
USA: ICE verstärkt Festnahmen von Migranten mit abgelaufenen Visa an Flughäfen
Nach Berichten internationaler Medien nehmen Zivilfahnder in mindestens 15 Airports auch Ehepartner von US-Bürgern und Personen mit laufenden Aufenthaltsanträgen fest.
Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE hat in jüngster Zeit die Festnahme von Ausländern mit abgelaufenen Visa auf US-Flughäfen massiv ausgeweitet. Nach einem von mehreren Medien zitierten Bericht der New York Times agieren Beamte in Zivil an Check-in-Schaltern und Flugsteigen; die Operationen wurden an mindestens 15 Flughäfen durchgeführt. Betroffen sind auch Personen, die bislang in einer rechtlichen Grauzone lebten – etwa Ehepartner von US-Bürgern, Inhaber gültiger Arbeitserlaubnisse oder Migranten mit anhängigen Anträgen auf Verlängerung des Aufenthalts. Die Behörde strebt nach Angaben der Zeitung bis zu 2000 Festnahmen pro Tag an, etwa das Doppelte der Zahlen von Anfang des Jahres.
Dokumente des Heimatschutzministeriums (DHS) und Aussagen von Anwälten, die der New York Times vorliegen, belegen eine verstärkte Datenweitergabe der Transportsicherheitsbehörde TSA an das ICE. Fluggastdaten der Airlines werden automatisch mit Einwanderungsdatenbanken abgeglichen. Wurden in der Vergangenheit Personen mit abgelaufenen Visa in der Regel nur bei Straffälligkeit festgenommen, so gilt nun jedes abgelaufene Visum als unerlaubter Aufenthalt – auch wenn ein Antrag auf Green Card oder Arbeitserlaubnis läuft. Der ecuadorianischen Staatsbürgerin Chantal Morales Rojas, die legal im Rahmen eines Austauschprogramms eingereist war, wurde etwa am 20. Juli in Denver der Zutritt zum Flug verwehrt; sie wurde festgenommen, als sie ihre Bordkarte scannen ließ. Ähnlich erging es einer ukrainischen Staatsbürgerin in San Francisco, die nach DHS-Angaben ihr Visum um 15 Jahre überzogen hatte, sowie einer ugandischen Asylbewerberin im Rollstuhl.
Das DHS erklärte gegenüber der New York Times, die Regierung arbeite daran, undokumentierten Ausländern das Fliegen im Inland nur noch zur freiwilligen Ausreise zu gestatten. Die Zahl der übermittelten Passagierdaten der TSA belief sich demnach zwischen Anfang 2025 und Februar 2026 auf über 31.000 Datensätze, woraus mehr als 800 Festnahmen resultierten; seither kamen Fälle in San Francisco, Denver, Las Vegas, Nashville und Hartford hinzu. Im Juni verzeichnete die Behörde landesweit über 43.000 Festnahmen – ein monatlicher Höchstwert. Organisationen wie die ACLU und das National Immigration Law Center raten Migranten, Inlandsflüge zu meiden und bei Festnahmen keine Dokumente ohne anwaltliche Beratung zu unterschreiben.
Der auf Einwanderungsrecht spezialisierte Anwalt Charles Kuck, der einen indischen Ingenieur vertritt, sagte der New York Times, er habe in 38 Berufsjahren Vergleichbares nicht erlebt. Gleichzeitig bestätigte das DHS auf Anfrage nicht, ob das Programm ausgeweitet wurde oder wie viele Personen in Flughäfen genau festgenommen wurden. Während die Trump-Administration ihr Ziel von täglich 2000 Arresten aufrechterhält, bleiben die rechtlichen und praktischen Folgen für zehntausende Migranten mit ungeklärtem Status offen.
| Lateinamerikanische Presse | −0.80 | critical |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | −0.30 | critical |
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
The Trump administration intensifies arrests at airports, affecting even spouses of US citizens and applicants with ongoing processes. The migrant community is on high alert and seeking to protect themselves with practical guides. ICE raids are portrayed as a repressive escalation that criminalizes those who are in compliance.
The administration expands enforcement to airports, targeting visa overstayers including those with pending applications. The policy shift is reported as a tactical expansion of deportation efforts, with ICE cooperating with TSA.
ICE has sharply increased arrests at airports, detaining even spouses of US citizens. This points to chaos in US immigration policy.
The US has begun detaining foreign nationals with expired visas at airports, including spouses of US citizens and work permit holders. This is an expansion of immigration enforcement.
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