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Ausgabe von 10:00 CETMontag, 10. August 2026
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Freitag, 8. Mai 2026

Rubio im Vatikan: Annäherung nach Trumps Ausfällen gegen den Papst

US-Außenminister Marco Rubio traf Papst Leo XIV. in Rom, um die zerrütteten Beziehungen zu kitten. Im Zentrum standen der Iran-Krieg und humanitäre Initiativen.

Der Besuch von US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan war mehr als eine protokollarische Geste. Er fand statt, nachdem Präsident Donald Trump den Papst wiederholt als „schwach“ bezeichnet und ihm vorgeworfen hatte, durch seine ablehnende Haltung zum Iran-Krieg die Sicherheit von Katholiken zu gefährden. Rubio traf Papst Leo XIV. zu einer Audienz, die nach vatikanischen Angaben 45 Minuten, nach US-Angaben gut zweieinhalb Stunden dauerte – die längere Version schließt vermutlich Gespräche mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin ein.

Beide Seiten betonten anschließend die „herzliche“ Atmosphäre und den Willen, die bilateralen Beziehungen zu festigen. Aus Washingtoner Sicht ging es darum, die Scherben einer verbalen Entgleisung zusammenzukehren, die innerhalb der katholischen Wählerschaft Trumps für Unmut gesorgt hatte. Rubio selbst sprach auf der Plattform X von einem „gemeinsamen Einsatz für Frieden und Menschenwürde“.

Der Vatikan seinerseits ließ verlauten, dass die Gespräche die Lage im Nahen Osten, insbesondere den Krieg gegen den Iran, sowie humanitäre Projekte in der westlichen Hemisphäre, etwa in Kuba und Mittelamerika, umfassten. Beobachter in Rom deuten das Treffen als Versuch, die diplomatischen Kanäle zwischen dem Heiligen Stuhl und der Supermacht offen zu halten, während Trump mit aggressiven Tönen gegen die multilaterale Ordnung Stellung bezieht. Für europäische Hauptstädte, namentlich Berlin, Wien und Bern, ist der Zustand des Dialogs zwischen Washington und Rom von unmittelbarem Interesse: Der Vatikan gilt als wichtiger Impulsgeber für humanitäre Initiativen, etwa in Krisengebieten im Libanon oder in Afghanistan.

Wenn die USA hier nicht nur auf Konfrontation setzen, sondern wieder auf Kooperation, könnte das auch die transatlantischen Verhandlungen über Migrations- und Stabilitätspakte erleichtern. Freilich bleibt abzuwarten, ob die Versöhnungsgeste dauerhaft trägt. Trumps unberechenbare Rhetorik könnte jederzeit neue Spannungen auslösen.

Der Vatikan setzt weiterhin auf Diplomatie und Völkerrecht – zwei Prinzipien, die mit der derzeitigen US-Politik nicht immer in Einklang stehen. Der Besuch Rubios ist ein erster Schritt; ob er in eine neue Phase des Miteinanders mündet, hängt vom Ausgang des Iran-Krieges und dem innenpolitischen Druck auf Trump ab.

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Rubio im Vatikan: Annäherung nach Trumps Ausfällen gegen den Papst

US-Außenminister Marco Rubio traf Papst Leo XIV. in Rom, um die zerrütteten Beziehungen zu kitten. Im Zentrum standen der Iran-Krieg und humanitäre Initiativen.

Der Besuch von US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan war mehr als eine protokollarische Geste. Er fand statt, nachdem Präsident Donald Trump den Papst wiederholt als „schwach“ bezeichnet und ihm vorgeworfen hatte, durch seine ablehnende Haltung zum Iran-Krieg die Sicherheit von Katholiken zu gefährden. Rubio traf Papst Leo XIV. zu einer Audienz, die nach vatikanischen Angaben 45 Minuten, nach US-Angaben gut zweieinhalb Stunden dauerte – die längere Version schließt vermutlich Gespräche mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin ein.

Beide Seiten betonten anschließend die „herzliche“ Atmosphäre und den Willen, die bilateralen Beziehungen zu festigen. Aus Washingtoner Sicht ging es darum, die Scherben einer verbalen Entgleisung zusammenzukehren, die innerhalb der katholischen Wählerschaft Trumps für Unmut gesorgt hatte. Rubio selbst sprach auf der Plattform X von einem „gemeinsamen Einsatz für Frieden und Menschenwürde“.

Der Vatikan seinerseits ließ verlauten, dass die Gespräche die Lage im Nahen Osten, insbesondere den Krieg gegen den Iran, sowie humanitäre Projekte in der westlichen Hemisphäre, etwa in Kuba und Mittelamerika, umfassten. Beobachter in Rom deuten das Treffen als Versuch, die diplomatischen Kanäle zwischen dem Heiligen Stuhl und der Supermacht offen zu halten, während Trump mit aggressiven Tönen gegen die multilaterale Ordnung Stellung bezieht. Für europäische Hauptstädte, namentlich Berlin, Wien und Bern, ist der Zustand des Dialogs zwischen Washington und Rom von unmittelbarem Interesse: Der Vatikan gilt als wichtiger Impulsgeber für humanitäre Initiativen, etwa in Krisengebieten im Libanon oder in Afghanistan.

Wenn die USA hier nicht nur auf Konfrontation setzen, sondern wieder auf Kooperation, könnte das auch die transatlantischen Verhandlungen über Migrations- und Stabilitätspakte erleichtern. Freilich bleibt abzuwarten, ob die Versöhnungsgeste dauerhaft trägt. Trumps unberechenbare Rhetorik könnte jederzeit neue Spannungen auslösen.

Der Vatikan setzt weiterhin auf Diplomatie und Völkerrecht – zwei Prinzipien, die mit der derzeitigen US-Politik nicht immer in Einklang stehen. Der Besuch Rubios ist ein erster Schritt; ob er in eine neue Phase des Miteinanders mündet, hängt vom Ausgang des Iran-Krieges und dem innenpolitischen Druck auf Trump ab.

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