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Geopolitik & PolitikFreitag, 12. Juni 2026

Trump nominiert Jay Clayton als Direktor der US-Geheimdienste – zweiter Anlauf nach innerparteilichem Widerstand

Nach dem Rücktritt von Tulsi Gabbard und der gescheiterten Kandidatur eines umstrittenen Vertrauten setzt der US-Präsident auf den erfahrenen Bundesankläger aus New York, der auch im Fall Maduro ermittelt.

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag den Bundesankläger des südlichen Bezirks von New York, Jay Clayton, für das Amt des Direktors der Nationalen Geheimdienste nominiert. Der Posten war seit dem Rücktritt von Tulsi Gabbard Ende Mai vakant, die aus familiären Gründen ausgeschieden war. Bereits zuvor war ein früherer Kandidat, Bill Pulte, am Widerstand republikanischer Senatoren gescheitert, die ihm mangelnde Erfahrung im Geheimdienstbereich vorwarfen. Mit Clayton, den Trump in einem Beitrag auf Truth Social als „hoch angesehen“ lobte und dessen zügige Bestätigung er forderte, wählt der Präsident nun einen Kandidaten mit ausgeprägter juristischer und regulatorischer Expertise.

Clayton, der seit April 2025 die einflussreiche New Yorker Staatsanwaltschaft leitet, kann auf eine Karriere zurückblicken, die sowohl die Finanzaufsicht als auch die Strafverfolgung umfasst. Von 2017 bis 2020 diente er unter Trump als Vorsitzender der Börsenaufsicht SEC. In seiner aktuellen Position verantwortet er spektakuläre Fälle: Er unterzeichnete die Anklage der USA gegen den venezolanischen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro, der seit Januar 2026 in US-Gewahrsam ist, und führt das Verfahren wegen Drogenhandels gegen Maduro. Aus lateinamerikanischer Perspektive unterstreicht Claytons Nominierung das anhaltende Interesse Washingtons, die politische und juristische Aufarbeitung des gestürzten Regimes in Caracas aktiv mitzugestalten.

Der Widerstand gegen den ursprünglichen Kandidaten Pulte, der als Leiter der Wohnungsbaubehörde über keinerlei geheimdienstliche Erfahrung verfügte, verdeutlicht die innerparteilichen Spannungen im republikanischen Lager. Aus Washingtoner Sicht gilt Clayton als konsensorientierte Wahl, die sowohl rechtskonservative als auch sicherheitspolitisch fokussierte Senatoren zufriedenstellen könnte. Allerdings fehlen auch ihm direkte Erfahrungen in der Intelligence Community. Seine Befürworter verweisen jedoch auf seine Erfolge bei der Führung komplexer Ermittlungen und seine internationale Vernetzung, etwa als SEC-Chef in der globalen Finanzregulierung.

Mit Claytons Nominierung setzt Trump erneut auf eine Persönlichkeit, die Loyalität und fachliche Kompetenz vereint – eine Kombination, die für den Präsidenten charakteristisch ist. Sollte der Senat zustimmen, stünde Clayton vor der Aufgabe, eine Behörde zu leiten, die in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen – von Taiwan über die Ukraine bis zur digitalen Kriegsführung – eine Schlüsselrolle spielt. Für die europäischen Partner, einschließlich Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, könnte ein stärker juristisch geprägter Geheimdienstkoordinator die transatlantische Kooperation bei Sanktionen, Finanzdelikten und Terrorismusbekämpfung verändern, während die klassische nachrichtendienstliche Arbeit neu gewichtet werden müsste.

Divergenz — wer erzählt sie wie
10%Niedrig
2 Blöcke · Positionen von −0.50 bis −0.30
KritischWohlwollend
ALMRUS
Abweichung zwischen Presseblöcken
Arabische Levante-Maghreb-Presse−0.50critical
Russische & GUS-Presse−0.30critical
Arabische Levante-Maghreb-Presse−0.50

Die Ernennung Claytons zum US-Geheimdienstchef schürt die Befürchtung einer aggressiven Bewältigung der Nahostkrisen. Ein Geschäftsmann mit Wall-Street-Verbindungen könnte Spionageoperationen auf die wirtschaftliche Kontrolle der Region ausrichten.

AlarmPaternalismusSkepsis
Russische & GUS-Presse−0.30

Der Wechsel von Gabbard zu Clayton an der Spitze des US-Geheimdienstes signalisiert eine Rückkehr zu traditionellen Mustern. Moskau wird prüfen, ob die neue Führung verdeckte Operationen im postsowjetischen Raum verschärft.

PragmatismusDistanzSkepsis
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Montreal Alouettes bezwingen Edmonton Elks mit 48:30 – Davis Alexander überragend·Indischer Luftwaffenoffizier nach mutmaßlicher Spionage für pakistanischen Geheimdienst festgenommen·Ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs Ungarns akzeptiert Präsidentschaftskandidatur der Tisza-Partei·Helikopterabsturz in Rio de Janeiro: Vier Tote, darunter drei kolumbianische Touristinnen·Messerangriffe in Rotterdam: Polizei nimmt 26-Jährigen fest·Ariana Grande kündigt Auszeit an: „Grenzen müssen gesetzt werden“·US-Senat verabschiedet Übergangshaushalt zur Abwendung eines Government Shutdowns·Sam Altman: KI macht Arbeit intensiver statt kürzer, Unternehmen sparen Milliarden·Montreal Alouettes bezwingen Edmonton Elks mit 48:30 – Davis Alexander überragend·Indischer Luftwaffenoffizier nach mutmaßlicher Spionage für pakistanischen Geheimdienst festgenommen·Ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs Ungarns akzeptiert Präsidentschaftskandidatur der Tisza-Partei·Helikopterabsturz in Rio de Janeiro: Vier Tote, darunter drei kolumbianische Touristinnen·Messerangriffe in Rotterdam: Polizei nimmt 26-Jährigen fest·Ariana Grande kündigt Auszeit an: „Grenzen müssen gesetzt werden“·US-Senat verabschiedet Übergangshaushalt zur Abwendung eines Government Shutdowns·Sam Altman: KI macht Arbeit intensiver statt kürzer, Unternehmen sparen Milliarden·
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Freitag, 12. Juni 2026

Trump nominiert Jay Clayton als Direktor der US-Geheimdienste – zweiter Anlauf nach innerparteilichem Widerstand

Nach dem Rücktritt von Tulsi Gabbard und der gescheiterten Kandidatur eines umstrittenen Vertrauten setzt der US-Präsident auf den erfahrenen Bundesankläger aus New York, der auch im Fall Maduro ermittelt.

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag den Bundesankläger des südlichen Bezirks von New York, Jay Clayton, für das Amt des Direktors der Nationalen Geheimdienste nominiert. Der Posten war seit dem Rücktritt von Tulsi Gabbard Ende Mai vakant, die aus familiären Gründen ausgeschieden war. Bereits zuvor war ein früherer Kandidat, Bill Pulte, am Widerstand republikanischer Senatoren gescheitert, die ihm mangelnde Erfahrung im Geheimdienstbereich vorwarfen. Mit Clayton, den Trump in einem Beitrag auf Truth Social als „hoch angesehen“ lobte und dessen zügige Bestätigung er forderte, wählt der Präsident nun einen Kandidaten mit ausgeprägter juristischer und regulatorischer Expertise.

Clayton, der seit April 2025 die einflussreiche New Yorker Staatsanwaltschaft leitet, kann auf eine Karriere zurückblicken, die sowohl die Finanzaufsicht als auch die Strafverfolgung umfasst. Von 2017 bis 2020 diente er unter Trump als Vorsitzender der Börsenaufsicht SEC. In seiner aktuellen Position verantwortet er spektakuläre Fälle: Er unterzeichnete die Anklage der USA gegen den venezolanischen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro, der seit Januar 2026 in US-Gewahrsam ist, und führt das Verfahren wegen Drogenhandels gegen Maduro. Aus lateinamerikanischer Perspektive unterstreicht Claytons Nominierung das anhaltende Interesse Washingtons, die politische und juristische Aufarbeitung des gestürzten Regimes in Caracas aktiv mitzugestalten.

Der Widerstand gegen den ursprünglichen Kandidaten Pulte, der als Leiter der Wohnungsbaubehörde über keinerlei geheimdienstliche Erfahrung verfügte, verdeutlicht die innerparteilichen Spannungen im republikanischen Lager. Aus Washingtoner Sicht gilt Clayton als konsensorientierte Wahl, die sowohl rechtskonservative als auch sicherheitspolitisch fokussierte Senatoren zufriedenstellen könnte. Allerdings fehlen auch ihm direkte Erfahrungen in der Intelligence Community. Seine Befürworter verweisen jedoch auf seine Erfolge bei der Führung komplexer Ermittlungen und seine internationale Vernetzung, etwa als SEC-Chef in der globalen Finanzregulierung.

Mit Claytons Nominierung setzt Trump erneut auf eine Persönlichkeit, die Loyalität und fachliche Kompetenz vereint – eine Kombination, die für den Präsidenten charakteristisch ist. Sollte der Senat zustimmen, stünde Clayton vor der Aufgabe, eine Behörde zu leiten, die in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen – von Taiwan über die Ukraine bis zur digitalen Kriegsführung – eine Schlüsselrolle spielt. Für die europäischen Partner, einschließlich Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, könnte ein stärker juristisch geprägter Geheimdienstkoordinator die transatlantische Kooperation bei Sanktionen, Finanzdelikten und Terrorismusbekämpfung verändern, während die klassische nachrichtendienstliche Arbeit neu gewichtet werden müsste.

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Die Ernennung Claytons zum US-Geheimdienstchef schürt die Befürchtung einer aggressiven Bewältigung der Nahostkrisen. Ein Geschäftsmann mit Wall-Street-Verbindungen könnte Spionageoperationen auf die wirtschaftliche Kontrolle der Region ausrichten.

AlarmPaternalismusSkepsis
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