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Ausgabe von 10:00 CETSonntag, 9. August 2026
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Freitag, 8. Mai 2026

Narges Mohammadi in Lebensgefahr – Iranische Justiz verweigert Behandlung

Die Friedensnobelpreisträgerin liegt nach zwei Herzattacken auf der Intensivstation. Ihre Familie und internationale Stimmen fordern Freilassung und medizinische Versorgung.

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ringt in einem Krankenhaus in Zandschan um ihr Leben. Nach zwei Herzepisoden in der Haft wurde die 53-Jährige vor einer Woche auf die Intensivstation verlegt, wo sie weiterhin beatmet wird. Ihr Bruder Hamidreza berichtet aus Oslo von einer Prinzmetal-Angina, einer gefährlichen Koronarerkrankung, die sich während der Inhaftierung verschlimmert habe.

Die Ärzte vor Ort warnen vor jedem Aufschub der Behandlung. Aus der Perspektive Teherans ist der Fall jedoch heikel: Die Justiz schweigt, und die Regierung hat bisher keine Genehmigung für eine Überweisung an ihren früheren Kardiologen erteilt. Stattdessen mehren sich aus dem Ausland die Rufe nach einer sofortigen medizinischen Versorgung und Freilassung.

In Washington sehen Beobachter den Fall als weiteren Beleg für die systematische Unterdrückung regimekritischer Stimmen, die sich seit dem Krieg gegen Israel noch verschärft hat. Dazu passt die nächtliche Festnahme der Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh Anfang April. Die 62-Jährige, die jahrelang politische Gefangene wie Mohammadi verteidigt hat, sitzt nun selbst in Isolationshaft – ein bezeichnendes Bild für den Zustand der Justiz in der Islamischen Republik.

Aus europäischer Sicht, vor allem in Berlin, Wien und Bern, wächst die Besorgnis. Deutschland, Österreich und die Schweiz haben sich wiederholt für Mohammadi eingesetzt, doch die theokratische Führung zeigt sich unbeeindruckt. Die Anwältin Chirine Ardakani bekräftigt, dass Mohammadi „die menschliche Verkörperung der Friedensidee“ sei – eine Symbolfigur, deren Schicksal weit über Iran hinausweist.

Die kommenden Tage werden entscheiden, ob diplomatischer Druck wenigstens die medizinische Notversorgung sichert. Ohne schnelle Intervention droht der Fall zum Lackmustest für die Glaubwürdigkeit internationaler Menschenrechtsappelle zu werden.

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Freitag, 8. Mai 2026

Narges Mohammadi in Lebensgefahr – Iranische Justiz verweigert Behandlung

Die Friedensnobelpreisträgerin liegt nach zwei Herzattacken auf der Intensivstation. Ihre Familie und internationale Stimmen fordern Freilassung und medizinische Versorgung.

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ringt in einem Krankenhaus in Zandschan um ihr Leben. Nach zwei Herzepisoden in der Haft wurde die 53-Jährige vor einer Woche auf die Intensivstation verlegt, wo sie weiterhin beatmet wird. Ihr Bruder Hamidreza berichtet aus Oslo von einer Prinzmetal-Angina, einer gefährlichen Koronarerkrankung, die sich während der Inhaftierung verschlimmert habe.

Die Ärzte vor Ort warnen vor jedem Aufschub der Behandlung. Aus der Perspektive Teherans ist der Fall jedoch heikel: Die Justiz schweigt, und die Regierung hat bisher keine Genehmigung für eine Überweisung an ihren früheren Kardiologen erteilt. Stattdessen mehren sich aus dem Ausland die Rufe nach einer sofortigen medizinischen Versorgung und Freilassung.

In Washington sehen Beobachter den Fall als weiteren Beleg für die systematische Unterdrückung regimekritischer Stimmen, die sich seit dem Krieg gegen Israel noch verschärft hat. Dazu passt die nächtliche Festnahme der Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh Anfang April. Die 62-Jährige, die jahrelang politische Gefangene wie Mohammadi verteidigt hat, sitzt nun selbst in Isolationshaft – ein bezeichnendes Bild für den Zustand der Justiz in der Islamischen Republik.

Aus europäischer Sicht, vor allem in Berlin, Wien und Bern, wächst die Besorgnis. Deutschland, Österreich und die Schweiz haben sich wiederholt für Mohammadi eingesetzt, doch die theokratische Führung zeigt sich unbeeindruckt. Die Anwältin Chirine Ardakani bekräftigt, dass Mohammadi „die menschliche Verkörperung der Friedensidee“ sei – eine Symbolfigur, deren Schicksal weit über Iran hinausweist.

Die kommenden Tage werden entscheiden, ob diplomatischer Druck wenigstens die medizinische Notversorgung sichert. Ohne schnelle Intervention droht der Fall zum Lackmustest für die Glaubwürdigkeit internationaler Menschenrechtsappelle zu werden.

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