
Saudische Luftangriffe auf irakische Milizen: Eine bislang verborgene Front
Im Schatten des Krieges zwischen Israel und Iran bombardierte Saudi-Arabien schiitische Milizen im Irak – auch von Kuwait aus. Die Operationen blieben lange geheim.
Im Verlauf des iranisch-israelischen Krieges, der Ende Februar mit koordinierten Angriffen der USA und Israels auf Iran begann, haben saudische Kampfflugzeuge wiederholt Ziele im Irak bombardiert. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer mit den Vorgängen vertrauter Quellen griff die Royal Saudi Air Force Stellungen von Teheran-nahen schiitischen Milizen nahe der saudisch-irakischen Grenze an. Die Angriffe, die teilweise vom kuwaitischen Luftraum aus geflogen wurden, galten Einrichtungen, von denen zuvor Drohnen- und Raketenangriffe auf Saudi-Arabien und andere Golfstaaten ausgegangen waren. Die Operationen waren Teil eines weitgehend verborgen gebliebenen militärischen Ringens rund um den Persischen Golf, das die gesamte Region in Mitleidenschaft gezogen hat.
Aus Washingtoner Sicht fügen sich die saudischen Luftschläge in ein Muster regionaler Vergeltungsschläge ein, das durch den gemeinsamen israelisch-amerikanischen Angriff auf iranische Einrichtungen am 28. Februar ausgelöst wurde. Der darauffolgende iranische Gegenschlag traf nicht nur Israel, sondern auch mehrere Golfstaaten – eine Eskalation, die die globale Wirtschaft erschütterte und zur Schließung der Straße von Hormus führte, durch die ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen fließt. Beobachter in Riad betonen, dass die Luftangriffe auf irakischem Boden eine defensive Notwendigkeit gewesen seien, um die eigene Sicherheit gegen iranische Stellvertreterkräfte zu gewährleisten. Die irakische Regierung, die sich in einem prekären Balanceakt zwischen Teheran und Washington befindet, bestätigte die Angriffe bislang nicht öffentlich, doch Sicherheitskreise in Bagdad räumen ein, dass es in mindestens zwei Fällen auch Raketenangriffe von kuwaitischem Territorium auf Milizenpositionen im Süden des Irak gegeben habe.
Die Angriffe fielen zeitlich mit der am 7. April vereinbarten Waffenruhe zusammen, die den unmittelbaren Krieg zwischen Iran und Israel beendete. Sie werfen jedoch ein Schlaglicht auf die fortbestehende Verwundbarkeit des Irak, der längst zum Nebenschauplatz eines regionalen Stellvertreterkonflikts geworden ist. Für die Golfstaaten, allen voran Saudi-Arabien und Kuwait, bleibt die Bedrohung durch iranisch unterstützte Milizen auch nach einem formalen Waffenstillstand akut. Aus europäischer Perspektive, insbesondere für Deutschland, Österreich und die Schweiz, die stark von Energieimporten aus der Golfregion abhängig sind, bedeutet die anhaltende Instabilität entlang der irakisch-saudischen Grenze ein unkalkulierbares Risiko. Solange die zugrundeliegenden Machtkämpfe – zwischen Teheran und Riad, zwischen schiitischen Milizen und der irakischen Staatsgewalt – nicht gelöst sind, droht jederzeit eine neue Eskalation, die die ohnehin fragile globale Energieversorgung erneut gefährden könnte.
| Israelische Presse | +0.30 | aligned |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.70 | critical |
| Russische & GUS-Presse | −0.20 | neutral |
| Indische & südasiatische Presse | +0.10 | neutral |
Saudi-Arabien hat Ende März heimlich Luftangriffe auf den Iran durchgeführt, als Vergeltung für Angriffe, die es während des Nahostkriegs erlitten hatte. Westliche und iranische Quellen bestätigen, dass Riad Teheran über die Operationen informierte, was zu intensiven diplomatischen Kontakten und einer informellen Vereinbarung zur Deeskalation führte. Der Schritt ist der erste bekannte direkte saudische Militäreinsatz auf iranischem Boden und zeigt eine neue defensive Durchsetzungsfähigkeit des Königreichs.
Der Bericht gibt saudische Anschuldigungen iranischer Angriffe wieder, die Teheran stets kategorisch als unbegründet zurückgewiesen hat. Die Nachricht über angebliche saudische Schläge wird vorsichtig präsentiert, wobei betont wird, dass die Agentur die Ziele nicht unabhängig überprüfen konnte. Der Ton ist defensiv und stellt die westliche Darstellung in Frage, wobei das Fehlen konkreter Beweise hervorgehoben wird.
Die russische Agentur berichtet über die saudischen Angriffe als eine von westlichen und iranischen Quellen bestätigte Tatsache und bezeichnet sie als 'Spiegelantwort' auf iranische Aktionen. Es wird darauf hingewiesen, dass Riad Teheran vor möglichen weiteren Vergeltungsmaßnahmen warnte, was zu einer Einigung zwischen den Seiten führte. Der Ton ist distanziert und informativ, ohne Partei zu ergreifen, aber mit einer leichten Betonung der Logik der Gegenseitigkeit.
Indische und südasiatische Medien berichten über die geheimen saudischen Angriffe als Teil des breiteren Westasien-Konflikts und weisen darauf hin, dass die Angriffe erfolgten, nachdem Iran Golfstaaten angegriffen hatte. Sie heben die informelle Deeskalationsvereinbarung hervor, die nach diplomatischen Konsultationen zwischen Riad und Teheran erzielt wurde. Der Ton ist sachlich und neutral, mit Fokus auf regionale Dynamiken und die Verhinderung weiterer Eskalation.
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