
Minnesota Timberwolves erkaufen sich Serienführung mit schweren Verletzungen – auch die NHL liefert Drama
Die Minnesota Timberwolves haben sich mit einem 112:96-Erfolg gegen die Denver Nuggets eine 3:1-Führung in der ersten Playoff-Runde der NBA gesichert, doch der Sieg kam zu einem hohen Preis. Gleich zwei Schlüsselspieler fielen aus: Donte DiVincenzo zog sich einen Riss der rechten Achillessehne zu, wie ESPN berichtete, und Anthony Edwards musste das Spiel aufgrund einer linken Knieverletzung vorzeitig beenden. Aus Minneapolis’ Sicht wiegt der Ausfall Edwards besonders schwer: Der Star-Guard, der zuvor schon mit einem „Runner’s Knee“ im anderen Bein zu kämpfen hatte, erlitt laut übereinstimmenden Berichten eine Knochenprellung und Überdehnung im linken Knie, die ihn voraussichtlich mehrere Wochen außer Gefecht setzen wird.
Dass Bänder keine Schäden davontrugen, ist ein kleiner Trost. In dieser misslichen Lage zeigte Ayo Dosunmu eine herausragende Leistung: Seine 43 Punkte als Einwechselspieler sind die höchste Ausbeute eines Reservisten in den Playoffs seit einem halben Jahrhundert. Beobachter in Denver wiederum blicken verärgert auf das hitzige Ende der Partie, als Nikola Jokic und Julius Randle nach einer unnötigen Korbleger-Aktion von Jaden McDaniels des Feldes verwiesen wurden – ein Ausbruch, der die Serie zusätzlich anheizt.
Während sich die Timberwolves nun ohne ihre beiden Guards gegen die Nuggets behaupten müssen, zeigt die Eishockey-Liga NHL eigene Dramatik. In Anaheim mussten die Edmonton Oilers eine herbe 4:7-Niederlage gegen die Ducks hinnehmen und liegen in der Serie 1:2 zurück. Aus edmontonischer Perspektive ist die Defensive das Hauptproblem: 16 Gegentore in drei Spielen sind für ein Team, das in den letzten beiden Jahren im Stanley-Cup-Finale stand, alarmierend.
Trainer Kris Knoblauch forderte mehr „Einfachheit und Härte“ im eigenen Drittel. Gleichzeitig sorgte eine Szene im Duell zwischen den Minnesota Wild und den Dallas Stars für Schrecken: Der Verteidiger Nils Lundkvist erlitt einen tiefen Schnitt im Gesicht, als der Schläger von Michael McCarron unkontrolliert hochschnellte. Lundkvist kehrte nicht zurück, das Spiel endete mit einem Wild-Sieg in der Verlängerung.
Die Vorfälle in Minneapolis und Anaheim werfen ein Schlaglicht auf die fragile Balance zwischen Erfolg und Verletzungsrisiko in den Playoffs. Für die Timberwolves wird es nun darauf ankommen, ob die junge Mannschaft um Dosunmu den Rückschlag mental verkraften kann – und wie lange Edwards ausfällt. Im Westen der NHL wiederum zeigt sich, dass selbst erfahrene Teams wie die Oilers anfällig bleiben, wenn die defensive Grundordnung nicht stimmt.
Die kommenden Tage könnten über den weiteren Verlauf beider Ligen entscheiden.
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