich auf einem globalen Markt zu behaupten, der zunehmend auf Transparenz und Ökobilanz achtet. Sollte dies gelingen, könnte Marokko nicht nur ein wichtiger Produzent, sondern auch ein Vorreiter für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Nutzpflanze werden.

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