
Trump: Iran will Abkommen – trotz militärischer Eskalation und Skepsis in Teheran
US-Präsident Donald Trump zeigt sich optimistisch über eine Einigung mit Iran, während neue Militärschläge die Spannungen erhöhen. Teheran fordert Garantien, und innenpolitische Kritik erschwert die Verhandlungen.
Wenige Stunden nach gegenseitigen Militärschlägen zwischen den USA und Iran hat US-Präsident Donald Trump am Montag seine Zuversicht bekundet, dass Teheran ein Abkommen mit Washington anstrebe. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, Iran wolle „wirklich ein Abkommen schließen“, und es werde „ein gutes für die USA und diejenigen, die mit uns sind“ [A5][A6]. Zuvor hatte das US-Militär iranische Stellungen angegriffen, und die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten eine US-Basis ins Visier genommen – die jüngsten einer Serie von Konfrontationen in einem bereits drei Monate andauernden Krieg [A2][A7].
Das US-Zentralkommando meldete zudem, dass Iran eine amerikanische MQ-1-Drohne über internationalen Gewässern abgeschossen habe [A3]. Die Angriffe folgten auf sogenannte „Selbstverteidigungsschläge“ der USA gegen iranische Radar- und Drohnenleitstellen am Wochenende, die Washington als Reaktion auf „aggressives“ Verhalten Teherans bezeichnete [A3]. Die Revolutionsgarden wiederum gaben an, einen Luftwaffenstützpunkt attackiert zu haben, der für einen vorherigen US-Schlag auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik genutzt worden sei [A3]. An den Rohstoffmärkten sprangen die Ölpreise angesichts der Eskalation in die Höhe [A3].
Trump verband seine Zuversicht mit scharfer Kritik an innenpolitischen Gegnern. Es sei „viel schwieriger, meine Arbeit richtig zu machen und zu verhandeln, wenn diese Politiker weiterhin in beispiellosem Ausmaß negativ ‚schnattern‘“, schrieb er und nahm dabei sowohl Demokraten als auch Teile seiner eigenen Republikaner ins Visier [A5][A6]. Er rief dazu auf, „sich einfach zurückzulehnen und zu entspannen“, denn am Ende werde alles gut – „so wie immer“ [A3][A6]. Beobachter in Washington werten dies als Versuch, den Druck von den stockenden Gesprächen zu nehmen und zugleich die Schuld für mögliches Scheitern auf die Opposition abzuwälzen.
In Teheran dämpfte derweil Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf die Erwartungen. Er warnte, den USA sei nicht zu trauen, und Iran werde keinem Abkommen zustimmen, das nicht die Rechte der Iraner garantiere [A4]. Hintergrund sind Berichte, wonach Washington ein neues Angebot mit verschärften Bedingungen vorgelegt habe, das noch erhebliche Differenzen offenbare [A4]. Die iranische Führung signalisiert damit, dass sie trotz des militärischen Drucks nicht zu Zugeständnissen ohne Sicherheiten bereit ist.
Die Kluft zwischen Trumps Optimismus und der iranischen Vorsicht verdeutlicht die fragile Lage an der Schwelle zwischen Krieg und Diplomatie. Während Trump auf einen raschen Deal hofft, um den Konflikt zu beenden, könnte das Misstrauen in Teheran den Verhandlungsprozess weiter verzögern. Internationale Beobachter, etwa aus Moskau oder Peking, die eigene Interessen in der Region verfolgen, dürften die Entwicklung genau verfolgen. Sollte es nicht gelingen, die militärischen Auseinandersetzungen einzudämmen, droht eine weitere Destabilisierung des Nahen Ostens mit unabsehbaren Folgen für die globale Energieversorgung und die Sicherheit der Handelswege.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | +0.10 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | −0.20 | neutral |
Während Trump versichert, der Iran wolle unbedingt eine Einigung, kommen aus Teheran scharfe Warnungen: Chefverhandler Qalibaf mahnt, den USA könne man nicht trauen, und ein Abkommen ohne harte Garantien für die Rechte der Iraner werde es nicht geben. Die Skepsis ist groß, die US-Forderungen würden verschärft.
Trumps Zuversicht auf einen Iran-Deal wird begleitet von einer Attacke auf Demokraten und einige Republikaner, denen er mangelnden Patriotismus vorwirft und die die Verhandlungen erschweren. Die Golfberichterstattung genießt diesen inneramerikanischen Streit mit spürbarer Schadenfreude und Ironie.
Auf Trumps Bekundung, der Iran wolle wirklich eine Einigung, folgt seine Klage, dass Demokraten und einige Republikaner unablässig negativ „zwitschern“ und ihm die Arbeit erschweren. Russische Medien greifen das bereitwillig auf und genießen das Schauspiel inneramerikanischer Zwietracht mit Revanche-Stolz und Schadenfreude.
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