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Ausgabe von 10:00 CETMontag, 10. August 2026
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Samstag, 25. April 2026

Ronaldos langer Weg zur WM-Krone: Zwischen Rooney-Geste und eiserner Disziplin

Aus Londoner Sicht wirkt die Geste wie ein später Friedensschluss, der beinahe zwei Jahrzehnte auf sich warten ließ. Wayne Rooney, einst Sturmpartner und dann Widersacher Cristiano Ronaldos, hat dem Portugiesen in einem viel beachteten Interview unerwartet den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 2026 gewünscht. Es ist der Versuch, einen der berühmtesten Konflikte der jüngeren Fußballgeschichte endgültig beizulegen. Bei der WM 2006 in Deutschland war Rooney nach einer Tätlichkeit gegen Ricardo Carvalho vom Platz gestellt worden; Fernsehbilder zeigten, wie Ronaldo dem Schiedsrichter zuzwinkerte und damit in England als Sündenbock gebrandmarkt wurde. Dass Rooney nun ausdrücklich nicht Lionel Messi, sondern ausgerechnet Ronaldo die Krönung in Nordamerika gönnt, ist mehr als eine Randnotiz – es ist die menschlich bewegendste Wendung einer langen Rivalität.

Für den 41-jährigen Ronaldo, der seit 2023 bei Al-Nassr in Saudi-Arabien unter Vertrag steht, ist der WM-Pokal das fehlende Puzzlestück einer einzigartigen Karriere. Wie Beobachter in Delhi und Mumbai berichten, hat der Stürmer drei klar definierte Karriereziele vor Augen, bevor er die Schuhe an den Nagel hängt: den ersten Platz bei der WM, die Marke von tausend Pflichtspieltoren und einen letzten Titel auf Vereinsebene. Die öffentliche Wahrnehmung, dass Messi mit dem argentinischen Triumph von Katar die ewige Debatte entschieden habe, scheint den Portugiesen eher anzustacheln als zu entmutigen. Gerade in den Golfstaaten, wo Ronaldo noch immer wie ein Halbgott verehrt wird, gilt seine Mission als machbar – sofern Portugal die hohe taktische Schule mit einem nun wirklich allerletzten Exploit seines Kapitäns verbinden kann.

Dass Ronaldo körperlich auch im sechsten WM-Anlauf noch mithalten könnte, verdankt er einem Lebenswandel, der in Riyad und Turin gleichermaßen Legendenstatus genießt. Sein ehemaliger Privatkoch Giorgio Barone hat nun in britischen und arabischen Medien Einblick in die strikten Tagesabläufe gewährt. Demnach geht es nicht um exotische Superfoods oder chemisch präzise Makronährstoffpläne, sondern um das fast schon altväterliche Prinzip der Disziplin: sechs kleine Mahlzeiten am Tag, konsequenter Verzicht auf Zucker, Fast Food und – für viele überraschend – auf Milchprodukte. Stattdessen setzt der Portugiese auf Innereien wie Leber, Herz und Hirn als Eisenlieferanten, ergänzt um Avocado, Eier, schwarzen und roten Reis, Fisch und Geflügel aus organischer Herkunft. Das klingt nicht nach Hightech-Ernährung, wohl aber nach einem asketischen Regelwerk, das späte Nächte ebenso ausschließt wie ungeplante Genüsse.

Für den deutschsprachigen Fussballfan ist diese Erzählung doppelt aufgeladen. Das deutsche Publikum erinnert sich mit ambivalenten Gefühlen an den Sommer 2006, als Ronaldo nicht nur im Viertelfinale gegen England, sondern auch im Spiel um Platz drei gegen die DFB-Elf auf dem Platz stand und danach als getriebener junger Mann wirkte. Die WM 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko wird auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz eine Bühne sein, auf der sich Altstars wie Ronaldo noch einmal gegen den Nachwuchs stemmen. Dass er es bis dorthin schafft, liegt nicht allein in seiner Willenskraft; die Ernährungsdisziplin, die Barone beschreibt, ist vielmehr ein Spiegel einer ganzen Sportlergeneration, die verstanden hat, dass Langlebigkeit kein Zufall ist. Ob Portugal tatsächlich reif für den Titel ist, bleibt allerdings fraglich – die Konkurrenz aus Südamerika und Europa ist breiter aufgestellt, und eine Mannschaft um einen bald 43-Jährigen zu bauen, birgt enorme konstruktive Risiken. Doch eines hat die Versöhnungsgeste Rooneys bereits jetzt klargestellt: Für den letzten Akt seiner Karriere erhält Ronaldo nun auch von jener Seite Respekt, mit der er einst am heftigsten im Clinch lag.

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Ronaldos langer Weg zur WM-Krone: Zwischen Rooney-Geste und eiserner Disziplin

Aus Londoner Sicht wirkt die Geste wie ein später Friedensschluss, der beinahe zwei Jahrzehnte auf sich warten ließ. Wayne Rooney, einst Sturmpartner und dann Widersacher Cristiano Ronaldos, hat dem Portugiesen in einem viel beachteten Interview unerwartet den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 2026 gewünscht. Es ist der Versuch, einen der berühmtesten Konflikte der jüngeren Fußballgeschichte endgültig beizulegen. Bei der WM 2006 in Deutschland war Rooney nach einer Tätlichkeit gegen Ricardo Carvalho vom Platz gestellt worden; Fernsehbilder zeigten, wie Ronaldo dem Schiedsrichter zuzwinkerte und damit in England als Sündenbock gebrandmarkt wurde. Dass Rooney nun ausdrücklich nicht Lionel Messi, sondern ausgerechnet Ronaldo die Krönung in Nordamerika gönnt, ist mehr als eine Randnotiz – es ist die menschlich bewegendste Wendung einer langen Rivalität.

Für den 41-jährigen Ronaldo, der seit 2023 bei Al-Nassr in Saudi-Arabien unter Vertrag steht, ist der WM-Pokal das fehlende Puzzlestück einer einzigartigen Karriere. Wie Beobachter in Delhi und Mumbai berichten, hat der Stürmer drei klar definierte Karriereziele vor Augen, bevor er die Schuhe an den Nagel hängt: den ersten Platz bei der WM, die Marke von tausend Pflichtspieltoren und einen letzten Titel auf Vereinsebene. Die öffentliche Wahrnehmung, dass Messi mit dem argentinischen Triumph von Katar die ewige Debatte entschieden habe, scheint den Portugiesen eher anzustacheln als zu entmutigen. Gerade in den Golfstaaten, wo Ronaldo noch immer wie ein Halbgott verehrt wird, gilt seine Mission als machbar – sofern Portugal die hohe taktische Schule mit einem nun wirklich allerletzten Exploit seines Kapitäns verbinden kann.

Dass Ronaldo körperlich auch im sechsten WM-Anlauf noch mithalten könnte, verdankt er einem Lebenswandel, der in Riyad und Turin gleichermaßen Legendenstatus genießt. Sein ehemaliger Privatkoch Giorgio Barone hat nun in britischen und arabischen Medien Einblick in die strikten Tagesabläufe gewährt. Demnach geht es nicht um exotische Superfoods oder chemisch präzise Makronährstoffpläne, sondern um das fast schon altväterliche Prinzip der Disziplin: sechs kleine Mahlzeiten am Tag, konsequenter Verzicht auf Zucker, Fast Food und – für viele überraschend – auf Milchprodukte. Stattdessen setzt der Portugiese auf Innereien wie Leber, Herz und Hirn als Eisenlieferanten, ergänzt um Avocado, Eier, schwarzen und roten Reis, Fisch und Geflügel aus organischer Herkunft. Das klingt nicht nach Hightech-Ernährung, wohl aber nach einem asketischen Regelwerk, das späte Nächte ebenso ausschließt wie ungeplante Genüsse.

Für den deutschsprachigen Fussballfan ist diese Erzählung doppelt aufgeladen. Das deutsche Publikum erinnert sich mit ambivalenten Gefühlen an den Sommer 2006, als Ronaldo nicht nur im Viertelfinale gegen England, sondern auch im Spiel um Platz drei gegen die DFB-Elf auf dem Platz stand und danach als getriebener junger Mann wirkte. Die WM 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko wird auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz eine Bühne sein, auf der sich Altstars wie Ronaldo noch einmal gegen den Nachwuchs stemmen. Dass er es bis dorthin schafft, liegt nicht allein in seiner Willenskraft; die Ernährungsdisziplin, die Barone beschreibt, ist vielmehr ein Spiegel einer ganzen Sportlergeneration, die verstanden hat, dass Langlebigkeit kein Zufall ist. Ob Portugal tatsächlich reif für den Titel ist, bleibt allerdings fraglich – die Konkurrenz aus Südamerika und Europa ist breiter aufgestellt, und eine Mannschaft um einen bald 43-Jährigen zu bauen, birgt enorme konstruktive Risiken. Doch eines hat die Versöhnungsgeste Rooneys bereits jetzt klargestellt: Für den letzten Akt seiner Karriere erhält Ronaldo nun auch von jener Seite Respekt, mit der er einst am heftigsten im Clinch lag.

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