
Trump sagt Kontrolle über Grönland bis Ende seiner Amtszeit voraus
In einem Interview bekräftigte der US-Präsident seine Absicht, das autonome dänische Territorium zu erwerben, und verwies auf nationale Sicherheitsinteressen – europäische Verbündete sehen darin eine Bedrohung der Souveränität.
Präsident Donald Trump hat in einem Gespräch mit dem Sender Real America’s Voice die Prognose bekräftigt, Grönland werde noch vor dem Ende seiner Amtszeit im Januar 2029 unter operativer Kontrolle der Vereinigten Staaten stehen. Auf die Bemerkung des Moderators Steve Gruber, er habe genau dies vorhergesagt, entgegnete Trump: „Sie werden recht behalten. Grönland ist aus unserer Sicht wichtig, nicht aus deren Sicht … Sie sollten darauf wetten.“ Die Äußerung reiht sich in eine Serie von Vorstößen ein, mit denen Trump seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus den Anspruch auf die halbautonome Insel im Nordatlantik untermauert.
Aus Washingtoner Sicht wird das Ansinnen mit Erfordernissen der nationalen Sicherheit begründet. Trump argumentiert laut übereinstimmenden Berichten, die Vereinigten Staaten müssten Grönland kontrollieren, um zu verhindern, dass Rivalen wie Russland und China dort Fuß fassen. Das strategische Interesse speist sich aus der sich öffnenden Arktis: Durch den Rückgang des Meereises entstehen neue Schifffahrtsrouten und der Zugang zu Rohstoffen wird leichter, wie der Geopolitik-Professor Klaus Dodds von der Royal Holloway, University of London, gegenüber Business Insider erklärte. Russland habe bereits vor zwei Jahrzehnten mit dem Wiederaufbau seiner arktischen Präsenz begonnen und betreibe heute 42 Eisbrecher, darunter 13 ganzjährig einsatzfähige schwere Einheiten. Die USA verfügen demgegenüber über einen einzigen einsatzbereiten schweren Eisbrecher, die Polar Star, und haben jahrzehntelang zu wenig in ihre bestehende arktische Infrastruktur investiert, so der Journalist und Autor Kenneth Rosen.
Europäische Verbündete, insbesondere Dänemark, werten Trumps Avancen als Bedrohung der grönländischen Souveränität. Die Insel ist Teil des Königreichs Dänemark, genießt aber weitgehende Autonomie. Sowohl Kopenhagen als auch Nuuk haben wiederholt erklärt, Grönland stehe nicht zum Verkauf. Gleichwohl signalisierte Grönlands Regierungschef Muté Egede nach Angaben der russischen Zeitung Kommersant Gesprächsbereitschaft bei der Rohstoffförderung, solange die Selbstbestimmung gewahrt bleibe. Die Spannungen eskalierten im Januar, als Trump mit zehnprozentigen Zöllen auf Importe aus Dänemark und anderen europäischen Staaten drohte, um einen „vollständigen Kauf“ zu erzwingen. Wenige Tage später nahm er davon Abstand und verwies auf ein „sehr produktives“ Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, bei dem ein Rahmenabkommen für Grönland und die Arktis skizziert worden sei.
Ungeachtet der politischen Rhetorik verfügen die USA bereits über umfassenden militärischen Zugang zu Grönland. Ein Verteidigungsabkommen mit Dänemark aus dem Jahr 1951 erlaubt die Stationierung von Truppen; derzeit wird allerdings nur die Pituffik Space Base aktiv genutzt. „Grönland bietet den USA bereits alles, was sie für die nationale Sicherheit benötigen“, wird Rosen zitiert. Die eigentliche Herausforderung liege nicht im Erwerb neuen Territoriums, sondern in der mangelnden Nutzung bestehender Vereinbarungen und der Vernachlässigung der eigenen arktischen Fähigkeiten. Während Trump seine Fixierung auf die Insel beibehält – zuletzt veröffentlichte er ein manipuliertes Bild mit einer US-Flagge über Grönland –, taxieren Wettmärkte die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Übernahme gering: Auf der Plattform Polymarket liegt sie bei vier Prozent für einen Erwerb vor 2027, auf Kalshi bei 22 Prozent für einen Gebietszuwachs bis zum Ende von Trumps Amtszeit. Konkrete rechtliche oder politische Schritte zur Annexion sind aus den vorliegenden Berichten nicht ersichtlich.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.40 | critical |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Experts dismantle Trump's rhetoric, showing that the US needs to invest in the Arctic, not conquer.
By citing experts and historical data on underinvestment, a contrast is created between Trump's ambition and operational reality.
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Trump bets and promises: Greenland will be under US control by 2029, proof of his imperialist determination.
By repeating Trump's statement without balancing it with critical voices, his audacity is emphasized as a threat.
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Trump admits the possibility of taking control of Greenland; the fact is reported without comment.
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