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Gesellschaft & KulturSamstag, 16. Mai 2026

Marokkos Trainer Ouahbi setzt auf klare Spielidee – Haiti und Tunesien geben Kader für die WM bekannt

Wenige Wochen vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko haben Marokko, Haiti und Tunesien ihre Kader bekanntgegeben. Die Vorbereitungen laufen – die Ambitionen sind unterschiedlich.

Mit der Bekanntgabe der finalen 26 Spieler am 26. Mai hat der marokkanische Nationaltrainer Mohamed Ouahbi die letzte Phase der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko eingeläutet. In einem ausführlichen Fernsehinterview ließ Ouahbi keinen Zweifel daran, dass die „Löwen des Atlas“ mit einer klaren taktischen Identität und gesteigerten Ambitionen nach Nordamerika reisen. Die jüngsten Tests gegen Ecuador und Paraguay hätten dem Trainerstab wertvolle Erkenntnisse über die Widerstandsfähigkeit der Mannschaft geliefert, insbesondere gegen physisch starke und defensiv disziplinierte Gegner. Vor der Abreise stehen noch zwei weitere Freundschaftsspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit an: am 26. Mai gegen Burundi und am 2. Juni gegen Madagaskar. Ouahbi betonte, dass die Mannschaft über eine „wachsende taktische Reife“ verfüge und das Ziel über ein reines Achtungszeichen hinausgehe.

Während Marokko bereits zum zweiten Mal in Folge bei einer WM vertreten ist, betreten Haiti und Tunesien das Turnier mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Für Haiti, das nach 1974 zum zweiten Mal an einer Endrunde teilnimmt, ist die Qualifikation allein ein historischer Erfolg. Trainer Sébastien Migné sprach in der Pressekonferenz zur Kaderbekanntgabe von einer „neuen Ära“ für den haitianischen Fußball. Die Mannschaft sei nicht angetreten, um nur dabei zu sein – das erklärte Minimalziel laute, den ersten Punkt der Verbandsgeschichte bei einer WM zu holen. Ein Sieg oder gar der Einzug in die K.-o.-Runde sei das „große, aber realistische“ Ziel, so Migné. Haiti trifft in Gruppe C auf Brasilien, Schottland und Marokko – den wohl stärksten Brocken hat man sich für das Auftaktspiel am 13. Juni in Boston gegen die Schotten aufgehoben. Das Aufgebot wird vom erfahrenen Stürmer Duckens Nazon angeführt, der als Hoffnungsträger für die Offensive gilt.

Ein ähnlicher Pragmatismus prägt die tunesische Vorbereitung unter Trainer Sabri Lamouchi. Die „Adler von Karthago“ haben sich für das Turnier in Gruppe F qualifiziert, wo sie auf die Niederlande, Japan und Schweden treffen. Lamouchi nominierte einen erfahrenen Kern um Torhüter Aymen Dahmen und setzt auf defensive Stabilität als Grundlage für Überraschungen. Tunesien hat bei sechs vorherigen WM-Teilnahmen nie die Gruppenphase überstanden – die beste Platzierung war der neunte Rang 1978. Die erste Bewährungsprobe wartet am 14. Juni in Monterrey gegen Schweden, ein Gegner, der den Nordafrikanern spielerisch entgegenkommen könnte. Lamouchi zeigte sich überzeugt, dass seine Mannschaft reifer sei als frühere tunesische Generationen, und sprach von einer „Chance, Geschichte zu schreiben“.

Alle drei Teams – der nordafrikanische Spitzenreiter Marokko, der Außenseiter Haiti und der ewige Herausforderer Tunesien – müssen ihre definitiven Kader bis zum 2. Juni bei der FIFA einreichen. Verletzungsbedingte Nachnominierungen sind nur aus einem zuvor hinterlegten 55-Mann-Kader möglich. Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni. Für die deutschsprachigen Fußballfans ist vor allem die Gruppe F von Interesse, in der Tunesien als potenzieller Stolperstein für die Niederlande und Schweden gilt. Aus Rabater Sicht geht es derweil um mehr als nur um eine zweite Titeljagd – der Nationaltrainer Ouahbi will den Aufwärtstrend des marokkanischen Fußballs nach dem Halbfinaleinzug 2022 bestätigen. Auch wenn die Gruppenphase unberechenbar ist, eint die drei Verbände der Wille, die eigene fußballerische Identität auf der größten Bühne unter Beweis zu stellen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
0%Niedrig
3 Blöcke · Positionen von −0.50 bis +0.70
KritischWohlwollend
AFRALMLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Subsaharisch-afrikanische Presse−0.50critical
Arabische Levante-Maghreb-Presse+0.70aligned
Lateinamerikanische Presse0.00neutral
Subsaharisch-afrikanische Presse−0.50

Im Mittelpunkt steht die riskante Entscheidung Belgiens, Romelu Lukaku trotz seiner offensichtlichen Formschwäche und einer Hüftverletzung zu nominieren. Es wird betont, dass der Spieler 2026 nur 69 Minuten gespielt hat, was Zweifel an seiner Fähigkeit aufkommen lässt, bei der WM entscheidend zu sein. Der Ton ist vorsichtig und kritisch gegenüber dem technischen Risiko von Trainer Garcia.

AlarmSkepsis
Arabische Levante-Maghreb-Presse+0.70

Die Berichterstattung feiert die Stärke der tunesischen und marokkanischen Auswahlen und betont die große Anzahl von Spielern, die in europäischen Ligen aktiv sind. Die Trainer drücken Stolz und hohe Ambitionen aus und stellen die Teilnahme als eine Frage der nationalen Ehre und als Sprungbrett für historische Erfolge dar. Es herrscht ein starker Wille und Selbstvertrauen, verbunden mit pragmatischen Aussagen über die leistungsbezogene Spielerauswahl.

TriumphPragmatismus
Lateinamerikanische Presse0.00

Die Berichterstattung listet lediglich die Nominierungen von Belgien, der Elfenbeinküste, Haiti und Tunesien für die Weltmeisterschaft auf und liefert wesentliche Details wie Gruppengegner und Debüttermine. Es gibt keine bewertenden Kommentare zu technischen Entscheidungen oder Spielerzuständen. Der Ton ist streng informativ und distanziert.

DistanzPragmatismus
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Samstag, 16. Mai 2026

Marokkos Trainer Ouahbi setzt auf klare Spielidee – Haiti und Tunesien geben Kader für die WM bekannt

Wenige Wochen vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko haben Marokko, Haiti und Tunesien ihre Kader bekanntgegeben. Die Vorbereitungen laufen – die Ambitionen sind unterschiedlich.

Mit der Bekanntgabe der finalen 26 Spieler am 26. Mai hat der marokkanische Nationaltrainer Mohamed Ouahbi die letzte Phase der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko eingeläutet. In einem ausführlichen Fernsehinterview ließ Ouahbi keinen Zweifel daran, dass die „Löwen des Atlas“ mit einer klaren taktischen Identität und gesteigerten Ambitionen nach Nordamerika reisen. Die jüngsten Tests gegen Ecuador und Paraguay hätten dem Trainerstab wertvolle Erkenntnisse über die Widerstandsfähigkeit der Mannschaft geliefert, insbesondere gegen physisch starke und defensiv disziplinierte Gegner. Vor der Abreise stehen noch zwei weitere Freundschaftsspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit an: am 26. Mai gegen Burundi und am 2. Juni gegen Madagaskar. Ouahbi betonte, dass die Mannschaft über eine „wachsende taktische Reife“ verfüge und das Ziel über ein reines Achtungszeichen hinausgehe.

Während Marokko bereits zum zweiten Mal in Folge bei einer WM vertreten ist, betreten Haiti und Tunesien das Turnier mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Für Haiti, das nach 1974 zum zweiten Mal an einer Endrunde teilnimmt, ist die Qualifikation allein ein historischer Erfolg. Trainer Sébastien Migné sprach in der Pressekonferenz zur Kaderbekanntgabe von einer „neuen Ära“ für den haitianischen Fußball. Die Mannschaft sei nicht angetreten, um nur dabei zu sein – das erklärte Minimalziel laute, den ersten Punkt der Verbandsgeschichte bei einer WM zu holen. Ein Sieg oder gar der Einzug in die K.-o.-Runde sei das „große, aber realistische“ Ziel, so Migné. Haiti trifft in Gruppe C auf Brasilien, Schottland und Marokko – den wohl stärksten Brocken hat man sich für das Auftaktspiel am 13. Juni in Boston gegen die Schotten aufgehoben. Das Aufgebot wird vom erfahrenen Stürmer Duckens Nazon angeführt, der als Hoffnungsträger für die Offensive gilt.

Ein ähnlicher Pragmatismus prägt die tunesische Vorbereitung unter Trainer Sabri Lamouchi. Die „Adler von Karthago“ haben sich für das Turnier in Gruppe F qualifiziert, wo sie auf die Niederlande, Japan und Schweden treffen. Lamouchi nominierte einen erfahrenen Kern um Torhüter Aymen Dahmen und setzt auf defensive Stabilität als Grundlage für Überraschungen. Tunesien hat bei sechs vorherigen WM-Teilnahmen nie die Gruppenphase überstanden – die beste Platzierung war der neunte Rang 1978. Die erste Bewährungsprobe wartet am 14. Juni in Monterrey gegen Schweden, ein Gegner, der den Nordafrikanern spielerisch entgegenkommen könnte. Lamouchi zeigte sich überzeugt, dass seine Mannschaft reifer sei als frühere tunesische Generationen, und sprach von einer „Chance, Geschichte zu schreiben“.

Alle drei Teams – der nordafrikanische Spitzenreiter Marokko, der Außenseiter Haiti und der ewige Herausforderer Tunesien – müssen ihre definitiven Kader bis zum 2. Juni bei der FIFA einreichen. Verletzungsbedingte Nachnominierungen sind nur aus einem zuvor hinterlegten 55-Mann-Kader möglich. Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni. Für die deutschsprachigen Fußballfans ist vor allem die Gruppe F von Interesse, in der Tunesien als potenzieller Stolperstein für die Niederlande und Schweden gilt. Aus Rabater Sicht geht es derweil um mehr als nur um eine zweite Titeljagd – der Nationaltrainer Ouahbi will den Aufwärtstrend des marokkanischen Fußballs nach dem Halbfinaleinzug 2022 bestätigen. Auch wenn die Gruppenphase unberechenbar ist, eint die drei Verbände der Wille, die eigene fußballerische Identität auf der größten Bühne unter Beweis zu stellen.

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Die Berichterstattung listet lediglich die Nominierungen von Belgien, der Elfenbeinküste, Haiti und Tunesien für die Weltmeisterschaft auf und liefert wesentliche Details wie Gruppengegner und Debüttermine. Es gibt keine bewertenden Kommentare zu technischen Entscheidungen oder Spielerzuständen. Der Ton ist streng informativ und distanziert.

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