
Nordkoreas Deviseneinnahmen auf 22 Milliarden Dollar geschätzt – Krieg in der Ukraine als Hauptquelle
Laut Bloomberg Economics hat Pjöngjang zwischen 2022 und 2025 fast viermal so viel im Ausland verdient wie in den vier Jahren zuvor, vor allem durch Waffenlieferungen und Truppenentsendungen nach Russland.
Die Führung in Pjöngjang hat in den Jahren 2022 bis 2025 nach Berechnungen von Bloomberg Economics Deviseneinnahmen in Höhe von schätzungsweise 22 Milliarden Dollar erzielt. Dies entspricht nahezu einer Vervierfachung gegenüber dem vorangegangenen Vierjahreszeitraum, in dem die USA China und Russland noch zur Unterstützung scharfer UN-Sanktionen bewegen konnten. Da Nordkorea keine Wirtschaftsdaten veröffentlicht und Zahlungen häufig außerhalb des internationalen Bankensystems in Form von Waren oder Technologietransfers abgewickelt werden, handelt es sich bei der Summe um eine Annäherung, die auf Handelsstatistiken, Geheimdienstinformationen und Satellitenaufnahmen beruht.
Den mit Abstand größten Anteil an diesem Zufluss hat der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Das in Washington ansässige Center for Strategic and International Studies (CSIS) beziffert die Einkünfte aus dieser Quelle auf rund 14 Milliarden Dollar, wovon mehr als 90 Prozent auf Waffenverkäufe entfallen. Allein für Artilleriemunition – nach ukrainischen Geheimdienstangaben deckte Nordkorea zuletzt die Hälfte des russischen Bedarfs an 122-mm- und 152-mm-Granaten – sollen 9,12 Milliarden Dollar geflossen sein. Hinzu kommen Erlöse aus der Lieferung schwerer Artillerie (2,38 Milliarden), ballistischer Raketen (1,27 Milliarden) sowie aus der Entsendung von Soldaten. Für jeden der nach südkoreanischen und CSIS-Schätzungen zwischen 16.000 und 22.000 entsandten Militärangehörigen erhält Pjöngjang demnach monatlich etwa 2.000 Dollar, für Gefallene zusätzliche Kompensationszahlungen.
Die Mittel versetzen das Regime in die Lage, seinen nuklearen und konventionellen Rüstungsausbau zu forcieren und gleichzeitig die heimische Wirtschaft zu stützen. Die südkoreanische Zentralbank schätzt das Wirtschaftswachstum für 2025 auf 3,5 Prozent – das dritte Jahr in Folge mit positiver Rate. In Pjöngjang ist ein Bauboom zu beobachten, die Zahl privater chinesischer Fahrzeuge auf den Straßen nimmt zu, und der Handel mit China erreichte im Juni den höchsten Stand seit Verhängung der Sanktionen. Der Nordkorea-Experte Andrei Lankow verglich die Bareinnahmen aus Waffenverkäufen mit einem Lotteriegewinn, während die wiederbelebte Unterstützung Pekings einer garantierten Rente gleichkomme.
Die militärische Kooperation mit Moskau vertieft sich unterdessen weiter. Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR traf Anfang August eine nordkoreanische Raketeneinheit mit rund 90 Mann in der russischen Region Woronesch ein, die mit bis zu sechs Startrampen und 120 ballistischen Raketen vom Typ KN-23 und KN-24 ausgestattet werden könnte. Zudem hat Russland nach Darstellung Kiews Interesse an der Entsendung weiterer 30.000 nordkoreanischer Soldaten bekundet. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben liegt nicht vor. Die Einnahmen aus der Kriegspartnerschaft haben Nordkorea nach Einschätzung Lankows in die stärkste Position seit 35 Jahren versetzt – mit erheblich gewachsenem Bedrohungspotential für die internationale Ordnung.
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
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Nordkorea hat es geschafft, Sanktionen zu umgehen und seine Einnahmen zu vervielfachen; die Zahlen sprechen für sich.
Verwendet ein statistisches Berichtsformat ohne bewertende Adjektive, um zu suggerieren, dass der Anstieg eine unkontroverse objektive Tatsache ist.
Erwähnt weder die Rolle Nordkoreas bei der militärischen Unterstützung Russlands noch die humanitären Folgen des Krieges.
Nordkorea wird zu einem immer gefährlicheren Kriegsakteur, der die internationale Sicherheit bedroht.
Nutzt den historischen Vergleich mit dem Koreakrieg und die Betonung der Truppenstärke, um ein Gefühl der Dringlichkeit und Alarmierung zu erzeugen.
Lässt die wirtschaftlichen Daten zur nordkoreanischen Vermögensanhäufung aus und konzentriert sich ausschließlich auf den militärischen Aspekt, um die Bedrohungserzählung zu verstärken.
Nordkorea hat unter der Führung von Kim Jong Un Sanktionen in eine Chance für Wirtschaftswachstum verwandelt.
Schreibt den Erfolg direkt der Führung zu und präsentiert die Daten als unwiderlegbaren Beweis für die Widerstandsfähigkeit Nordkoreas, wobei jegliche Kritik ausgelassen wird.
Erwähnt nicht, dass die Einnahmen aus der Unterstützung des russischen Krieges stammen, noch das durch den Konflikt verursachte Leid.
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