
Fünf bosnische Bergsteiger sterben bei Unwetter auf dem Elbrus
Nach einem Wettersturz am 24. Juli kamen fünf Mitglieder einer siebenköpfigen Gruppe aus Bosnien und Herzegowina ums Leben; zwei Überlebende wurden gerettet.
Am 24. Juli 2024 brach eine Gruppe von sieben Bergsteigern aus Bosnien und Herzegowina zur Besteigung des Elbrus auf. Am Abend geriet sie in einen plötzlichen Wetterumschwung und kam vom markierten Weg ab. Ein Teilnehmer konnte absteigen und die Behörden alarmieren; er berichtete, dass zwei Kameraden in 5100 Metern Höhe gestorben seien.
In der Folge leitete das russische Ministerium für Katastrophenschutz (MЧС) eine Suchaktion ein. Zunächst wurden die Leichen von zwei Bergsteigern auf 5350 Metern gefunden und ins Tal nach Asau gebracht. Später entdeckten die Rettungskräfte drei weitere Tote, sodass die Zahl der Todesopfer auf fünf stieg. Zwei Mitglieder der Gruppe konnten lebend geborgen und medizinisch versorgt werden. Die Bergung der übrigen drei Leichen musste wegen eines Schneesturms und orkanartiger Böen vorläufig eingestellt werden; die Wiederaufnahme war für den frühen Morgen geplant.
Das Untersuchungskomitee der Russischen Föderation (SKR) leitete ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung von zwei oder mehr Personen ein (Artikel 109 Teil 3 des Strafgesetzbuches). Der bosnische Außenminister Elmedin Konaković bestätigte die Todesfälle und sprach von einer „großen Tragödie“. Bosnischen Medien zufolge stammten die Expeditionsteilnehmer aus Zenica; unter ihnen befanden sich ein Ehepaar und ein Arzt des örtlichen Krankenhauses.
Der 5642 Meter hohe Elbrus gilt als der höchste Berg Europas und ist für plötzliche Wetterwechsel berüchtigt. Wie die Zeitung Kommersant berichtet, kommt es dort immer wieder zu tödlichen Unfällen; so starben im September 2021 fünf von 19 Bergsteigern in einem Schneesturm auf 5400 Metern Höhe. Die derzeitige Rettungsaktion wurde mit 16 Einsatzkräften des MЧС, des Zentrums „Lider“ und örtlicher Führer durchgeführt.
Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an. Die Bergung der verbliebenen Leichen hängt von einer Wetterbesserung ab.
| Russische & GUS-Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.50 | critical |
The accident on Elbrus is framed as a preventable tragedy, emphasizing the lack of preparation by foreign climbers. Russian authorities launched rescue efforts, but weather conditions hampered operations. The need to follow mountain safety regulations is highlighted.
The tragedy on Elbrus is seen as a failure of Russian safety measures and a lack of transparency in rescue operations. Focus is on the Bosnian victims and their families' ordeal. Russia's emergency management is criticized.
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