
Trump droht Iran mit „Sturm“ – US-Militärvorbereitungen auf Hochtouren
Nach einer provokativen Bildbotschaft und neuen Drohungen Trumps bereiten sich Washington und Israel auf eine mögliche Militäraktion gegen Iran vor.
Die Anspannung zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hat am Wochenende eine neue Qualität erreicht. Präsident Donald Trump veröffentlichte auf seiner Plattform Truth Social ein Bild, das ihn auf dem Deck eines Kriegsschiffes vor einer stürmischen See zeigt, umgeben von Booten mit iranischer Flagge. Darüber steht der Satz: „Das war die Ruhe vor dem Sturm.“ In einem zweiten Beitrag ist ein kurzes Video zu sehen, das den Abschuss eines Projektils auf eine Drohne zeigt – untermalt von Trumps Kommentar: „Wir haben sie im Visier … Feuer … Bumm!“ Aus Washingtoner Sicht handelt es sich um eine unmissverständliche Drohkulisse, die an eine ähnliche Inszenierung aus dem Jahr 2017 erinnert, als Trump vor einer Serie von Eskalationsschritten im Nahen Osten dieselbe Floskel verwendete.
Die verbale Offensive steht in engem Zusammenhang mit dem Scheitern der jüngsten diplomatischen Bemühungen. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Nahost-Quellen, die der New York Times zugespielt wurden, bereiten die USA und Israel derzeit die „intensivsten Vorbereitungen“ für eine Wiederaufnahme militärischer Operationen gegen Iran vor – möglicherweise schon in der kommenden Woche. Trump selbst erklärte gegenüber dem französischen Sender BFM, die Geduld Washingtons sei „am Ende“ und Iran werde eine „sehr schlimme Zeit“ erleben, falls kein Abkommen zustande komme. Beobachter in Jerusalem bestätigten eine erhöhte Alarmbereitschaft der israelischen Streitkräfte, während aus Teheran gegenteilige Signale kommen: Die Führung beharre auf der vollen Souveränität über die Straße von Hormus und zeige sich diplomatisch unnachgiebig.
Aus europäischer Perspektive, insbesondere für Deutschland, Österreich und die Schweiz, gewinnt die Krise eine unmittelbare sicherheits- und energiepolitische Dimension. Sollte es zu einer militärischen Konfrontation im Persischen Golf kommen, drohen eine Blockade der Seewege und ein erneuter Ölpreisschock – ein Szenario, das die ohnehin fragile wirtschaftliche Erholung in Mitteleuropa empfindlich treffen könnte. Zudem sehen sich die europäischen Regierungen in einer schwierigen Vermittlerrolle: Sie haben die Verhandlungen mit Teheran über das Atomprogramm stets unterstützt, stehen nun aber vor der Frage, ob sie sich hinter eine mögliche US-geführte Aktion stellen oder einen eigenständigen diplomatischen Kurs einschlagen. Bislang fehlen klare Signale aus Berlin, Wien oder Bern, wie man auf die rasche Zuspitzung reagieren will.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob es sich bei Trumps Posts um eine bewusste psychologische Kriegführung handelt – eine Taktik, die er bereits in seiner ersten Amtszeit mehrfach anwandte – oder ob die Ankündigungen tatsächlich in einen militärischen Schlag münden. Dass beide Seiten öffentlich auf Konfrontation setzen, verringert den Spielraum für einen last-Minute-Kompromiss erheblich. Aus Sicht unabhängiger Analysten wäre eine Eskalation auch innenpolitisch riskant: Trump kehrte erst kürzlich von einer Chinareise zurück und sieht sich mit einem zunehmend gespaltenen Kongress konfrontiert. Dennoch deutet die Gleichzeitigkeit von Drohgebärden und konkreten militärischen Vorbereitungen darauf hin, dass die Administration in Washington den Ernstfall zumindest ernsthaft durchspielt.
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
Die arabische Golfpresse berichtet über Trumps deutliche Warnung, dass vom Iran 'nichts übrig bleiben' werde, wenn keine Einigung erzielt werde. Seine Beiträge in sozialen Medien, darunter ein Bild eines Sturms und von Kriegsschiffen, werden als klare Androhung militärischer Maßnahmen interpretiert. Die Berichterstattung betont die Dringlichkeit und die hohen Einsätze des Konflikts.
Die Presse der Levante und des Maghreb betont Trumps Drohung mit schwerwiegenden Konsequenzen für den Iran, falls keine Einigung erzielt wird, weist aber auch auf iranische Signale der Verhandlungsbereitschaft hin. Die Berichterstattung erwähnt Botschaften aus Washington an Teheran, was darauf hindeutet, dass diplomatische Kanäle offen bleiben. Die Darstellung zeichnet die Lage als angespannt, aber mit Spielraum für Gespräche.
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