
Rohölpreise springen nach neuen Angriffen im Nahen Osten um mehr als 4 Prozent
Die Eskalation zwischen den USA, Saudi-Arabien und Iran sowie die Attacke auf Tanker in der Straße von Hormus lassen die Notierungen für Brent und WTI kräftig steigen.
Die Rohölpreise sind am Mittwoch deutlich gestiegen, nachdem sie zuvor drei Tage in Folge nachgegeben hatten. Auslöser waren neue Meldungen über militärische Aktionen in der Region. Die iranischen Revolutionsgarden reklamierten den Abschuss ballistischer Raketen auf eine US-Basis in Jordanien sowie Angriffe auf drei Öltanker in der Straße von Hormus (A1, A3, A8). Das US-Zentralkommando erklärte, es habe einen Überraschungsangriff auf eigene Truppen abgefangen (A1, A6). Zudem führten US-amerikanische und saudische Streitkräfte gemeinsame Präzisionsschläge gegen vom Iran unterstützte Milizen im Irak durch, die zuvor Drohnenangriffe auf saudische Ölanlagen verübt haben sollen (A5, A6, A9). Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in der Spitze um 6,86 Prozent auf 89,86 Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI legte um 6,41 Prozent auf 84,34 Dollar zu (A2).
Die diplomatischen Bemühungen um eine Entspannung gerieten ins Stocken. So wies der Iran einen omanischen Vorschlag zurück, die Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus hälftig zwischen beiden Ländern aufzuteilen. Teheran beharrt darauf, die Einfahrt in die Wasserstraße vollständig und einen Teil der Ausfahrt zu kontrollieren (A1, A10). Die Revolutionsgarden erklärten, drei Tanker seien attackiert worden, weil sie eine „unsichere und illegale Route“ genommen hätten (A3, A8). Damit bleibt die Durchfahrt durch die Meerenge, über die früher rund ein Fünftel der globalen Öl- und Gaslieferungen floss, faktisch blockiert. Die Analysten der ING warnten vor dem Risiko langfristiger Versorgungsstörungen, zumal auch saudi-arabische Energieinfrastruktur zunehmend ins Visier gerate (A5).
Neben den geopolitischen Risiken stützten auch Meldungen über einen Lagerabbau in den USA die Preise. Nach Angaben des American Petroleum Institute sanken die amerikanischen Rohölvorräte in der vergangenen Woche um rund 3,3 Millionen Barrel, während Analysten im Schnitt mit einem Rückgang um 2,5 Millionen Barrel gerechnet hatten (A6, A9, A10). Zudem wurde darüber spekuliert, dass die OPEC+ ihre geplante Produktionsausweitung ab Oktober für drei Monate aussetzen könnte, um den Markt nach der Rückkehr freiwilliger Förderkürzungen zu stabilisieren (A9).
Die weitere Entwicklung der Ölpreise hängt nun wesentlich vom Verlauf der militärischen Auseinandersetzungen und von diplomatischen Initiativen ab. RBC-Analysten äußerten sich skeptisch, ob es rasch zu einem Durchbruch bei den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm kommen werde, das den Konflikt auslöste (A1). Zunächst richtet sich der Blick auf die offiziellen Lagerbestandsdaten der US-Energiebehörde, die am Mittwoch veröffentlicht werden; sollten auch diese einen Rückgang bestätigen, dürfte das den Preisen weiteren Auftrieb geben (A3, A6, A8, A9).
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
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Oil prices show a technical rebound after the recent drop, with Brent exceeding $87. The movement is linked to renewed hostilities but is interpreted in terms of market volatility, without political judgment. News focuses on numerical data and percentage changes.
The resumption of hostilities in the Middle East is presented as a constant threat to energy flows, with language emphasizing risk and instability. The price rebound is described as a symptom of an explosive situation, and the fragility of the previous ceasefire is highlighted.
Saudi and US forces conduct targeted strikes against pro-Iranian militias in Iraq, described as a legitimate and necessary response to protect oil infrastructure. Oil prices rise as a reaction to this show of force, presented as stabilizing.
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