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Ausgabe von 20:00 CETSamstag, 8. August 2026
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Freitag, 1. Mai 2026

Ende einer Ära: Saudi-Arabien entzieht LIV Golf die Finanzierung – die Suche nach neuen Geldgebern beginnt

Die Nachricht traf die Golfwelt am Donnerstag wie ein Schlag: Saudi-Arabiens Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) hat offiziell bestätigt, dass er die Breakaway-Liga LIV Golf nur noch bis zum Ende der Saison 2026 finanzieren wird. Aus Riad heißt es, die „erheblichen Investitionen“ seien mit der aktuellen Phase der Anlagestrategie nicht mehr vereinbar – eine bemerkenswert öffentliche Kehrtwende für einen Fonds, der sonst im Verborgenen agiert. Seit dem Start 2022 hatte der PIF über fünf Milliarden Dollar in das Projekt gesteckt, um Stars wie Bryson DeChambeau, Jon Rahm und Phil Mickelson aus der PGA Tour zu locken. Nun steht die Liga vor dem finanziellen Kollaps, noch bevor sie je Gewinne erwirtschaftet hat.

Die Promptheit des Rückzugs überrascht gleichwohl nicht. Aus Washingtoner Sicht hatte das saudische Engagement stets den Beigeschmack von Sportswashing: Das Golfprojekt diente als Aushängeschild für die Modernisierungsambitionen des Kronprinzen Mohammed bin Salman. Doch mit den sinkenden Ölpreisen und den wachsenden Kosten für die gigantischen Prestigeprojekte der Vision 2030 – darunter das neue Riesengebäude in Neom – stehen die Zeichen in Riad auf Konsolidierung. Beobachter in Peking, die saudische Investitionen in Asien verfolgen, sehen darin einen generellen Trend: Der PIF reduziert risikoreiche Engagements in westlichen Sportligen und konzentriert sich auf strategische Beteiligungen im Rohstoff- und Technologiesektor.

In Europa und Australien, wo LIV Golf mit Turnieren in London und Adelaide Fuß fassen wollte, löst der Schritt Unruhe aus. Der Premier von South Australia verlangt bis Oktober verbindliche Zusagen für das Adelaide-Event, das die lokale Wirtschaft belebt hat. LIV Golf selbst versucht, die Wogen zu glätten: In einer Stellungnahme spricht die Liga von einer „strategischen Evolution“ hin zu einem „diversifizierten Multi-Partner-Modell“. Ein neuer Verwaltungsrat soll unabhängige Direktoren umfassen, die alternative Finanzierungsquellen erschließen sollen. Doch die entscheidende Frage bleibt, ob sich ohne den saudischen Geldregen überhaupt Investoren finden, die bereit sind, das defizitäre Modell zu stützen.

Für die Spieler, die sich einst mit Millionen-Garantien von der PGA Tour loskauften, deutet sich eine Rückkehr an – aber der Weg zurück ist steinig. PGA Tour-CEO Brian Rolapp machte bereits klar, dass die Abtrünnigen mit empfindlichen Strafen und einer Aussetzung ihrer Startberechtigungen rechnen müssen. Jordan Spieth, einer der Wortführer im Establishment, zeigte sich unentschlossen, ob es eine Amnestie geben soll. Der Fall Brooks Koepka, der nach zwei Jahren Abwesenheit über ein spezielles Programm zurückkehrte und dabei finanzielle Einbußen hinnehmen musste, gilt als Präzedenzfall für einen potenziellen Re-Integrationsprozess. Die Weltnummer eins, Scottie Scheffler, wich einer Diskussion des Themas aus – ein Zeichen dafür, wie sehr die Unsicherheit das Spiel noch immer lähmt.

Vorausschauend betrachtet, steht LIV Golf vor einem Scheideweg. Die Idee eines team-basierten Golf-Formats mag innovativ gewesen sein, doch ohne die subventionierende Hand des PIF wird sie sich kaum gegen das etablierte Turniersystem der PGA Tour und der DP World Tour behaupten können. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Liga in einer verkleinerten Form überlebt oder ob sie sich endgültig auflöst. Eines ist sicher: Der saudische Rückzug markiert nicht nur das Ende eines milliardenschweren Experiments, sondern auch eine dringend nötige Rückkehr zur finanziellen Vernunft im Spitzengolf.

Aktuell
Montreal Alouettes bezwingen Edmonton Elks mit 48:30 – Davis Alexander überragend·Indischer Luftwaffenoffizier nach mutmaßlicher Spionage für pakistanischen Geheimdienst festgenommen·Ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs Ungarns akzeptiert Präsidentschaftskandidatur der Tisza-Partei·Messerangriffe in Rotterdam: Polizei nimmt 26-Jährigen fest·Ariana Grande kündigt Auszeit an: „Grenzen müssen gesetzt werden“·US-Senat verabschiedet Übergangshaushalt zur Abwendung eines Government Shutdowns·Sam Altman: KI macht Arbeit intensiver statt kürzer, Unternehmen sparen Milliarden·Washington wirft Peking Destabilisierung durch Naturschutzgebiet am Scarborough-Riff vor·Montreal Alouettes bezwingen Edmonton Elks mit 48:30 – Davis Alexander überragend·Indischer Luftwaffenoffizier nach mutmaßlicher Spionage für pakistanischen Geheimdienst festgenommen·Ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs Ungarns akzeptiert Präsidentschaftskandidatur der Tisza-Partei·Messerangriffe in Rotterdam: Polizei nimmt 26-Jährigen fest·Ariana Grande kündigt Auszeit an: „Grenzen müssen gesetzt werden“·US-Senat verabschiedet Übergangshaushalt zur Abwendung eines Government Shutdowns·Sam Altman: KI macht Arbeit intensiver statt kürzer, Unternehmen sparen Milliarden·Washington wirft Peking Destabilisierung durch Naturschutzgebiet am Scarborough-Riff vor·
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Freitag, 1. Mai 2026

Ende einer Ära: Saudi-Arabien entzieht LIV Golf die Finanzierung – die Suche nach neuen Geldgebern beginnt

Die Nachricht traf die Golfwelt am Donnerstag wie ein Schlag: Saudi-Arabiens Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) hat offiziell bestätigt, dass er die Breakaway-Liga LIV Golf nur noch bis zum Ende der Saison 2026 finanzieren wird. Aus Riad heißt es, die „erheblichen Investitionen“ seien mit der aktuellen Phase der Anlagestrategie nicht mehr vereinbar – eine bemerkenswert öffentliche Kehrtwende für einen Fonds, der sonst im Verborgenen agiert. Seit dem Start 2022 hatte der PIF über fünf Milliarden Dollar in das Projekt gesteckt, um Stars wie Bryson DeChambeau, Jon Rahm und Phil Mickelson aus der PGA Tour zu locken. Nun steht die Liga vor dem finanziellen Kollaps, noch bevor sie je Gewinne erwirtschaftet hat.

Die Promptheit des Rückzugs überrascht gleichwohl nicht. Aus Washingtoner Sicht hatte das saudische Engagement stets den Beigeschmack von Sportswashing: Das Golfprojekt diente als Aushängeschild für die Modernisierungsambitionen des Kronprinzen Mohammed bin Salman. Doch mit den sinkenden Ölpreisen und den wachsenden Kosten für die gigantischen Prestigeprojekte der Vision 2030 – darunter das neue Riesengebäude in Neom – stehen die Zeichen in Riad auf Konsolidierung. Beobachter in Peking, die saudische Investitionen in Asien verfolgen, sehen darin einen generellen Trend: Der PIF reduziert risikoreiche Engagements in westlichen Sportligen und konzentriert sich auf strategische Beteiligungen im Rohstoff- und Technologiesektor.

In Europa und Australien, wo LIV Golf mit Turnieren in London und Adelaide Fuß fassen wollte, löst der Schritt Unruhe aus. Der Premier von South Australia verlangt bis Oktober verbindliche Zusagen für das Adelaide-Event, das die lokale Wirtschaft belebt hat. LIV Golf selbst versucht, die Wogen zu glätten: In einer Stellungnahme spricht die Liga von einer „strategischen Evolution“ hin zu einem „diversifizierten Multi-Partner-Modell“. Ein neuer Verwaltungsrat soll unabhängige Direktoren umfassen, die alternative Finanzierungsquellen erschließen sollen. Doch die entscheidende Frage bleibt, ob sich ohne den saudischen Geldregen überhaupt Investoren finden, die bereit sind, das defizitäre Modell zu stützen.

Für die Spieler, die sich einst mit Millionen-Garantien von der PGA Tour loskauften, deutet sich eine Rückkehr an – aber der Weg zurück ist steinig. PGA Tour-CEO Brian Rolapp machte bereits klar, dass die Abtrünnigen mit empfindlichen Strafen und einer Aussetzung ihrer Startberechtigungen rechnen müssen. Jordan Spieth, einer der Wortführer im Establishment, zeigte sich unentschlossen, ob es eine Amnestie geben soll. Der Fall Brooks Koepka, der nach zwei Jahren Abwesenheit über ein spezielles Programm zurückkehrte und dabei finanzielle Einbußen hinnehmen musste, gilt als Präzedenzfall für einen potenziellen Re-Integrationsprozess. Die Weltnummer eins, Scottie Scheffler, wich einer Diskussion des Themas aus – ein Zeichen dafür, wie sehr die Unsicherheit das Spiel noch immer lähmt.

Vorausschauend betrachtet, steht LIV Golf vor einem Scheideweg. Die Idee eines team-basierten Golf-Formats mag innovativ gewesen sein, doch ohne die subventionierende Hand des PIF wird sie sich kaum gegen das etablierte Turniersystem der PGA Tour und der DP World Tour behaupten können. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Liga in einer verkleinerten Form überlebt oder ob sie sich endgültig auflöst. Eines ist sicher: Der saudische Rückzug markiert nicht nur das Ende eines milliardenschweren Experiments, sondern auch eine dringend nötige Rückkehr zur finanziellen Vernunft im Spitzengolf.

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