
Milliardendeal und diskretes Dinner: Paramounts Werben um Warner Bros. und die Folgen
Die Aktionäre von Warner Bros. Discovery haben mit überwältigender Mehrheit für den Verkauf des Unternehmens an Paramount Skydance gestimmt – ein Votum, das die lange erwartete Konsolidierung der amerikanischen Medienlandschaft in die entscheidende Phase treten lässt. Mit einem Transaktionswert von rund 81 Milliarden Dollar entstünde ein Unterhaltungsgigant, der ikonische Studios, unzählige Film- und Fernsehrechte sowie Streamingdienste unter einem Dach bündelte.
Nahezu zeitgleich wurde jedoch ein anderer Vorgang publik, der die politische Dimension dieses Zusammenschlusses schlaglichtartig beleuchtet: Führungskräfte von Paramount luden Präsident Donald Trump und hochrangige Vertreter des Justizministeriums zu einem privaten Dinner nach Washington, während die fusionsrechtliche Prüfung des Deals ansteht. Aus Washingtoner Sicht nährt ein solches Treffen am Vorabend einer kartellrechtlichen Entscheidung unweigerlich den Verdacht einer politischen Einflussnahme, auch wenn die Beteiligten von einem reinen Gedankenaustausch sprechen.
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