
Raubüberfall in Drive-in-Motel in Curitiba: Angestellte wehrt sich mit heißem Öl, Tatverdächtiger stirbt bei Polizeieinsatz
Die Polizei in Paraná fahndet nach einem zweiten Tatverdächtigen, während die bei dem Überfall verletzte Angestellte das Krankenhaus inzwischen verlassen hat und sich zu Hause erholt.
Am vergangenen Sonntag drangen zwei Männer auf Fahrrädern in ein Drive-in-Motel in Curitiba im brasilianischen Bundesstaat Paraná ein. Einer der Täter, bewaffnet mit einer Schusswaffe, betrat die Küche, bedrohte eine Angestellte und griff sie mit Schlägen und Kolbenhieben brutal an, wie auf Aufnahmen von Überwachungskameras zu sehen ist.
In einer verzweifelten Abwehrreaktion schüttete die Frau heißes Öl aus einer Fritteuse auf den Angreifer. Trotz der erlittenen Verbrennungen setzte der Täter die Gewalt fort, bis das Opfer ihm den Ort der Tageseinnahmen nannte. Der Mann entnahm 345 Real aus der Kasse und flüchtete. Die verletzte Mitarbeiterin wurde in ein Krankenhaus gebracht, konnte dieses nach Angaben der Behörden inzwischen aber wieder verlassen und erholt sich zu Hause.
Bei der Fahndung am darauffolgenden Dienstag stellte die Polizei den Tatverdächtigen. Es kam zu einem Schusswechsel, bei dem der Mann getötet wurde. Der Sekretär für öffentliche Sicherheit von Paraná, Hudson Teixeira, erklärte, der Getötete sei ein Wiederholungstäter mit 14 Vorstrafen gewesen, unter anderem wegen Drogenhandels.
Die Polizei sucht weiterhin nach dem zweiten Mann, der auf den Überwachungsbildern zu sehen ist. Laut dem zuständigen Delegierten Diego Martins handelte der getötete Verdächtige bei früheren Taten mit wechselnden Komplizen; es gebe bislang keine Hinweise auf ein koordiniertes Vorgehen. Die Betreiber des Motels haben nach eigenen Angaben die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.
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