
Sicherheitsgipfel in Toluca: Roboterassistenten und sinkende Kriminalitätszahlen vorgestellt
Präsidentin Sheinbaum und Gouverneurin Gómez präsentierten KI-gestützte Überwachungsroboter und zogen Bilanz über den Rückgang der Gewaltkriminalität im Bundesstaat México.
Bei einer gemeinsamen Sicherheitskonferenz am Mittwoch in Toluca haben die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum und die Gouverneurin des Bundesstaates México, Delfina Gómez, die Roboterassistenten „CeCi“ und „K5“ vorgestellt. Die mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Einheiten sollen künftig das Kontrollzentrum C5 bei der Überwachung, Gesichtserkennung, Kennzeichenerfassung und der Entgegennahme von Notrufen unterstützen, wie aus Regierungsangaben hervorgeht. Die Präsidentin beobachtete laut dem Bericht von El Universal eine Konversation mit dem Roboter CeCi, der auch auf Fälle von Gewalt gegen Frauen spezialisiert sei.
Im Anschluss an die Präsentation zog die Bundesregierung eine Sicherheitsbilanz für den Bundesstaat. Nach Angaben von Marcela Figueroa Franco, der Leiterin des Exekutivsekretariats des Nationalen Systems für öffentliche Sicherheit (SESNSP), sank die Zahl der täglichen vorsätzlichen Tötungsdelikte von 6,6 im September 2024 auf 2,8 im Juni 2026 – ein Rückgang um 56 Prozent. Die sogenannten Hochwirkungskriminalität, zu der etwa Raub und schwere Körperverletzung zählen, ging im selben Zeitraum um 40 Prozent zurück. Figueroa führte diese Entwicklung maßgeblich auf den im März 2025 eingeführten einheitlichen Kommandoplan für die Ostregion (Plan Oriente) zurück, der 15 Gemeinden mit besonders hoher Kriminalitätsbelastung umfasst.
Sicherheitsminister Omar García Harfuch bezifferte die Zahl der seit Oktober 2024 in der Region festgenommenen Personen wegen Hochwirkungskriminalität auf 3.300. Zudem seien mehr als 1.300 Kilogramm Drogen, 819 Schusswaffen und über 28.000 Patronen sichergestellt worden. Besonders hob er die „Operación Enjambre“ hervor, die zur Verurteilung von 22 Amtsträgern – darunter Bürgermeister und Sicherheitsdirektoren – geführt habe, denen Verbindungen zur organisierten Kriminalität vorgeworfen werden. Weitere Schwerpunkte waren die „Operación Dos Bastos“, bei der mehr als 3.300 illegale Spielautomaten als Finanzierungsquelle krimineller Gruppen entfernt wurden, sowie die „Operación Liberación“ gegen Schutzgelderpressung.
Gouverneurin Gómez betonte die enge Abstimmung mit der Bundesregierung und nahm von Präsidentin Sheinbaum konkrete Arbeitsaufträge entgegen. Dazu zählen die Verstärkung der Strategien gegen Erpressung, eine Überprüfung der Haftanstalten des Bundesstaates sowie der weitere Ausbau des Plan Oriente, für den nach Regierungsangaben zunächst 75 Milliarden Pesos bereitgestellt und später zusätzliche Mittel bewilligt wurden. Die nächsten Schritte umfassen die Umsetzung dieser Vorgaben durch die Staatsregierung, während die gemeinsamen Sicherheitsbesprechungen fortgesetzt werden.
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