
Römische Sandplatzprüfung: Báez siegt, Haddad scheitert zum Auftakt in Rom
Sebastián Báez bezwingt Jenson Brooksby in zwei Sätzen. Bia Haddad Maia unterliegt der Französin Leolia Jeanjean und setzt ihre Krise fort.
Die zweite Runde des Masters-1000-Turniers in Rom hat mit einem gemischten Bild für die lateinamerikanischen Teilnehmer begonnen. Während der Argentinier Sebastián Báez seinen Auftakt gegen den Amerikaner Jenson Brooksby mit 6:3 und 7:6 (10:8) für sich entschied, musste die Brasilianerin Beatriz Haddad Maia eine weitere herbe Enttäuschung hinnehmen. Die 78. der Weltrangliste verlor gegen die französische Qualifikantin Leolia Jeanjean mit 6:7 und 4:6 und hat damit in dieser Saison nur vier Siege in sechzehn Partien vorzuweisen. Aus römischer Sicht verlief der Tag damit für die Gastgeber erfreulich: Jeanjean trifft nun auf die amtierende Turniersiegerin Jasmine Paolini, die sich auf heimischem Sand einer wachsenden Konkurrenz gegenübersieht.
Für Báez, der nach einer durchwachsenen Saison auf der Suche nach Beständigkeit ist, war der Sieg mehr als nur ein Etappensieg. Der 65. der Rangliste zeigte vor allem in den entscheidenden Momenten Nervenstärke, als er im zweiten Satz im Tiebreak gegen den aufschlagstarken Brooksby einen 3:5-Rückstand drehte. Aus argentinischer Perspektive war der Erfolg jedoch von Schatten begleitet: Camilo Ugo Carabelli, Marco Trungelliti und Thiago Comesaña scheiterten allesamt in der ersten Runde. Báez trifft in der nächsten Runde auf den Kasachen Alexander Bublik, der mit seinem unkonventionellen Spiel auf Sand bislang wenig anzufangen weiß – für den Argentinier eine Gelegenheit, den Aufwärtstrend zu bestätigen.
Während das Herrenturnier erst am zweiten Tag richtig Fahrt aufnimmt, läuft das Damenfeld bereits auf vollen Touren. Die frühe Niederlage Haddads wirft für den brasilianischen Tennisverband erneut die Frage nach der Formkrise der einstigen Top-Twanzig-Spielerin auf. Ihre Schwächen im Service und die mangelnde Konstanz in den entscheidenden Phasen des Spiels – gegen Jeanjean verspielte sie im zweiten Satz eine Führung – sind Symptome eines mentalen Tiefs, das sich durch die gesamte Sandplatzsaison zieht. Für die Französin hingegen bietet der Erfolg die Chance, nach einer überzeugenden Qualifikation nun auch im Hauptfeld für Überraschungen zu sorgen.
Aus deutschsprachiger Perspektive bleibt der Fokus auf die anstehenden Partien: Der Deutsche Yannick Hanfmann fordert den Polen Hubert Hurkacz auf dem Campo Centrale, in der ersten Runde des Herrenfeldes sind auch der Österreicher Sebastian Ofner und der Schweizer Stan Wawrinka im Einsatz – beide mit gemischten Vorzeichen in einem Turnier, das auf dem Weg zu den French Open als letzter großer Härtetest gilt. Die Konstellation in Rom verspricht Spannung, denn während Favoriten wie Jannik Sinner und Carlos Alcaraz noch auf ihre Einsätze warten, deutet sich bereits an, dass die Sandplatzsaison 2026 von einer neuen Unberechenbarkeit geprägt sein könnte – vor allem für Spieler, die wie Báez und Haddad um den Anschluss an die Weltspitze kämpfen.
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