
Neue Epstein-Opfer melden sich in Paris – auch in den USA wächst der Druck
Rund zehn mutmassliche Opfer des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein haben sich der Pariser Justiz offenbart. In Washington sagt eine frühere Aufseherin aus.
Die Pariser Justiz verzeichnet einen deutlichen Zuwachs an potenziellen Opfern im Fall des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Staatsanwältin Laure Beccuau bestätigte am Sonntag, dass sich rund zehn bislang unbekannte mutmassliche Betroffene gemeldet hätten, nachdem die französische Strafverfolgung Anfang des Jahres einen Aufruf gestartet hatte. Insgesamt hätten sich etwa zwanzig Personen bei der Behörde gemeldet, darunter auch Frauen, die bereits in früheren Ermittlungen gegen den ehemaligen Modelagenten Jean-Luc Brunel oder den früheren Elite-Modellagenturchef Gérald Marie ausgesagt hatten. Die französische Untersuchung wegen Menschenhandels zielt darauf ab, mögliche Komplizen zu identifizieren, die Epstein in Frankreich zur Beschaffung von Opfern unterstützt haben sollen. Bislang sei noch keine der potenziell beschuldigten Personen vernommen worden, so Beccuau.
Die neuen Entwicklungen in Frankreich sind eine direkte Folge der im Januar vom US-Justizministerium freigegebenen Tausenden von Akten aus dem Epstein-Verfahren. Französische Ermittler durchforsten diese Dateien ebenso wie Epsteins Computer, Telefonaufzeichnungen und Adressbücher nach Namen, die von den mutmasslichen Opfern genannt werden. Ein Teil der neuen Opfer hält sich im Ausland auf, weshalb die Pariser Staatsanwaltschaft internationale Rechtshilfeersuchen vorbereitet. Aus Washingtoner Sicht bleibt der Fall Epstein trotz des Todes des Beschuldigten im Jahr 2019 weiterhin politisch brisant. Der Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses befragt an diesem Montag die ehemalige Gefängniswärterin Tova Noel, die in der Todesnacht Epsteins im Metropolitan Correctional Center Dienst hatte. Noel gilt als die letzte Person, die Epstein lebend gesehen hat, und ihre Aussage könnte neue Erkenntnisse über die Umstände seines Suizids liefern, der trotz der offiziellen Obduktion immer wieder von Verschwörungstheorien begleitet wird.
Die Pariser Staatsanwältin Beccuau steht derzeit gleich mehreren aufsehenerregenden Verfahren vor. Neben der Epstein-Untersuchung laufen in Frankreich Ermittlungen gegen Elon Musk und seine Plattform X, bei denen im äussersten Fall ein Haftbefehl gegen den Unternehmer drohen könnte, sollte er weiterhin Vorladungen ignorieren. Zudem bestätigte Beccuau, dass in 84 Pariser Vorschulen, rund 20 Grundschulen und etwa zehn Kindertagesstätten Verfahren wegen Misshandlungen und sexuellen Missbrauchs laufen, nachdem Eltern Anzeige erstattet hatten. Der neue sozialistische Bürgermeister Emmanuel Grégoire, der selbst von Missbrauch in einem Schwimmprogramm betroffen war, hat Dutzende Suspendierungen angeordnet und einen harten Kurs angekündigt. Diese parallelen Ermittlungen verdeutlichen, wie sehr Fragen sexualisierter Gewalt und institutioneller Verantwortung derzeit die französische Justiz beschäftigen.
Die Entwicklungen in Frankreich und den USA dürften sich gegenseitig weiter befeuern. Während die Pariser Ermittler auf internationale Rechtshilfe angewiesen sind, um die neuen Opfer zu befragen und mögliche Mittäter im Ausland zu identifizieren, könnte die Aussage der ehemaligen Aufseherin Noel in Washington dazu beitragen, den öffentlichen Druck aufrechtzuerhalten, die Netzwerke Epsteins vollständig aufzuklären. Beobachter in Frankreich rechnen mit einer weiteren Welle von Meldungen, sobald die geschlossene US-Akten vollständig ausgewertet sind und die internationalen Rechtshilfeersuchen greifen. Der Fall Epstein, der sich von New York über Paris bis in die Karibik erstreckt, bleibt damit ein weltweitesただのJustizdrama, dessen Nachwirkungen noch Jahre spürbar sein werden.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | −0.70 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Neue mutmaßliche Opfer haben sich bei der Pariser Staatsanwaltschaft gemeldet und die französischen Ermittlungen wegen Menschenhandels zum Netzwerk von Jeffrey Epstein ausgeweitet. Unterdessen sagte in den USA ein ehemaliger Gefängniswärter vor dem Kongress aus, dass Epstein im Gefängnis bevorzugt behandelt wurde, was den Druck auf den Fall erhöht. Die Ermittler durchsuchen nun Epsteins digitale Aufzeichnungen und sein Adressbuch nach Hinweisen.
Die Pariser Staatsanwältin gab bekannt, dass sich rund zehn neue Epstein-Opfer gemeldet haben, und brachte zugleich die Möglichkeit eines Haftbefehls gegen Elon Musk ins Spiel, weil er in einem anderen Verfahren nicht erschienen war. Diese parallelen Fälle verdeutlichen die aggressiven rechtlichen Manöver westlicher Behörden gegen prominente Persönlichkeiten und werfen ein Schlaglicht auf Heuchelei und Spektakel.
Rund zwanzig potenzielle Opfer von Jeffrey Epstein haben sich bei den französischen Behörden gemeldet, etwa zehn davon sind neu in den Ermittlungen. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete nach der Veröffentlichung der US-Akten ein Verfahren wegen Menschenhandels ein und arbeitet nun daran, mögliche Komplizen zu identifizieren, die seine Verbrechen in Frankreich erleichtert haben.
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