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Ausgabe von 20:00 CETSonntag, 9. August 2026
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Freitag, 24. April 2026

Russische Behörden lassen Eksmo-Führungskräfte nach Verhör frei – Verfahren bleibt anhängig

Die Führungsspitze des größten russischen Buchverlags Eksmo ist am Dienstag nach stundenlangen Vernehmungen durch den Ermittlungsausschuss unter der Auflage freigekommen, sich am 24. April erneut zu stellen. Bislang wurde den vier Beschäftigten, darunter Generaldirektor Jewgeni Kapjew und die stellvertretende Chefredakteurin Julia Sokolowskaja, kein prozessualer Status zugewiesen – sie gelten weder als Beschuldigte noch als Zeugen.

Die Durchsuchungen in den Moskauer Büros waren am 21. April erfolgt; sie stehen im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Organisation einer extremistischen Vereinigung. Nach Angaben aus dem Verlagshaus geht es um den Vertrieb von Büchern des Labels Popcorn Books, das im Januar 2026 seinen Betrieb eingestellt hatte.

Moskauer Justizkreise betonen, dass die Ermittlungen auf Aussagen ehemaliger Mitarbeiter beruhen. Ein zusätzlicher, von unabhängigen Nachrichtenportalen gemeldeter neuerlicher Zugriff am 23. April – angeblich wegen des Verdachts auf Bestechung zur Verbreitung extremistischer Literatur – wurde von offizieller Stelle nicht bestätigt.

Aus Sicht westlicher Beobachter in Berlin und Wien signalisiert der Fall eine weitere Verschärfung der russischen Gesetzgebung zur Verfolgung von LGBT-Inhalten, die als extremistisch eingestuft werden. Die deutschen und österreichischen Buchbranchen verfolgen die Entwicklungen mit Sorge, da Eksmo als wichtiger Exporteur russischer Literatur in den deutschsprachigen Raum gilt. Für Verlage in Zürich, Frankfurt und Wien stellt sich die Frage, ob Kooperationen mit Eksmo künftig rechtliche Risiken bergen könnten – insbesondere im Hinblick auf die EU-weite Achtung von Meinungsfreiheit und den Schutz von Minderheiten.

Der Ausgang des Verfahrens wird daher nicht nur in Moskau, sondern auch an den europäischen Buchmessen aufmerksam registriert werden.

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Russische Behörden lassen Eksmo-Führungskräfte nach Verhör frei – Verfahren bleibt anhängig

Die Führungsspitze des größten russischen Buchverlags Eksmo ist am Dienstag nach stundenlangen Vernehmungen durch den Ermittlungsausschuss unter der Auflage freigekommen, sich am 24. April erneut zu stellen. Bislang wurde den vier Beschäftigten, darunter Generaldirektor Jewgeni Kapjew und die stellvertretende Chefredakteurin Julia Sokolowskaja, kein prozessualer Status zugewiesen – sie gelten weder als Beschuldigte noch als Zeugen.

Die Durchsuchungen in den Moskauer Büros waren am 21. April erfolgt; sie stehen im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Organisation einer extremistischen Vereinigung. Nach Angaben aus dem Verlagshaus geht es um den Vertrieb von Büchern des Labels Popcorn Books, das im Januar 2026 seinen Betrieb eingestellt hatte.

Moskauer Justizkreise betonen, dass die Ermittlungen auf Aussagen ehemaliger Mitarbeiter beruhen. Ein zusätzlicher, von unabhängigen Nachrichtenportalen gemeldeter neuerlicher Zugriff am 23. April – angeblich wegen des Verdachts auf Bestechung zur Verbreitung extremistischer Literatur – wurde von offizieller Stelle nicht bestätigt.

Aus Sicht westlicher Beobachter in Berlin und Wien signalisiert der Fall eine weitere Verschärfung der russischen Gesetzgebung zur Verfolgung von LGBT-Inhalten, die als extremistisch eingestuft werden. Die deutschen und österreichischen Buchbranchen verfolgen die Entwicklungen mit Sorge, da Eksmo als wichtiger Exporteur russischer Literatur in den deutschsprachigen Raum gilt. Für Verlage in Zürich, Frankfurt und Wien stellt sich die Frage, ob Kooperationen mit Eksmo künftig rechtliche Risiken bergen könnten – insbesondere im Hinblick auf die EU-weite Achtung von Meinungsfreiheit und den Schutz von Minderheiten.

Der Ausgang des Verfahrens wird daher nicht nur in Moskau, sondern auch an den europäischen Buchmessen aufmerksam registriert werden.

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