
Zwei schwere Busunglücke in Algerien: Dutzende Tote und Verletzte
Innerhalb von 24 Stunden kamen bei zwei Busunfällen in Boumerdès und Timimoune nach provisorischen Angaben mindestens 28 Menschen ums Leben, mehr als 60 wurden verletzt.
Algerien ist binnen eines Tages von zwei schweren Busunglücken erschüttert worden. Nach Angaben der örtlichen Behörden kamen bei einem Unfall in der Provinz Boumerdès am Freitag mindestens 25 Menschen ums Leben, 44 weitere wurden verletzt. Ein Reisebus war nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur APS auf einer Umgehungsstraße von der Fahrbahn abgekommen und in eine Schlucht gestürzt. Präsident Abdelmadjid Tebboune sprach in einer Kondolenzbotschaft von den Opfern eines „Verbrechens“ und eines „Terrorismus auf den Straßen“. Er ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Der italienische Präsident Sergio Mattarella übermittelte laut einer Mitteilung der algerischen Präsidentschaft ebenfalls sein Beileid.
Am darauffolgenden Morgen ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall in der Provinz Timimoune im Süden des Landes. Nach Angaben des Zivilschutzes kollidierte gegen 06:00 Uhr ein Fernbus auf der Nationalstraße 51 mit einem Lastwagen. Die vorläufigen Opferzahlen weichen noch voneinander ab: Der Zivilschutz meldete zunächst drei Tote und 20 Verletzte, die Gendarmerie sprach hingegen von vier Toten und 20 Verletzten. Eine andere Quelle gab vier Tote und 42 Verletzte an. Der Bus befand sich auf der Linie Batna–Adrar. Die Rettungskräfte brachten die Verletzten in ein Krankenhaus. Der Gouverneur der Provinz begab sich an die Unfallstelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen.
Beide Unglücke haben die Diskussion über die Verkehrssicherheit in Algerien neu entfacht, wie mehrere algerische Medien berichten. Der Premierminister, Sifi Ghrieb, besuchte am Freitagabend im Auftrag des Präsidenten die verletzten Passagiere im Krankenhaus von Boumerdès und in der Hauptstadt Algier. Begleitet wurde er von den Ministern für Inneres, Gesundheit sowie Solidarität. Die Ermittlungen zu den genauen Unfallursachen sind nach Behördenangaben noch nicht abgeschlossen. Die Opferzahlen beider Unglücke sind nach Angaben der Rettungsdienste als vorläufig zu betrachten.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.50 | critical |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
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