
Mexiko staffelt Mobilfunk-Registrierung bis Ende 2025
Nur 43 Prozent der 144 Millionen Anschlüsse sind erfasst; die Regulierungsbehörde verlängert die Frist nach letzter Ziffer der Rufnummer, um Anonymität bei Prepaid-Karten zu beenden.
Die mexikanische Regulierungsbehörde für Telekommunikation (CRT) hat die verpflichtende Registrierung von Mobilfunkanschlüssen mit sofortiger Wirkung gestaffelt bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Nach Angaben der Behörde waren bis zum Stichtag 30. Juni lediglich 63 Millionen der landesweit 144,5 Millionen aktiven SIM-Karten mit der persönlichen Steueridentifikationsnummer (CURP) verknüpft. Die neuen Fristen richten sich nach der letzten Ziffer der Rufnummer: Anschlüsse mit Endziffer 0 müssen bis 15. August erfasst sein, jene mit der 9 erhalten Zeit bis zum Jahresende. Wer die Frist versäumt, dem droht 72 Stunden nach Ablauf die Sperrung für Anrufe, SMS und mobile Daten – mit Ausnahme von Notrufen und behördlichen Benachrichtigungen.
Aus Sicht der Regierung von Präsidentin Claudia Sheinbaum dient die Maßnahme allein der Kriminalitätsbekämpfung. Die CRT erklärte, das Ziel sei, "die Anonymität zu beseitigen, die es Kriminellen erlaubt hat, Straftaten wie Betrug und Erpressung zu begehen". Sheinbaum wies in einer Pressekonferenz Vorwürfe zurück, der Staat wolle die Bevölkerung ausspionieren, und verwies darauf, dass die Daten bei den Mobilfunkbetreibern verblieben. Der oppositionelle Senator Mario Vázquez von der konservativen Partei PAN forderte hingegen eine pauschale Verlängerung um 180 Tage, um Unstimmigkeiten zu beheben. Bürgerrechtsorganisationen und Nutzer äußern Misstrauen: In einem Land mit wiederholten Datenlecks – zuletzt bei Sozialprogrammen – fehle es an Garantien für die Speicherung und den Zugriff auf die sensiblen Informationen. Zudem berichten Medien von einem Schwarzmarkt für bereits registrierte SIM-Karten.
Die mexikanische Entwicklung reiht sich in einen globalen Trend strengerer Identitätsprüfungen im Mobilfunk ein. Nach Darstellung der CRT verlangen 166 Staaten eine Form der Verifikation. In Indonesien tritt am 1. Juli 2026 eine Regelung in Kraft, die für neue SIM-Karten zusätzlich zur nationalen ID eine biometrische Gesichtserkennung vorschreibt. Die spanische Regierung wiederum verpflichtet Betreiber per Dekret, bei Stromausfällen eine mindestens vierstündige Mobilfunkversorgung für 75 Prozent der Bevölkerung zu gewährleisten – eine Reaktion auf den flächendeckenden Netzausfall im April 2025. Beide Vorstöße unterstreichen, dass Staaten die Resilienz und Nachvollziehbarkeit digitaler Kommunikation zunehmend als hoheitliche Aufgabe definieren.
Für Mexiko bleibt der operative Druck hoch. 82 Millionen Anschlüsse sind noch ohne Zuordnung. Die Behörde räumt ein, dass gesperrte Nutzer auf WLAN ausweichen könnten, was die drahtlose Infrastruktur belasten würde. Die Mobilfunkbetreiber – angeführt von Telcel mit 58 Prozent Marktanteil – sind für die datenschutzkonforme Abwicklung verantwortlich, während Sicherheitsbehörden nur bei konkreten Ermittlungen und auf richterliche Anordnung Zugriff erhalten sollen. Die gestaffelte Frist gilt als Kompromiss, um einen abrupten Kollaps zu vermeiden; die nächste Zäsur ist der 15. August, an dem die ersten Anschlüsse ohne Registrierung abgeschaltet werden können.
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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| Südostasiatische Presse | −0.20 | neutral |
The Mexican government streamlines mobile number registration by tying it to the last digit to avoid chaos.
The measure is framed as a neutral technical solution, without political or social implications, thereby normalizing state intervention.
It does not mention possible inconvenience for users or comparison with other countries that have adopted similar systems.
Indonesia views Mexico's new policy with skepticism, recalling that mandatory biometric registration can create privacy issues.
Comparison with its own national experience serves to question the measure's effectiveness without stating it explicitly.
It does not mention that Mexico already has a previous registration system and that the new measure is only an extension, not a new introduction.
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