
Rekordauktion in New York: Pollock-Gemälde erzielt 181 Millionen Dollar
Jackson Pollocks „Number 7A, 1948“ erzielte bei Christie‘s 181 Millionen Dollar – der vierthöchste je versteigerte Kunstpreis. Auch eine Brancusi-Skulptur erreichte einen Rekord.
Eine Auktion bei Christie‘s in New York hat die Kunstwelt in Atem gehalten: Jackson Pollocks „Number 7A, 1948“ wechselte für 181,2 Millionen Dollar den Besitzer und ist damit das viertteuerste je versteigerte Werk überhaupt. Das abstrakte Gemälde, das mit schwarzen Farbspritzern und roten Akzenten auf einer über drei Meter breiten Leinwand einen der ersten „wirklich abstrakten“ Würfe der Kunstgeschichte darstellt, übertraf seinen vorherigen Auktionsrekord um mehr als das Dreifache. Verkäufer war der Medienmogul S.I. Newhouse, dessen private Sammlung auch weitere Spitzenwerke umfasste.
Neben Pollock sorgte ein Bronzekopf von Constantin Brancusi für Furore. Die „Danaide“ genannte Skulptur, inspiriert von der ungarischen Künstlerin Margit Pogany, erzielte 107,6 Millionen Dollar – der zweithöchste Preis, der je für eine Skulptur auf einer Auktion gezahlt wurde. Brancusi, dessen Werk erst kürzlich in das Programm der renommierten Pace Gallery aufgenommen wurde, profitierte dabei von einer ungewöhnlichen Werbeaktion: Ein Videoclip mit Schauspielerin Nicole Kidman, die sich vor dem Kunstwerk zunehmend hypnotisiert zeigt, hatte vorab die Aufmerksamkeit gesteigert.
Die Rekordjagd bei Christie‘s ist Ausdruck eines weiterhin boomenden Kunstmarkts, insbesondere für moderne Klassiker. Aus amerikanischer Perspektive bestätigt die hohe Zahlungsbereitschaft für Werke wie die von Pollock die Dominanz der US-Sammler, während in Europa und Asien die Nachfrage nach europäischen Bildhauern wie Brancusi oder Katalanen wie Joan Miró wächst. Beobachter in London und Berlin sehen darin eine Verschiebung hin zu einer globaleren, aber auch spekulativeren Marktdynamik, bei der Auktionshäuser gezielt mit Inszenierung arbeiten.
Der Verkauf von Newhouses Sammlung markiert einen Wendepunkt: Selten kamen so viele hochkarätige Werke eines einzelnen Eigentümers zeitgleich unter den Hammer. Brancusi und Pollock könnten nun die Preise für verwandte Künstler weiter anheizen. Gleichzeitig zeigt die Diskrepanz zwischen Auktions- und Privatverkäufen – Pollocks Werke erzielten privat bereits bis zu 200 Millionen Dollar –, dass die Spitze des Marktes noch Luft nach oben hat. Die kommenden Saisons in New York und London werden zeigen, ob dieser Höhenflug anhält oder ob die jüngste Zinspolitik der US-Notenbank die Kauflaune dämpft.
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.80 | aligned |
The article highlights a record-breaking auction for Pollock's 'Number 7A, 1948' and Brancusi's bronze head, both from the Newhouse collection. It focuses on the financial milestone and the artwork's market value, with a factual tone.
The news describes the Pollock painting as entering the $100 million club, emphasizing the record price and the work's characteristics. It mentions the previous record and the significance of the sale, with a measured celebratory tone.
The coverage celebrates the historic sale of Pollock's 'Number 7A, 1948' as a moment of excitement in modern art, highlighting the intense seven-minute bidding and the tripling of the previous record. It connects the work to the post-war context and emphasizes its influence.
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