
Trump: Verantwortung für Angriff auf Mädchenschule in Iran möglicherweise nie zu klären
Trotz interner US-Ermittlungen, die auf eine Beteiligung amerikanischer Streitkräfte hindeuten, äußerte Präsident Trump Zweifel an der Verantwortung Washingtons für den tödlichen Raketenangriff in Minab.
US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit in den Raum gestellt, dass die Urheberschaft des verheerenden Raketenangriffs auf eine Mädchenschule in der südiranischen Stadt Minab vom 28. Februar nie abschließend geklärt werden könne. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus erklärte Trump, es sei angesichts der Vielzahl gleichzeitig abgefeuerter Raketen schwer, die Verantwortung eindeutig zuzuweisen. Er sehe nichts, was ihn zu der Annahme veranlasse, dass die Vereinigten Staaten für den Einschlag verantwortlich seien. Verteidigungsminister Pete Hegseth, der bei dem Auftritt anwesend war, bekräftigte, das Pentagon nehme die Untersuchung sehr ernst und werde die Ergebnisse zu gegebener Zeit veröffentlichen.
Aus Washingtoner Regierungskreisen verlautete hingegen bereits im März, eine erste interne Untersuchung des US-Militärs sei zu dem vorläufigen Schluss gelangt, dass amerikanische Streitkräfte den Angriff wahrscheinlich verursacht hätten. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen, der Fehlschlag könne auf veraltete Zieldaten zurückzuführen sein. Demnach sei das Schulgebäude in früheren Jahren von den iranischen Revolutionsgarden genutzt worden, bevor es in den 2010er-Jahren zu einer Bildungseinrichtung umgewidmet wurde. Das Pentagon hat diese vorläufigen Erkenntnisse bislang nicht offiziell bestätigt und den Untersuchungsauftrag ausgeweitet.
Nach iranischen Angaben kamen bei dem Angriff mehr als 175 Kinder und Lehrkräfte ums Leben. Die Führung in Teheran verurteilte den Vorfall als eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und veröffentlichte Bildmaterial, das die Zerstörung und die Bergungsarbeiten zeigt. Internationale Organisationen, darunter das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte, bezeichneten den Angriff als „absolut entsetzlich“. Die UNESCO sowie mehrere Menschenrechtsgruppen forderten eine unabhängige Aufklärung. Völkerrechtler wiesen darauf hin, dass ein vorsätzlicher Angriff auf eine zivile Bildungseinrichtung als Kriegsverbrechen zu werten sei.
Der Einschlag ereignete sich am ersten Tag der gemeinsamen Militäroperation der USA und Israels gegen den Iran. Aufnahmen, die von der Nachrichtenagentur Reuters verifiziert wurden, zeigen den Einschlag eines Tomahawk-Marschflugkörpers – eines Waffensystems, das nach offiziellen Angaben nur von den USA, Großbritannien, Australien, Japan und den Niederlanden eingesetzt wird. Präsident Trump hatte unmittelbar nach dem Vorfall ohne Belege den Iran selbst für den Angriff verantwortlich gemacht und später erklärt, niemand habe die Schule absichtlich angegriffen. Die Ermittlungen des Pentagons dauern an; ein Zeitplan für die Veröffentlichung der Ergebnisse wurde nicht genannt. Der Kongress sowie demokratische Abgeordnete drängen auf eine ungeschwärzte Offenlegung der Untersuchungsberichte.
| Russische & GUS-Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.50 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
Russia condemns US impunity, claiming Washington will never be held accountable for the war crime in Minabe.
Trump's 'never' is framed as evidence of American arrogance, extrapolating a single case into a systemic pattern.
Iran blames the United States for unpunished war crimes, using Trump's statement as evidence of hypocrisy.
Trump's remark is isolated from context and presented as self-condemnation, turning an admission of fallibility into a confession of guilt.
The West acknowledges operational challenges without condemning, shifting focus to technical solutions and lessons learned.
Trump's statement is framed as pragmatic and realistic, normalizing uncertainty in military operations and downplaying the need for accountability.
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