
Waldbrand in Südfrankreich legt Munitionslager aus dem Zweiten Weltkrieg frei
Mehr als 400 Granaten und Kampfmittel wurden im Ort Le Porge entdeckt, nachdem ein Großfeuer über hundert Detonationen ausgelöst hatte.
Ein verheerender Waldbrand im Südwesten Frankreichs hat in der Gemeinde Le Porge ein bislang unbekanntes Munitionslager aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Während der Flammen hörten Anwohner immer wieder Explosionen, die zunächst für explodierende Gasflaschen gehalten wurden. Wie Bürgermeister Martial Zaninetti gegenüber France Info erklärte, seien in der zweiten Brandnacht mehr als hundert Detonationen zu vernehmen gewesen – er sprach von „Kriegsgeräuschen“. Das Feuer zerstörte in dem Ort über 180 Häuser; in der gesamten Region Gironde waren rund 140.000 Menschen evakuiert worden.
Nach Angaben der Präfektur der Region Nouvelle-Aquitaine und der Gironde bargen Sprengstoffexperten mehr als 400 Granaten und Munitionsteile, darunter deutsche und französische Geschosse – vor allem Mörsergranaten sowie einige Panzerabwehrgranaten. Der Leiter des Sprengstoffkommandos von Bordeaux, Kommandant Philippe, erklärte, eine solche Konzentration von Kampfmitteln auf kleinem Raum habe er noch nie erlebt. Die Munition sei vermutlich nach Kriegsende einfach zurückgelassen worden, hieß es von Feuerwehrkommandant Thomas Mimiague.
Die Bewohner konnten am Montag in ihre Häuser zurückkehren, nachdem die Räumungsarbeiten abgeschlossen waren. Einige Viertel blieben jedoch vorerst gesperrt, wie der Bürgermeister mitteilte. Die geborgenen Kampfmittel sollen auf einem militärischen Gelände vernichtet werden. Der Brand, der nach rund zehn Tagen unter Kontrolle gebracht werden konnte, zählt zu den schwersten in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg. Munitionsfunde aus dieser Epoche kommen in Frankreich immer wieder vor, allerdings ist die Menge in Le Porge außergewöhnlich.
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Der Leiter des Räumungsteams gibt bekannt, dass der Schwerpunkt zunächst auf der Sammlung der Granaten an der Oberfläche liegt, die vergrabenen werden später angegangen.
Das direkte Zitat des örtlichen Verantwortlichen verleiht Autorität und vermittelt einen methodischen, nicht alarmistischen Ansatz.
Die dramatische Darstellung der Explosionen als 'Kriegsgeräusche', die in der atlantischen Presse vorkommt, fehlt, was das Gefühl unmittelbarer Gefahr verstärken würde.
Die betroffene Gemeinde kehrt zur Normalität zurück, nachdem die Granaten entfernt wurden, dokumentiert in einem Foto, das ihren rostigen Zustand zeigt.
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Das Geräusch der Explosionen wird als 'Kriegsgeräusch' neu interpretiert und verbindet das aktuelle Ereignis mit dem vergangenen Konflikt.
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