
Trump droht Iran mit Vergeltung: „Zu lange verhandelt, jetzt wird der Preis gezahlt“
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch eine drastische Verschärfung seines Tons gegenüber Teheran signalisiert. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, Iran habe „zu lange gebraucht, um ein Abkommen auszuhandeln“, und werde nun „den Preis dafür zahlen“. Die Äußerungen folgen auf eine neue Eskalationsrunde, bei der die USA nach dem Abschuss eines Apache-Hubschraubers durch iranische Kräfte Vergeltungsschläge gegen Ziele im Süden Irans flogen. Teheran wiederum griff US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait mit Raketen und Drohnen an. Aus Washingtoner Sicht ist die Geduld erschöpft: Trump bezeichnete die iranischen Streitkräfte als „komplettes Chaos“ und erklärte, die Marine und Luftwaffe des Landes existierten praktisch nicht mehr. In einem Telefonat mit Fox News deutete er an, neue Angriffe auf iranische Kraftwerke und Brücken stünden unmittelbar bevor, sollte Teheran nicht zu einer Einigung bereit sein.
Die Kehrtwende in Trumps Rhetorik ist bemerkenswert: Noch am Dienstag hatte er von einer möglichen Einigung „in zwei oder drei Tagen“ gesprochen. Nun spricht er vom „Tod des Tyrannen des Nahen Ostens“. Beobachter in Teheran werten dies als Versuch, die eigene militärische Überlegenheit zu demonstrieren und gleichzeitig innenpolitischen Druck aufzubauen. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi warnte, man werde „keinen Angriff unbeantwortet lassen“. Aus europäischer Perspektive, insbesondere in Berlin und Wien, wächst die Sorge vor einem Flächenbrand. Die Bundesregierung rief beide Seiten zur Deeskalation auf, während die Schweizer Neutralität in der Vermittlungsrolle unter Druck gerät. Die Vereinten Nationen mahnten, die fragile Waffenruhe vom April nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen.
Die jüngsten Gefechte haben die ohnehin stockenden Gespräche über eine dauerhafte Waffenruhe weiter erschwert. Trump hatte zuvor eine Seeblockade verhängt, die er als „erfolgreichste Blockade der Seekriegsgeschichte“ bezeichnete. Experten in Peking sehen darin eine gezielte wirtschaftliche Strangulierung, die Irans Verhandlungsspielraum minimieren soll. Die Ölpreise reagierten umgehend: Die US-Sorte West Texas Intermediate stieg um mehr als zwei Prozent auf über 90 Dollar pro Barrel. Aus Sicht von Analysten in den Golfstaaten könnte die Eskalation die Energieversorgung gefährden, falls der Konflikt auf die Straße von Hormus übergreift. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Trumps Ultimatum tatsächlich in neue Militärschläge mündet oder ob diplomatische Kanäle doch noch eine Lösung ermöglichen.
| Russische & GUS-Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.30 | aligned |
Washingtons Haltung gegenüber dem Iran ist unberechenbar: Drohungen werden ausgesprochen und wieder zurückgenommen, während Militärschläge fortgesetzt werden. Der Kreml stellt fest, dass die Schließung der Straße von Hormuz ihre desinflationäre Wirkung auf Russland verliert und die wirtschaftlichen Risiken zunehmen.
Präsident Trump signalisiert einen diplomatischen Ausweg, indem er Angriffe auf die Insel Kharg zurückstellt, während die Gespräche zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz voranschreiten. Die Regierung stellt dies als mögliches Abkommen in Aussicht, das die Blockade lockern könnte.
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