
Mitarbeiter des SoFi-Stadions stimmen für Streik kurz vor WM-Start
Kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft haben die Beschäftigten des SoFi-Stadions in Los Angeles mit überwältigender Mehrheit für einen Streik gestimmt. Sie fordern höhere Löhne und Garantien gegen Einwanderungskontrollen.
Die Arbeiter der Gastronomie im SoFi-Stadion von Los Angeles haben mit 96 Prozent der Stimmen für einen Streik votiert – nur eine Woche vor dem ersten US-Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft in dieser Arena. Die Gewerkschaft Unite Here Local 11, die rund 2000 Angestellte vertritt, darunter Kellner, Köche und Spüler, könnte damit jederzeit die Arbeit niederlegen, falls ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Neue Verhandlungen mit dem Catering-Auftragnehmer Legends Global und dem Weltverband FIFA sind für Montag angesetzt, doch eine Einigung scheint ungewiss.
Der Konflikt dreht sich um höhere Löhne und Sicherheitsgarantien am Arbeitsplatz. Besonders brisant: Die Beschäftigten verlangen, dass Einwanderungsbehörden kein Zutritt zum Stadion gewährt wird. Diese Forderung spiegelt die wachsende Verunsicherung unter den oft migrantischen Arbeitskräften wider, die sich vor den verschärften Abschiebepolitiken der Trump-Administration fürchten. Der Sheriff von Los Angeles County, Robert Luna, betonte zwar, die Bundesbehörden seien nur zur Sicherheit und nicht zur Einwanderungskontrolle vor Ort – doch bleibt die Skepsis groß.
Internationale Beobachter verfolgen das Geschehen mit Sorge. Aus Iran wird berichtet, dass die Nationalelf zwei ihrer Gruppenspiele im SoFi-Stadion bestreiten soll, womit ein Streik auch die Unterstützung der persischen Fans beeinträchtigen könnte. Lateinamerikanische Medien warnen vor einem möglichen Chaos beim Eröffnungsspiel der US-Amerikaner gegen Paraguay. Deutsche Publikationen wie die „Bild“ titeln: „8 Spiele in Gefahr?“ – ein Hinweis darauf, wie sehr die Arbeitsniederlegung den reibungslosen Ablauf des globalen Turniers bedroht. Gleichzeitig weisen arabische Quellen auf exorbitante Ticketpreise von bis zu 2000 Dollar hin, die bei Serviceausfällen kaum zu rechtfertigen wären.
Das ultramoderne SoFi-Stadion, das bereits als Austragungsort für den Super Bowl 2027 und die Olympischen Spiele 2028 vorgesehen ist, steht symbolisch für die Herausforderungen von Großveranstaltungen in einem polarisierten politischen Klima. Die WM genießt die höchste Sicherheitseinstufung, was einen massiven Einsatz von Bundeskräften bedeutet. Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, wäre es nicht nur eine Blamage für die Organisatoren, sondern könnte auch ein Präzedenzfall für künftige Arbeitskämpfe bei Megaevents werden. Für deutsche Fans, die nach Kalifornien reisen, bliebe der Spielbetrieb zwar erhalten, doch die Stimmung drohte unter leeren Verpflegungsständen zu leiden.
| Iranische & verwandte Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
Das Stadion, in dem Iran zwei Spiele bestreiten soll, wird von einem Arbeiterstreik überschattet. Geringe Löhne und fehlender Schutz vor dem Zugriff von Einwanderungsbeamten auf persönliche Daten zeigen das Versagen des Gastgeberlandes, grundlegende Rechte zu gewährleisten. Die amerikanische Instabilität droht das Turnier zu stören, pünktlich zum Auftritt des iranischen Teams.
Wenige Tage vor Anpfiff stimmten die Beschäftigten des SoFi Stadium mit überwältigender Mehrheit für Streik, um bessere Löhne und Schutz vor dem Datenzugriff der Einwanderungsbehörden durchzusetzen. Der Kontrast zwischen 2.000-Dollar-Tickets und unterbezahlten Kräften offenbart die soziale Ungerechtigkeit des Events. Während ein massiver Sicherheitsapparat hochgefahren wird, bleiben migrantische Arbeiter schutzlos und von stillen Abschiebungen bedroht.
Die Beschäftigten des SoFi Stadium haben einen möglichen Streik autorisiert, jedoch betonen die Behörden, dass Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde lediglich zur Sicherheitsunterstützung vor Ort sein werden, nicht für zivile Maßnahmen. Die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Subunternehmer sollen am Montag wieder aufgenommen werden, ein Streiktermin wurde noch nicht genannt. Die Abstimmung spiegelt Arbeitskonflikte wider, doch die Klarstellung des Sheriffs soll Ängste vor Einwanderungsrazzien zerstreuen.
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