
Rekordzuschauer und Milliardenumsatz: Bilanz der Fußball-WM 2026
Das Endspiel zwischen Spanien und Argentinien erreichte in den USA mehr als 60 Millionen Zuschauer. Zugleich meldet die FIFA Rekordeinnahmen für den Turnierzyklus.
Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist die meistgesehene Fußballübertragung in der Geschichte des US-amerikanischen Fernsehens. Nach Angaben der Sender Fox (englisch) und Telemundo (spanisch) sowie des Streamingdienstes Peacock verfolgten insgesamt mehr als 60 Millionen Zuschauer den 1:0-Sieg Spaniens über Argentinien in der Verlängerung – ein Rekord, der den bisherigen Höchstwert von knapp 46 Millionen Zuschauern (Republika) beziehungsweise über 33 Millionen (Forbes) für das Achtelfinale USA gegen Belgien deutlich übertrifft. Die Spitzenreichweite auf Fox allein lag bei fast 51,7 Millionen Zuschauern zwischen 17:45 und 18:00 Uhr Ortszeit, als Ferran Torres das entscheidende Tor erzielte.
Der kommerzielle Erfolg des Turniers schlägt sich in erheblich gestiegenen Einnahmen der FIFA nieder. Während die Zeitung El Colombiano unter Berufung auf den Weltverband von prognostizierten Einnahmen in Höhe von elf Milliarden US-Dollar für den Vierjahreszyklus 2023–2026 berichtet, nennt das mexikanische Blatt Excelsior einen tatsächlich erzielten Rekordbetrag von 15 Milliarden US-Dollar. Damit hätten sowohl die ursprüngliche Budgetvorgabe als auch der Umsatz der WM 2022 in Katar (7,5 Milliarden) weit übertroffen werden können. Zur finanziellen Dynamik trugen neben der Aufstockung des Teilnehmerfeldes von 32 auf 48 Teams auch dynamische Ticketpreise und neue Werbepausen bei: Die obligatorischen Trinkpausen schufen nach Schätzung von Fox Werbeerlöse von einer Viertelmilliarde Dollar allein in den USA.
Die Rekordzahlen beflügeln die Pläne des Weltverbandes für künftige Austragungen. FIFA-Präsident Gianni Infantino ließ laut Excelsior Studien zur Aufstockung des Turniers auf 64 Teilnehmer für die WM 2030 prüfen, die in Spanien, Portugal und Marokko stattfindet. Die Vermarktung der Übertragungsrechte für 2030 hat nach Informationen aus dem Umfeld der FIFA bereits begonnen. Zugleich kündigte der Verband eine Ausschüttung von insgesamt 871 Millionen US-Dollar an die Mitgliedsverbände an, wobei Weltmeister Spanien als Siegprämie 51 Millionen Dollar erhielt. Der wirtschaftliche Aufschwung des Turniers unterstreicht aus Sicht von Branchenbeobachtern die zunehmende Bedeutung des nordamerikanischen Marktes für den Weltfußball.
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | −0.70 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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