
Trump wirbt für FIFA-Präsident Infantino als UN-Generalsekretär
Der US-Präsident soll Gianni Infantino als Nachfolger von António Guterres ins Spiel gebracht haben. Das Weiße Haus bestätigt die Gespräche nicht, betont aber die enge Beziehung.
Nach einem Bericht des „New York Post“ erwägt US-Präsident Donald Trump, den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino als nächsten Generalsekretär der Vereinten Nationen zu unterstützen. Das Weiße Haus ließ die Meldung weder bestätigen noch dementieren. „Ich weiß nicht, ob er und der Präsident darüber gesprochen haben. Ich war nicht bei all ihren Gesprächen dabei“, sagte Pressesprecherin Karoline Leavitt vor Journalisten. Sie fügte hinzu, Trump und Infantino sprächen häufig miteinander, und der Präsident hege „großen Respekt“ für Infantino und dessen Arbeit bei der FIFA. Leavitt verwies zugleich auf den aus US-Sicht „überwältigenden Erfolg“ der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten. Der Präsident sei Infantino dankbar für dessen Einsatz, dieses Ereignis möglich gemacht zu haben.
Die Beziehung zwischen Trump und Infantino ist nach Angaben mehrerer Quellen eng. Infantino nahm im Januar 2025 an Trumps Amtseinführung teil und besuchte seither mehrfach das Weiße Haus sowie Trumps Anwesen Mar-a-Lago. Während der Weltmeisterschaft sorgte ein Vorfall für Aufsehen: Trump räumte ein, Infantino angerufen zu haben, um die Rücknahme einer roten Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun zu erwirken. Aus dem Umfeld des Präsidenten heißt es, Trump halte Infantino für einen international angesehenen Führer, der Menschen zusammenbringen könne. Der italienisch-schweizerische FIFA-Präsident, 56 Jahre alt, führt einen Verband mit 211 Mitgliedsverbänden – mehr als die 193 UN-Mitgliedsstaaten.
Die Nachfolge von António Guterres, dessen zweite Amtszeit am 31. Dezember 2026 endet, wird in diesem Jahr formal eingeleitet. Nach dem Rotationsprinzip steht die Region Lateinamerika und Karibik an der Reihe. Bereits sechs offizielle Kandidaten haben sich beworben, darunter die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde Rafael Grossi sowie die ehemalige ecuadorianische Außenministerin María Fernanda Espinosa. Fünf der sechs Bewerber sind Frauen; sollte eine von ihnen gewählt werden, wäre es die erste Generalsekretärin der UN-Geschichte. Jeder Kandidat muss zunächst von einem oder mehreren Mitgliedsstaaten vorgeschlagen werden, dann die Empfehlung des Sicherheitsrats erhalten – in dem die USA ein Vetorecht besitzen – und schließlich von der Generalversammlung bestätigt werden.
Trump hat während seiner beiden Amtszeiten ein gespanntes Verhältnis zu den Vereinten Nationen gepflegt. Er zog die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurück, kündigte den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation und verließ den UN-Menschenrechtsrat. Beobachter in Washington verweisen auf Trumps Muster, enge Vertraute in Schlüsselpositionen zu bringen – etwa den Geschäftsmann Steve Witkoff oder seinen Schwiegersohn Jared Kushner. Paolo Zampolli, ein Freund Infantinos und diplomatischer Verbindungsmann Trumps, nannte den Vorschlag „brillant“ und meinte, Infantino könne „neue Energie in die riesige Bürokratie“ der UN bringen. Ob die Initiative tatsächlich zu einer Kandidatur führt, bleibt offen; die offizielle Vorstellung der Bewerber und die Abstimmungen im Sicherheitsrat werden für die kommenden Monate erwartet.
| Russische & GUS-Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
The provided materials for the Russian bloc do not cover the Trump-Infantino story. They focus on conflicts in Ukraine, sanctions, and internal Russian affairs, offering no frame for this news.
The Latin American materials do not address the Trump-Infantino story. They cover Argentine internal politics, football, and daily life, with no mention of the event.
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