
UEFA reformiert Nations League und EM-Qualifikation: Mehr Ähnlichkeit mit der Champions League
Ab 2028 wird die Nations League auf drei Ligen mit je 18 Teams umgestellt. Die EM-Qualifikation erhält ein zweistufiges System – für Deutschland, Österreich und die Schweiz ergeben sich neue Herausforderungen.
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat grundlegende Änderungen an der Nations League und den Qualifikationsturnieren für die Europameisterschaft beschlossen. Ab der Saison 2028/29 wird die Nations League von vier auf drei Ligen mit jeweils 18 Mannschaften reduziert; jede Liga ist in drei Gruppen zu sechs Teams unterteilt. Jede Nationalmannschaft bestreitet sechs Gruppenspiele, wobei sie auf sechs verschiedene Gegner trifft – eine Struktur, die an den neuen Modus der Champions League erinnert. Laut UEFA sollen diese Anpassungen die Wettbewerbsbalance verbessern und die Zahl bedeutungsloser Partien verringern. Die endgültigen Details, einschließlich der genauen Anzahl von Direkt- und Playoff-Plätzen, werden im September auf dem nächsten Exekutivkomitee-Treffen in Thessaloniki festgelegt.
Aus skandinavischer Perspektive wird der Schritt als notwendige Evolution begrüßt, die den Nations-League-Wettbewerb aufwertet und gleichzeitig die Anzahl der Länderspieltermine stabil hält. Italienische Beobachter heben hervor, dass die neue Struktur, bei der die 36 besten Teams aus den Ligen A und B der Nations League in einer „League 1“ mit drei Zwölfergruppen antreten, stark an das Ligasystem der europäischen Klubwettbewerbe angelehnt ist. Russische Medien analysieren die Auswirkungen auf die WM-Qualifikation: Für die Weltmeisterschaft 2030, die erstmals mit 48 Teilnehmern ausgetragen wird, stehen Europa voraussichtlich 16 Startplätze zur Verfügung, von denen zwölf direkt vergeben werden – die restlichen werden über Playoffs ermittelt. Aus asiatischer Sicht, etwa in arabischen und indonesischen Medien, wird die Reform mit Interesse verfolgt, da sie den europäischen Fußball noch stärker in den Fokus rückt und die Kluft zu anderen Kontinenten weiter vergrößern könnte.
Für den deutschsprachigen Raum ergeben sich weitreichende Konsequenzen. Die Nationalmannschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz müssen sich auf eine erhöhte Komplexität einstellen: Die Platzierung in der Nations League entscheidet künftig nicht nur über die Liga-Zugehörigkeit, sondern auch über den Startplatz in der EM-Qualifikation. Wer in der Nations League schwächelt, droht in die zweite Liga abzurutschen und hat dann nur noch über Playoffs eine Chance auf die EM-Teilnahme. Die Einführung des „Swiss Systems“ in der League 1, bei dem jede Mannschaft sechs Spiele gegen unterschiedlich starke Gegner bestreitet, soll zwar für mehr Ausgeglichenheit sorgen, könnte aber auch zu einer höheren taktischen Belastung führen. Kritiker – wie italienische Kommentare andeuten – warnen davor, dass die Reform die grundsätzlichen strukturellen Ungleichheiten zwischen den Verbänden nicht beseitigt.
Mit Blick auf die Zukunft ist das Reformpaket erst der Anfang eines längerfristigen Prozesses. Die UEFA strebt an, die Anzahl „toter Spiele“ weiter zu reduzieren und die Spannung bis zum letzten Spieltag zu erhöhen. Gleichzeitig steht die Debatte um eine mögliche Aufstockung der Europameisterschaft im Raum, die durch das neue Qualifikationssystem zusätzliche Impulse erhalten könnte. Für die Nationaltrainer bedeutet die Umstellung eine strategische Neuausrichtung: Die Nations League gewinnt als Schlüssel zur EM-Teilnahme noch mehr an Bedeutung. Der kommende September wird zeigen, ob die Detailregelungen den Erwartungen an Fairness und Attraktivität gerecht werden – und ob die Reform tatsächlich hält, was sie verspricht.
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.30 | aligned |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.20 | neutral |
| Südostasiatische Presse | +0.10 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Europäische Medien berichten über die geplante Reform der Nations League und der EM-Qualifikation, die ein Format ähnlich der Champions League erhalten. Während einige Kommentatoren Erleichterung darüber äußern, dass das aktuelle System mit kleinen und unausgewogenen Gruppen ersetzt wird, ist der Gesamtton sachlich mit leichter Zustimmung.
Arabische Medien berichten sachlich über die UEFA-Änderungen und betonen das Ziel, das Gleichgewicht zu verbessern und bedeutungslose Spiele zu reduzieren. Die Berichterstattung ist kurz und neutral, ohne starke Kommentierung.
Südostasiatische Medien berichten sachlich über die bevorstehenden Formatänderungen und weisen auf die Ähnlichkeit mit der Champions League hin. Die Berichterstattung ist rein informativ, ohne emotionale Sprache.
Russische Medien stellen die UEFA-Reform als beschlossene Sache dar und erklären die neue Struktur ohne Kommentar. Die Berichterstattung ist sachlich und technisch, mit Fokus auf die Mechanismen der Qualifikationsänderungen.
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